Zu den Orten, die man im Thüringer Wald unbedingt gesehen haben sollte, gehört der Große Beerberg auf jeden Fall dazu. Er ist 982 Meter hoch und damit die höchste natürliche Erhebung des Thüringer Waldes. Das macht den Großen Beerberg zu einem der 16 Summits, wie die höchsten Punkte eines jeden Bundeslandes auf Neudeutsch genannt werden und die man im Laufe einer Deutschlandreise erobern kann.

Hinweis: Der Inhalt dieses Blog-Artikels stammt aus meinem nicht mehr erhältlichen Reiseführer mit dem Titel „111 Orte im Thüringer Wald die man gesehen haben muss„.
Immerhin steht er auf dieser Liste in Sachen Höhe an fünfter Position. Vor ihm befinden sich nur die bayerische Zugspitze, der Feldberg in Baden-Württemberg sowie der sächsische Fichtelberg und natürlich der Brocken im Harz. Letzterer kann übrigens bei guter Sicht vom Thüringer Wald aus gesehen werden. Bei den 16 Summits steht der Große Beerberg auf Platz 1, wenn man nur die Berge berücksichtigt, die niedriger als 1000 Meter sind.
Der höchste Punkt des Landes
Denn der Wurmberg in Niedersachsen, direkt neben dem Brocken im Harz, ist elf Meter kleiner, und die Wasserkuppe in der hessischen Rhön bringt es nur auf 950 Meter. Der Vollständigkeit halber sei gesagt, dass auf fast allen anderen der 16 Summits ein Gipfelkreuz steht – sogar in Hamburg. Das vermeintlich flache Bundesland bringt es mit dem Hasselbrack immerhin auf eine Höhe von 116 Metern. Nur der höchste Punkt von Bremen liegt mit 32 Metern achtlos in einer städtischen Grünanlage.

15 dieser Gipfel lassen sich, mal bequem, mal mühsam, zu Fuß erreichen – selbst die Zugspitze als höchster Berg Deutschlands. Doch ausgerechnet die Spitze des Großen Beerbergs darf nicht betreten werden. Denn dort befindet sich eines der letzten Hochmoore des Thüringer Waldes, das als Teil eines Biosphärenreservates folgerichtig geschützt ist. Man muss ja auch nicht überall hin. Als kleine Entschädigung für den entgangenen Gipfelpunkt wartet aber dafür etwas unterhalb der Kuppe die Plattform Plänckners Aussicht. Mit einem wunderbaren Weitblick in Richtung Westen belohnt sie alle Wanderer und gilt damit als das Ersatzziel aller Gipfeltouristen.

Hier schreibt Reisejournalist Michael Moll.
Ich bin Autor von mehr als 120 Reiseführern, unter anderem beim National Geographic, und erstelle Artikel in Fachzeitschriften. Außerdem bin ich Betreiber und Besitzer des Wohnmobilstellplatzes am Barockschloss in Nordkirchen im südlichen Münsterland.
Bundesweit halte ich Multimedia-Präsentationen über verschiedene Reisethemen und zu guter Letzt konnte ich einen Fahrradweltrekord für das Guinnessbuch der Rekorde aufstellen.
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