Kjerag

2012 – (1) Wandern in Südnorwegen


 

Mit dem Wohnmobil zum Nordkap

Geirangerfjord und Trollstigen

 

Dienstag, 24. Juli 2012

Und wie wir eins gesehen haben. Nicht nur eines. Beim Frühstück kam zunächst die AIDAmar an unserem Frühstückstisch vorbei und als wir wenig später die kleine Ortschaft Geiranger besichtigten, legte noch die bereits gestern gesichtete Caribbean Princess in dem Fjord an. Und obwohl diese beiden Schiffe extrem groß sind und mehrere Etagen hoch, wirkten sie im Geirangerfjord eher klein. Doch sie spuckten unzählige Passagiere aus, die natürlich sämtliche Souvenirläden stürmten und zu den bereit gestellten Bussen liefen, die sie zu anderen Sehenswürdigkeiten in der Nähe bringen. Wir schauten uns das Schauspiel an, taten es ihnen ähnlich und begaben uns nach einiger Zeit auf den Weg, den Fjord wieder zu verlassen. Kurve für Kurve schlängelten wir uns auf der Adlerstraße nach oben und in jeder Haarnadelkurve wurden die großen Kreuzfahrtschiffe weit unter uns immer kleiner, bis sie aussahen, wie kleine Spielzeugboote. An der Adlerschwinge genannten Serpentine wurde es wieder etwas voller und alle, die hinauf fuhren, hielten kurz an, um die sagenhafte Aussicht auf den Fjord und die Wasserfälle mit dem Namen Sieben Schwestern zu genießen. Über einen Höhenrücken ging es dann weiter und nach einiger Zeit auch wieder hinab zum nächsten Fjord, wo es bedeutend ruhiger zuging und wir mit dem Schiff übersetzten.

 

 

Wieder an Land bogen wir nach links ab und erreichten nach kurzer Zeit und mal drei längeren Tunneln die sogenannte Rosenkirche. Diese komplett aus Holz bestehende Kirche ist mit zahlreichen Motiven aus dem 17. Jahrhundert bemalt und einfach sehenswert. Nach der Kirchenbesichtigung fuhren wir das Stück zum Fähranleger zurück und daran vorbei, weil unser nächstes Ziel der berühmte Trollstigen sein sollte. Schon auf dem Weg dorthin fuhren wir mal wieder an spektakulären und grandiosen Landschaften vorbei und durch ein langgestrecktes Tal, in dem wir langsam aber sicher an Höhe gewannen. Immer wieder hielten wir zwischendurch an, machten Bilder und genossen die Aussichten. Nach einiger Zeit sahen wir schließlich den Parkplatz, der den höchsten Punkt des Trollstigens markiert. Wir steuerten unser Wohnmobil zwischen die anderen Fahrzeuge und Campingwagen und gingen zu den beiden Aussichtsplattformen, die zu einem wunderbaren Ausblick verhalfen. Nicht nur verschiedene Wasserfälle waren zu sehen, sondern auch das enge Tal und natürlich die zahlreichen Serpentinen der Straße, die uns nach dem tollen Ausblick in das Tal hinab führte. Es ist einfach unglaublich, wie Menschen auf die Idee kommen können, so eine Straße zu bauen aber es macht Spaß, sie im kleinen Gang hinab zu fahren.

 

 

Am Ende des Tals bogen wir zunächst rechts ab, weil wir uns die sogenannten Trollwände anschauen wollten. Schon bald zeigte uns ein Schild mit der Aufschrift Trollveggen an, dass wir richtig sind. Es handelt sich dabei um die steilsten und höchsten Felswände Europas, auch Trolltindene genannt, wo es bis zu 1.700 Meter steil bergauf- bzw. bergab geht. Von unten sah es gar nicht so schlimm aus, aber eine Infotafel mit einem Vergleichsbild des Eiffelturms verdeutlichte, wie hoch die Wände wirklich sind.
Unser weiterer Weg am späten Nachmittag brachte uns durch wunderbare Fjordlandschaft und es war natürlich auch mal wieder eine Fähre zu benutzen. Am frühen Abend erreichten wir dann unser Wunschziel für den heutigen Tag, die ebenfalls sehenswerte Atlantikstraße, die nicht nur direkt an der Küste verläuft, sondern auch mit mehreren Brücken einige kleine Schäreninseln miteinander verbindet. An der spektakulärsten Brücke, die scheinbar am Himmel endet, schlugen wir unser Nachtlager auf, gingen noch ein wenig spazieren und ließen den Tag zu Ende gehen.

 

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Weiter mit dem Wohnmobil zum Nordkap.

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hi , schöne Aufnahmen und tolle Fotos !

    Wir wollen Juni , Juli fahren !
    Schöne Grüße aus Filzmoos
    im Salzburgerlandl !

    Hermi und Lorenz
    Graf

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