New Yorker U-Bahn

Erfahrungen mit der Subway in New York

Die Subway in New York war eines der ersten Dinge, die wir während unserer Reise durch die USA kennengelernt hatten. Wir sind vom Hafen, wo wir mit der Queen Mary 2 angelegt haben, direkt mit dem Taxi in das relativ nahe gelegene Hotel in Brooklyn gefahren, haben dort eingecheckt und sind natürlich sofort los, um nach Manhatten zu gelangen.

Zugang zur Subway

Zugang zur Subway

Zum Glück gab es direkt vor unserem Hotel einen U-Bahn-Zugang. Meiner Meinung nach sind die Zugänge zur Subway ziemlich unauffällig. In anderen Ländern ist es nicht selten so, dass man die Zugänge schon von Weitem sehen kann. In New York hatte ich den Eindruck, dass man schon direkt davor stehen muss oder am besten noch die Treppen herunterpurzeln sollte, damit man weiß, dass dort die U-Bahn fährt.

Ausschilderung in der Metro

Ausschilderung in der Metro

Besonders aufgefallen – oder eben auch nicht – ist mir das im bunten Manhattan. Dort, wo das Auge ständig von irgendwelchen Blinki-Blinki-Reklametafeln abgelenkt wird, fielen mir die Zugänge überhaupt nicht auf. Und wenn wir dort die U-Bahn nutzen wollten, mussten wir schon genau hinschauen.

Bahnsteig

Bahnsteig

Den ersten Fehler machten wir schon gleich beim Abstieg. Denn dort standen wir auf dem falschen Gleis. Gerade bei so kleinen Bahnhöfen wie dem an der 25. Straße in Brooklyn gibt es unterirdisch keine Möglichkeit, den Bahnsteig zu wechseln. Wir standen also an dem Bahnsteig, von wo aus wir nach Süden, in Richtung Coney Island, fahren würden. Dort wollten wir nicht hin.

Moderner Bahnhof in Manhattan

Moderner Bahnhof in Manhattan

Wir wollten nach Norden, also wechselten wir den Bahnsteig, indem wir wieder nach oben gingen, die Straße überquerten und dort wieder hinabstiegen. Zum Bahnsteig kommt man dann aber immer noch nicht. Man benötigt ein Ticket. Hatten wir nicht. Aber dafür hatten wir nette Hilfe von einer Dame in einem kleinen Büro. Was sie dort machte, war uns schleierhaft. Sie arbeitete dort im Auftrag der Metro, aber sie verkaufte keine Tickets. Zumindest nicht an uns, denn uns gab sie bloß laut schreiend Anweisungen, welche Knöpfe wir an dem Fahrkartenautomaten drücken sollten.

Subway

Subway

Aber es klappte und wir hatten ein Ticket, mit dem wir mehrere Tage kreuz und quer durch New York fahren konnten. Das war ziemlich praktisch, aber kennen wir natürlich auch aus anderen Metropolen.

Subway-Station World Trade Center

Subway-Station World Trade Center

An der 25. Straße, also an „unserer“ Station fahren drei Linien: Die Linien D, N und R. Doch nur die Linie R hält auch dort. Man muss auf dem Netzplan genauer hinschauen, dann erkennt man das auch. Wir hatten es am Anfang nicht gesehen und dachten, dass alle drei Linien halten würden. Doch die Linien D und N sind eine Art Schnellzug und halten nur an weiter entfernt liegenden Stationen. Daher fahren sie auf Extragleisen, die sich in der Mitte der Tunnelröhre befinden.

Subway-Trasse

Subway-Trasse

Die Linie R, also in gewisser Weise unser Bummelzug fährt an den äußeren der vier Gleise und hält entsprechend an jeder Station. Acht Stationen sind es durch Brooklyn und unter dem East River hindurch, bis man am südlichsten Punkt Manhattans ist. Dort legen zum Beispiel die Fähren zur Freiheitsstatue ab. Aber man kann dort natürlich auch schon mit der Erkundung des Finanzdistrikts beginnen.

U-Bahn

U-Bahn

Man kann aber auch umsteigen und mit anderen Zugstrecken weiter nach Norden fahren. Oder man bleibt einfach in der Linie R sitzen und steigt an Station Nummer 19 aus. Dann befindet man sich direkt am Times Square. Es gibt unzählige Möglichkeiten, wie man sich mit der Subway in New York fortbewegt. Aber im Grunde ist es ganz simpel.

U-Bahn-Ausgang

U-Bahn-Ausgang

Was uns allerdings weniger gut gefallen hat, war der Zustand der Bahn bzw. der Tunnelanlagen. Diese waren zum Teil schon sehr heruntergekommen, dreckig und düster. Dass das anders geht, sieht man an den U-Bahnen in Moskau, Peking und London. Besonders letztere, die berühmte Tube in der britischen Hauptstadt ist uns als krasses Gegenteil aufgefallen.

U-Bahn-Haltestelle Wall Street

U-Bahn-Haltestelle Wall Street

Denn als wir mit der Queen Mary 2 von New York nach Southampton fuhren, stiegen wir in London um und nahmen dort die Tube. Wir kannten sie von unseren Reisen nach London ohnehin schon sehr gut. Doch da fiel uns der Unterschied zur Subway in New York deutlich auf. In der britischen U-Bahn hatten wir den Eindruck, man könne vom Boden essen.

Voller Waggon

Voller Waggon

Ganz anders wirkt natürlich dagegen die neue U-Bahn-Station am World Trade Center, die extrem modern und sauber daher kommt. Außerdem wurde sie vom Star-Architekten Santiago Calatrava gestaltet, von dem ich schon einige Werke hier im Blog gezeigt hatte.
Auf jeden Fall war es spannend und aufregend mit der New York City Subway zu fahren, wie sie offiziell heißt. Und es ist natürlich auch die sinnvollste Methode sich in New York fortzubewegen.

Hier noch ein kleines Video mit ein paar Eindrücken von der New Yorker U-Bahn:

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Sooo krass – dreckig NY, vom Boden essen in London – empfand ich den Unterschied der U-Bahnen jetzt nicht. Die Londoner kann auch gut dreckig sein.
    Was mir in in NY aber auffiel und was ich von London her ganz anders kenne ist, dass keine Tafeln mit den folgenden (und vergangenen) Stationen an den jeweiligen Abfahrtsseiten hängen.
    Man muss quasi wissen, ob das Ziel wo man hin will, Richtung Downton, Uptown, Queens, The Bronx oder was weiß ich wo liegt. Im Zug kann man die Stationen an dem Anzeigestreifen dann verfolgen.
    Das fand ich anfangs sehr verwirrend. In London gucke ich wie die Station heißt und welche Linie hinführt. In welche (Endstations-)Richtung diese fährt, ist mir (meistens) wurscht.

    • Ja, auch das empfand ich als veraltet. Und im Gegensatz zur Pekinger U-Bahn schneidet die New Yorker Subway meiner Meinung nach noch schlechter ab. Da werde ich demnächst auch mal etwas zu schreiben.

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