Michael Moll mit Pinguin

Pinguine in Punta Tombo in Argentinien

Es ist schon lange her, dass ich die Pinguine in Punta Tombo besucht habe. Als wir damals mit dem Frachtschiff nach Südamerika fuhren, durchquerten wir im Anschluss ganz Argentinien von Nord nach Süd.

Magellanpinguin

Magellanpinguin

Wir fuhren mit dem Fahrrad, mit Überlandbussen und mit mehreren Mietwagen durch ganz Argentinien und waren immer auf der Suche nach Magellanpinguinen. Immer wieder bekamen wir Tipps, wo man Pinguine sehen könnte. Das ist natürlich alles von der Jahreszeit abhängig und wir waren ein wenig zu früh vor Ort.

Pinguin auf dem Weg

Pinguin auf dem Weg

Daher folgten wir den Tipps der Einheimischen und der örtlichen Tourismusbüros. Wir fuhren nach Ushuaia, ganz im Süden in Feuerland und wir versuchten unser Glück auch bei Puerto Deseado und einigen anderen Orten an der Atlantikküste. Doch alles war vergebens. Bis wir schließlich nach Punta Tombo fuhren.

Nach langer Suche Pinguine gefunden

Punta Tombo ist ein Schutzreservat und befindet sich ungefähr auf halber Strecke zwischen Puerto Madryn und Comodoro Rivadavia in der argentinischen Provinz Chubut. Wir starteten von Puerto Madryn aus, wo wir übernachteten und von wo aus wir auch schon unser Glück auf der Halbinsel Valdés versuchten. Doch dort sehen wir Wale, Seelöwen, Guanacos und auch ein Gürteltier, aber eben keine Pinguine.

Pinguin von unten

Pinguin von unten

In Punta Tombo befindet sich jedoch das größte Brutgebiet von Magellanpinguinen. Weil wir so lange suchten, war mittlerweile auch die Zeit fortgeschritten und unsere Chancen wurden gleich besser. Denn die Pinguine kommen erst ab September so langsam an diesen kleinen Küstenabschnitt.

Pinguin

Pinguin

Dort suchen sie dann „ihre“ Nistlöcher und kümmern sich bis zum folgenden April um ihren Nachwuchs. Ich habe das ein wenig mit einem Campingplatz verglichen, denn jedes Pinguinpärchen hatte eine eigene Parzelle und es war in dem Reservat richtig was los. Dabei waren wir eigentlich immer noch zu früh. Denn bei unserem Aufenthalt waren es vielleicht einige hundert Magellanpinguine – wenn überhaupt. Und die Anzahl der brütenden Pärchen steigt im Laufe des Sommers auf der Südhalbkugel deutlich an.

Pinguine in Punta Tombo

Pinguine in Punta Tombo

Magellanpinguine in Punta Tombo

Es gibt einen kurzen Spazierweg durch das Naturreservat Punta Tombo, den man natürlich nicht zu verlassen hat. Das gilt aber nicht für die Pinguine. Diese laufen nämlich kreuz und quer durch das Gebiet und lassen sich nicht davon abhalten zu ihrem Gelege zu watscheln. Die Absperrung des Wegs ist hoch genug, sodass sie drunter her laufen können, während die menschlichen Besucher einfach auf dem Weg bleiben.

Pinguine

Pinguine in Punta Tombo

Für mich war der Aufenthalt ein wahres Fest. Ich liebe Pinguine (ich meine, wer mag schon keine Pinguine?), deswegen habe ich ja auch immer Pingu bei mir. Daher habe mich wahnsinnig darüber gefreut, Pinguinen in freier Wildbahn begegnen zu können. Hätte ich damals kaum für möglich gehalten, da ich nicht fliege und Ziele wie Patagonien für mich mit einem riesigen Zeitaufwand verbunden sind. Aber egal, geschafft und gelohnt hat es sich auch.

Punta Tombo

Punta Tombo

Sie nisten direkt an der Küste

Sie nisten direkt an der Küste

Schreibe einen Kommentar


Kleine Rechenaufgabe Die Zeit für die Eingabe ist abgelaufen. Bitte aktivieren Sie das Captcha erneut.

Mehr in Blog, Tiere unterwegs, Weltweit
Sanddünen
Die Dünen von Coral Pink Sand Dunes

Bei den Coral Pink Sand Dunes handelt es sich um einen State Park im südlichen Teil des US-amerikanischen Bundesstaats Utah....

Schließen