Queen Mary und die Freiheitsstatue

2016 – Mit der Queen Mary 2 von Hamburg nach New York

Mittwoch, 7. September 2016

Der letzte Seetag ist angebrochen und wieder wurde die Uhr um eine Stunde zurückgestellt. Trotzdem kamen wir natürlich pünktlich zum Frühstück und zum direkt anschließenden Bowling-Turnier. Nur wenig später fand dann zeitgleich der letzte Vortrag des Segelexperten und ein Shuffleboard-Turnier statt. Wer bis jetzt aufmerksam mitgelesen hat, der weiß, dass wir uns den Herausforderungen des Shufflespiels gestellt haben.

Vorstellung der Köche

Vorstellung der Köche

Doch leider waren unsere Übungsspiele in der Vergangenheit, die wir immer mal wieder gemacht haben, wenn es denn die Zeit zuließ, nicht von Erfolg gekrönt. Moni flog in der ersten Runde raus, ich konnte mich wenigstens in die zweite Runde schleppen. Allerdings war mein Gegner aus der ersten Runde stark beeinträchtigt, immerhin saß er in einem Elektrorollstuhl und konnte nur sehr schwer an dem Turnier teilnehmen. Aber ich fand es gut, dass er es wenigstens probiert hat.

Tanzabend

Tanzabend

Nach dem Lunch besuchten wir ein letztes Mal das Illuminations. Es war durch Herablassen der Kuppel wieder zum Planetarium umgewandelt worden und zeigte die Vorführung „Passport to the Universe“. Säckchen werfen in Form von Beat the Board hatten wir noch am Nachmittag, genauso wie ein Golfturnier im Golfsimulator. Hier habe ich mich aber ganz schnell wieder verdrückt, als ich merkte, dass ich gegen ältere Herren spiele, die in ihrer Freizeit ganz offensichtlich öfter mal einen Golfplatz zu sehen bekommen.

Disco G32

Disco G32

Gegen halb sechs, also zwischen dem letzten Afternoon-Tea und dem Dinner konnte man schließlich die erworbenen Stempel dieser Reise einlösen. Zwei Stempel hatte ich und ich war stolz darauf. So kam ich immerhin zu zwei Bleistiften mit dem Aufdruck der Reederei Cunard. Hat auch nicht jeder und man freut sich eben auch über solche Kleinigkeiten. Ein bisschen seltsam schaute ich, als ein Herr neben mir ebenfalls sein Stempelheft einlöste. Und das war komplett voll. 50 Stempel hatte er. Ich hatte mich schon beim Erhalt des Stempelheftes gefragt, wie man das denn voll kriegen könnten. Aber dieser Mann hat es durch diverse Beschäftigungen an Bord geschafft.

Aber wer weiß, vielleicht war er länger an Bord, denn die Queen Mary 2 kam aus Norwegen nach Hamburg. Wenn dieser Passagier also bereits dort Stempel sammelte, dann ist das durchaus denkbar. Denn Stempel gab es nicht nur bei unseren Turnieren, sondern auch beim allabendlichen Pub-Quiz, beim morgendlichen Quiz, beim Tagesquiz der Bibliothek, beim Bridge, beim Nachmittagsrätsel und wer weiß, wo sonst noch. Dass es überhaupt Stempel gab, haben wir ja auch erst nach ein paar Tagen festgestellt.

10000 Bücher auf dem Ozean

10000 Bücher auf dem Ozean

Für die meisten Passagiere war es am Abend an der Zeit, ihre Koffer nach draußen vor die Kabinentür zu stellen. So auch für uns. Immerhin hatten wir vier Koffer und wir hatten keine Lust, das Schiff so schnell wie möglich zu verlassen. Denn wenn man das möchte, dann muss eben selber ausschiffen. Wir ließen es lieber gemütlich angehen und stellten die Koffer vor die Tür, in der Hoffnung, sie am nächsten Tag, in Brooklyn wieder zurückzubekommen.

Bibliothek

Bibliothek

Ein bisschen wehmütig verbrachten wir dann unseren letzten Abend im Britannia-Restaurant und genossen noch einmal das wirklich leckere Essen. Unterbrochen wurde das Dinner durch den Einmarsch der Köche des Restaurants, die zum Abschied auch nochmal extra vorgestellt wurden. Ganz 52 Köche waren nur in diesem einen Restaurant mit der Zubereitung der köstlichen Speisen zugange. Kein Wunder also, dass sie bei ihrem triumphalen Einmarsch mit großem Applaus begrüßt wurden.

Verrazano-Narrows-Bridge

Verrazano-Narrows-Bridge

Ein letztes Mal würde in der kommenden Nacht die Uhr zurückgestellt und schon wären wir dann in New York. Wir stellten aber extra den Wecker für mitten in der Nacht, weil wir das Einlaufen in den Hafen nicht verpassen wollten.

Schornstein und Brücke

Schornstein und Brücke

 

Donnerstag, 8. September 2016

Es war erst 5 Uhr und doch standen wir schon draußen an Deck. Eigentlich war es schade, dass wir die letzte Nacht an Bord der Queen Mary 2 so abrupt beendeten. Immerhin würden wir in wenigen Stunden das Schiff verlassen. Doch andererseits wussten wir ja auch, dass wir in rund sieben Wochen wieder an Bord sein würden. Da fiel uns das also nicht ganz so schwer. Frühmorgens also fährt das Schiff nach New York ein. Und wir waren nicht die einzigen, die das Ereignis erleben wollten.

Einlaufen in New York

Einlaufen in New York

Auf dem Dach von Deck 13 war es sehr eng und voll. Jeder hielt seine Kamera oder sein Telefon in die Höhe und filmte, wie die Queen Mary 2 unter der beeindruckenden Verrazano-Narrows-Bridge hindurch fuhr. Der Schornstein des Schiffes hat dabei nur vier Meter Abstand zur Brücke, was bei den Größenverhältnissen fast nichts ist. Auf der linken Seite sahen wir bereits die hell angestrahlte Freiheitsstatue und vorne über den Bug hinweg waren deutlich die Hochhaustürme von Manhattan zu erkennen.

Freiheitsstatue

Freiheitsstatue

Wir bewegten uns ganz langsam über das Wasser und näherten uns dem Terminal in Brooklyn mit einer Geschwindigkeit, dass wir irgendwann mal wieder in die Kabine gingen und auch noch völlig entspannt zum Kings Court, um dort zu frühstücken. Nach dem Frühstück mussten wir die Kabine jedoch räumen. Immerhin hatten wir nun auch bereits angelegt und konnten den Ausblick auf Manhattan genießen, als gerade die Sonne über Brooklyn aufging und zwischen einigen Hochhäusern auftauchte.

Manhattan

Manhattan

Unsere Aufgabe bestand nun darin, in die Carinthia Lounge zu wechseln, wo wir uns während der Überfahrt kaum aufhielten. Es war ein fast fremder Ort für uns. Dort waren wir eingeteilt, um mit anderen Passagieren darauf zu warten, das Schiff zu verlassen. Es dauerte sehr, sehr lange, bis wir das endlich machen konnten. Nun wollten wir doch so langsam von Bord gehen. Immerhin konnten wir auf dem Schiff ja eh nichts mehr machen, aber die Einreisebehörde der Amerikaner stellte gerade einmal acht Offiziere ab, die die Passkontrolle vornahmen. Und das für 2.500 Passagiere, kein Wunder, dass das so ewig dauert.

Ein letzter Blick von Bord

Ein letzter Blick von Bord

Aber gut, auch das nahm irgendwann ein Ende und unsere Gruppe wurde schließlich aufgerufen, die Queen Mary 2 verlassen zu dürfen. Im Terminal konnten wir unsere Koffer schnell wiederfinden, stellten uns brav an die Schlange der Einreisekontrolle und nachdem wir diese hinter uns hatten, betraten wir ganz offiziell New Yorker Boden. Wir waren in Amerika und wir hatten unser erstes Reiseziel erreicht. Doch das Schiff verließen wir mit Wehmut. Es hat uns extrem gut gefallen und wir waren heilfroh, dass wir die Gewissheit hatten, in wenigen Wochen an Bord der Queen Mary 2 zurückkehren zu können.

Queen Mary und Manhattan

Queen Mary und Manhattan

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