Kjerag

2012 – (1) Wandern in Südnorwegen


 

Mit dem Wohnmobil zum Nordkap

Gletscher in Norwegen

 

Montag, 23. Juli 2012

Ups, das wird langsam heftig mit dem Ausschlafen. 20 nach 10 Uhr am Morgen war es, als wir endlich aufwachten. Waren das die Wanderungen der letzten Tage oder die Anstrengungen der letzten Wochen vor unserem Urlaub, dass wir plötzlich so viel Schlaf benötigten?
Angesichts der Zeit ließen wir das Frühstück ausfallen, immerhin wollten wir ja heute noch was sehen. 194 Kilometer sagte unser Navi bis zu unserem Ziel nach Geiranger und gab eine Zeit von drei Stunden vor. Nun gut, aber erst mussten wir uns ein wenig Platz verschaffen, denn unsere Nachbarn haben nicht nur ihr Zelt direkt vor uns aufgestellt, sondern ihren Frühstückstisch auf dem schotterigen Weg zwischen den völlig aufgeweichten Rasenplätzen. Da sie noch nicht mal zu grüßen wussten und sie damit irgendwie unangenehm auffielen, hatten sie ohnehin schon bei mir verloren. Das dürfte sie aber wohl nicht stören, ebenso wenig wie die Tatsache, dass ich mich nun durch den weichen Rasen kämpfen musste und ihn halb zerstörte, weil sie eben ihren Frühstückstisch genau dort aufstellen mussten, wo ihr einziger Nachbar logischerweise eigentlich entlang fahren musste. Dass Denken manchmal wirklich Glückssache ist, war hier ein Paradebeispiel.

 

Egal, wir waren wieder unterwegs. Aber nicht lange, denn schon bald erreichten wir das Gletschermuseum, was wir allerdings auf Grund des üppigen Preises von 120 Kronen pro Person ausließen. Dafür besuchten wir lieber den dazugehörigen Gletscher, der nur wenige Kilometer neben der Straße liegt. Dieser und der folgende Gletscher sind eigentlich nur zwei kleine Gletscherzungen des Jostedalgletschers, dem größten Gletscher Europas – Prädikat sehr sehenswert. In allen Blautönen präsentiert sich das Eis, das hart wie Stein ist und dabei so glänzt wie Glas.
Im folgenden Regenwetter fuhren wir am Rand des Nationalparks Jostedalsbreen entlang und genossen immer wieder Aussichten oder gingen zwischendurch Einkäufe erledigen. Alleine durch das ständige Anhalten für Fotoaufnahmen der grandiosen Landschaften waren wir so langsam, dass aus den vom Navi angekündigten 3 Stunden locker das Dreifache wurde. Aber das war gar nicht schlimm. Wir hatten ja Zeit. Wir fuhren gemütlich durch ewig lange und dunkle Tunnel und kamen in der Landschaft des Geirangerfjords aus, wo wir n Gebirgsseen kleine Eisberge sehen und flache Eisschollen und fuhren kurz darauf 1.000 Höhenmeter hinab. Dabei durchquerten wir einige Haarnadelkurven des Geiranger Trollstigen, der nicht mit dem berühmten Trollstigen zu verwechseln ist, der erst später kommen wird.

 

Fantastische Aussichten machten diesen Tag zu einem schönen Tag, obwohl das Wetter nicht so recht mitspielen wollte. In dem kleinen Ort Geiranger fuhren wir am völlig überfüllten Campingplatz vorbei und suchten uns in einer Straße am Fjord einen kleinen Stellplatz, so wie viele andere auch. Kurz gesagt: Der Ort ist total überlaufen und zahlreiche Reisebusse stehen dicht an dicht. Das einzige, was noch fehlte, waren die berühmten Kreuzfahrtschiffe. Eines davon hatten wir bereits am Nachmittag in einem anderen Fjord gesehen. Mal schauen, ob wir morgen noch eines sehen werden.

 

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2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hi , schöne Aufnahmen und tolle Fotos !

    Wir wollen Juni , Juli fahren !
    Schöne Grüße aus Filzmoos
    im Salzburgerlandl !

    Hermi und Lorenz
    Graf

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