Nun bin ich ein Diplom-Westfale

Gestern war ich im verschneiten Krombach, einem Ortsteil von Kreuztal, und habe einen wirklich tollen Tag erlebt. Denn ich darf mich ab sofort nicht nur Diplom-Westfale nennen, sondern habe auch noch an einer Werksbesichtigung bei der Krombacher Brauerei mitgemacht. Doch der Reihe nach…

Es begann, als ich vor langer Zeit in der Zeitung las, dass man ein Westfalen-Diplom erwerben kann. Und wer mich kennt bzw. meinen Blog verfolgt, weiß, dass ich solche Urkunden und Zertifikate sammle und alles mitnehme, wo man einen Stempel erhalten kann (bei der Harzer Wandernadel bin ich noch dabei).

Also war doch klar, dass ich am Westfalen-Diplom ebenfalls mitmachen würde. Mindestens fünf Stempel waren erforderlich, die an ausgewählten Sehenswürdigkeiten in Westfalen zu erhalten waren. Dazu zählte Bad Oeynhausen genauso wie die Externsteine, die Ruine Isenburg in Bochum und der Kahle Asten im sauerländischen Winterberg. Was für eine glückliche Fügung, dass ich in diesem Sommer für ein neues Buchprojekt sowieso viel im Sauerland unterwegs war. Und da mich bei so etwas natürlich auch der Ehrgeiz packt, habe ich nicht nur die Mindestanzahl an Stempeln beschafft, sondern einfach alle 15 Stempel, die man holen konnte.

Außerdem habe ich noch ein typisch westfälisches Gericht gegessen, an einer Veranstaltung teilgenommen und eine Sonderausstellung im Nixdorf-Museum besucht. Schließlich wurde ich zur Verleihung des Westfalen-Diploms in die Krombacher Brauerei eingeladen. Nach einem wirklich guten Info-Film im hauseigenen Kino wurden die insgesamt 170 anwesenden Diplomanden in kleinen Gruppen durch die Brauerei geführt.

Dabei wurde alles von A-Z erklärt, sprich: Vom Hopfen und Weizen über die Filtration und die Abfüllung. Was ich nicht wusste: An den winterlichen Wochenenden wird kein Bier gebraut, da die Nachfrage im Winter deutlich geringer ist. Das ist für eine Führung zwar ein bisschen schade – ich hätte gerne gesehen, wie 15 Flaschen pro Sekunde etikettiert werden – aber trotzdem war es interessant, einen Einblick das Familienunternehmen zu bekommen. Anschließen durften wir alle in der hauseigenen Braustube Platz nehmen. Nach einer kurzen Talkrunde, u.a. mit dem Landrat, wurden zunächst die Diplome verliehen und direkt im Anschluss die Gewinne verlost. Auf den zweiten Preis – eine Ballonfahrt – war ich wegen meiner Flugangst natürlich überhaupt nicht scharf. Lieber hätte ich den ersten Preis, ein E-Bike gewonnen, doch das blieb mir verwehrt. Dennoch ging ich nicht mit leeren Händen heim – eine Jahreskarte für die 17 Museen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe gehört nun mir 😉

Außerdem erhielt man zu den Diplomen noch eine kleine Flasche Bier, als Sonderabfüllung liebevoll mit dem eigenen Namen etikettiert. Nach dem offiziellen Teil wurde abschließend das Buffet eröffnet, das mit wirklich leckeren Speisen und einer reichhaltigen Auswahl glänzte und an dem ich mich unter den Klängen einer Liveband bediente.

Kurz gesagt: Ich habe bereits an kostenpflichtigen Veranstaltungen teilgenommen, bei der die Organisation halbwegs chaotisch verlief – hier in der Krombacher Brauerei lief aber alles rund und perfekt, und das eben auch noch ganz kostenlos. Und auch wenn das jetzt hier wie ein bezahlter Werbetext klingt – es ist keiner. Die Organisatoren, unter anderem der Nahverkehr Westfalen-Lippe, der Landschaftsverband Westfalen-Lippe, die Krombacher-Brauerei und die Westfalenpost haben eine wirklich tolle Arbeit geleistet und das sollte einfach mal erwähnt werden. Beim Westfalen-Diplom 2014 bin ich auch wieder dabei 😉

5 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Vielen lieben Dank für das tolle Lob!
    Wir freuen uns sehr, dass Ihnen sowohl das Projekt selbst, als auch die Abschlussparty so gut gefallen haben! Super! Und weiter fleißig sammeln in 2014 (aber natürlich erst, wenn es wieder etwas wärmer wird :-))

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