Schafe auf dem Deich

2014 – Mit dem Wohnmobil nach Harlesiel

Es war wieder soweit. Für ein Wochenende ging es im Herbst wieder einmal an die ostfriesische Nordseeküste. Und zwar wollte das lange Wochenende des 3. Oktober für diesen Kurzurlaub genutzt werden. Im letzten Jahr verbrachte ich das Wochenende inkl. Brückentag bei strahlendem Sonnenschein mit einer Städtereise nach Berlin.

Und Urlaub ist wirklich der richtige Begriff. Denn alle anderen Reisen in diesem Jahr hatten einen beruflichen Hintergrund. Das gilt sowohl für die Wohnmobilreise nach Bayern, als auch die Tour mit dem Wohnmobil durch die Alpen bzw. mit dem Wohnmobil durch die Schweiz, sowie für die Wanderung auf dem Eifelsteig. Diese Reisen hatten alle den Hintergrund für einen entsprechenden Reiseführer und waren teilweise extrem stressig. Besonders die Tour durch die Schweiz war mit zahlreichen Terminen gespickt. Zugegeben, die Reise über Ostern nach Polen und meine Geburtstagsfeier im Disneyland Paris waren privat, aber eben auch nur ein Wochenende. Kein Wunder also, dass ich bei einem Wochenendausflug an die Nordsee den Begriff Jahresurlaub nutze.

Mittlerweile ist es auch schon eine kleine Tradition geworden, einmal im Jahr mit dem Wohnmobil nach Harlesiel zu fahren. Der dortige Wohnmobilstellplatz befindet sich direkt am Hafen, bietet einen wunderbaren Blick auf das Wasser und wurde von uns nun schon zum wiederholten Male angesteuert. So waren wir zum Beispiel zum ersten Mal im Jahr 2006 in Harlesiel, wo wir gleichzeitig auf dem Weg dorthin die Meyer-Werft in Papenburg besichtigten. In den Jahren 2009 und 2010 waren wir mit unserem alten VW-Bus vor Ort. Im Jahr darauf weihten wir quasi unser aktuelles Wohnmobil ein und 2013 waren wir nur eine Nacht dort, nachdem wir zuvor in Cuxhaven einen Reisevortrag hielten. Im Jahr davor verlegten wir unsere alljährliche Nordsee-Fahrt nach Cuxhaven und machten dort direkt mal eine Wanderung auf dem Meeresboden durch das Wattenmeer zur Insel Neuwerk.

So viel zur Geschichte unserer liebgewonnenen Fahrten nach Ostfriesland. In diesem Jahr gab es gar nicht so viel zu berichten. Der Wohnmobilstellplatz war übervoll. Das ließ sich angesichts des Wetters, der Lage und des langen Wochenendes leider nicht verhindern. Wir bekamen nur einen Platz in der zweiten Reihe, aber das machte uns nichts. Wir hatten ohnehin nicht vor, lange am Wohnmobil zu verbleiben. Vielmehr zog es uns zu unseren üblichen Spaziergängen entlang der Harle in das benachbarte Carolinensiel, wo wir dem Treiben am Hafen zuschauten.

Ganz neu ist der Wattkieker in Harlesiel bzw. hat er nach einem Neubau neu eröffnet. Das interessierte uns besonders. Denn nach unserer Reise mit dem Frachtschiff von Südamerika nach Hamburg war uns lange nicht mehr danach, Fisch zu essen. Man kann sogar sagen, dass wir Jahre lang keinen Fisch mehr sehen oder riechen konnten. Das änderte sich erst in diesem Jahr wieder und so gingen wir an den Abenden leckeren Fisch essen. Besonders gut gefallen haben mir die Kibbelinge. Die kannte ich bis dato noch gar nicht, aber man lernt ja immer wieder dazu.

Auch in das Wattenmeer gingen wir wieder hinaus oder hinein, je nach Betrachtungsweise. Das ist vor der Küste von Harlesiel kein so großes Problem, denn lange Zeit kann man ganz einfach neben der Hafeneinfahrt auf ziemlich festem Boden wandern und sich dementsprechend auch nicht verlaufen.

Und da wir ja von Natur aus nicht die Menschen sind, die stundenlang ruhig sitzen können, unternahmen wir noch eine weitere Wanderung. Diese kannten wir zwar schon, weil wir sie bereits auf einer der früheren Aufenthalte machten, aber sie bietet sich eben an. So wanderten wir auf dem Deich von Harlesiel nach Neuharlingersiel, begrüßten dabei die Schafe, genossen eine Pause im Hafen von Neuharlingersiel und wanderten schließlich wieder zurück. Im Grunde genommen ist die Wanderung nichts aufregendes, sind nur sieben äußerst flache Kilometer je Strecke, also insgesamt 14 Kilometer, aber ich kenne eine ganze Menge Leute, die noch nicht einmal die Hälfte zu Fuß zurücklegen würden. Viel schlimmer fand ich aber die Leute, die trotz der Verbotsschilder querfeldein durch das Naturschutzgebiet laufen. Dann sollen diese Menschen doch lieber zu Hause bleiben.

Tja, aber auch ein verlängertes Wochenende findet sein Ende. Und das sogar schneller als einem lieb ist. Und so fuhren wir am Sonntag ganz gemütlich wieder zurück. Allerdings legten wir noch einen Stopp am Kloster Bentlage und am Rock’n’Popmuseum ein, weil wir dort jeweils einen Stempel für das Westfalen-Diplom einholten. Und zu guter Letzt besuchten wir noch einen Konfluenzpunkt, der auf dem Weg nach Hause lag.

Alles in allem war es wieder eine schöne Tour und wir freuen uns schon auf das nächste Mal.

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