Zugang zum Epcot-Park

Rundgang durch den Epcot-Park in Disneyworld

Der Epcot-Park im Walt Disney World Resort in Florida stand schon sehr lange auf der Liste mit den Dingen, die ich besuchen wollte. Eigentlich schon zu einem Zeitpunkt, an dem ich noch nicht wusste, dass ich mal eines Tages viel verreisen würde. Zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht einmal, dass ich jemals in die USA reisen würde.

Spaceship Earth

Spaceship Earth

Ich war nämlich noch ein Kind, als ich in einem Micky Maus-Heft ein Bild von dieser glitzernden silbernen Kugel sah, von der ich überhaupt nicht wusste, um was es sich dabei handelt. Das blieb auch lange Zeit so, nämlich genau bis zu dem Tag, als ich sie besuchte. Ich wusste nur, dass es etwas Futuristisches ist.

Micky Maus

Micky Maus

Und futuristisch wirkte die Kugel damals beim Lesen des Micky Maus-Heftes genauso wie noch heute beim Besuch des Epcot-Parks. Der Epcot-Park ist einer der verschiedenen Freizeitparks, die den Mittelpunkt des Walt Disney World Resort bilden. Den Hauptpark namens Magic Kingdom Park hatte ich bereits ausführlich beschrieben.

Abfahrt mit dem Shuttlebus

Abfahrt mit dem Shuttlebus

Toller Aufenthalt im Epcot-Park

Beide Parks liegen knappe fünfeinhalb Kilometer auseinander. Dabei sind diese beiden Parks, streng genommen, direkt benachbart. Aber es sind eben die USA und da ist alles ein wenig größer. So war es für uns natürlich auch keine Frage, dass wir die Strecke vom Hotel zum Park mit dem Shuttlebus zurücklegten. Mit dem eigenen Auto zu fahren wäre absoluter Quatsch gewesen. Und zum Laufen ist es einfach zu weit. Denn man läuft im Epcot-Park natürlich noch mehr als genug. Nur mal so zur Größenordnung: Unser Hotel war weitere fünf Kilometer vom Eingang des Epcot-Parks entfernt.

Auf Bootstour zu Donald

Auf Bootstour zu Donald

Was uns bei der Ankunft sofort auffiel, war, dass es deutlich entspannter und ruhiger zuging als im Magic Kingdom Park. Allerdings waren wir, wie wir erst kurz darauf feststellten, viel zu früh dort. Wir waren eine der ersten Besucher an dem Tag, was ein wenig nachteilig war, weil noch gar nicht alles innerhalb des Parks geöffnet hatte.

Japanischer Torii

Japanischer Torii

Das Herzstück des Parks ist ein See, der bei einem gemütlichen Bummel umrundet werden kann. Am Ufer des Sees befinden sich verschiedene Bereiche, die Regionen dieser Welt zeigen. So gibt es zum Beispiel einen japanischen Pavillon mit dem berühmten Torii und diversen Einkaufsmöglichkeiten japanischer Produkt und Speisen.

Weltregionen im Epcot-Park

Es war ganz witzig, die verschiedenen Pavillons, Bereiche und Nachbauten berühmter Bauwerke zu sehen. Denn einen Großteil der im Epcot-Park dargestellten Berühmtheiten kannten wir natürlich im Original. Da wäre zum Beispiel der Campanile aus Venedig, der Himmelstempel aus Peking, eine norwegische Stabkirche mit skandinavischen Runensteinen und nordeuropäischen Puffins sowie das französische Viertel und ein britisches Viertel, das ein wenig an Windsor Castle erinnert.

Das Besondere dabei ist die Größe der Nachbauten. Wir reden hier nämlich nicht von kleinen Modellen wie zum Beispiel im Legoland, sondern von Gebäuden, die den Originalen fast sehr nahe kommen und zum Teil betreten werden können. Manchmal war ich mir gar nicht sicher, ob das nicht sogar die Originalgröße sein könnte, wie zum Beispiel bei der Stabkirche aus Norwegen.

Puffin

Puffin

Norwegische Stabkirche in Florida

Norwegische Stabkirche in Florida

Campanile

Campanile

In jedem Bereich gab es dann passend dazu zahlreiche Deko-Elemente im dazugehörigen Stil, Souvenirs und Speisemöglichkeiten. Allerdings darf man da nicht nach den Preisen fragen. Eine typische deutsche Tafel Schokolade kostete im deutschen Pavillon rund 5 Euro. Und sie wurde gekauft. Zwar nicht von uns, aber sie fand ihre Abnehmer.

Deutscher Pavillon

Deutscher Pavillon

Besuch im deutschen Pavillon

Der deutsche Pavillon erweckte natürlich unser Aufsehen, weil wir wissen wollten, was den Besuchern dort geboten wird. Abgesehen von überteuerten Lebensmitteln gab es malerische Gebäude, die ein wenig an Märchen erinnerten. Darin enthalten waren zahlreiche Bierkrüge, T-Shirts mit entsprechenden Aufdrucken und Souvenirs von Bayern München und Borussia Dortmund.

Vor dem deutschen Bereich hat man dann doch noch eine kleine Miniaturanlage aufgebaut. Dort wurde Deutschland im Rahmen einer Modellbauanlage dargestellt. Es war nicht wirklich groß und es war auch nicht wirklich realistisch. Vielmehr wurde hier so einiges zusammengewürfelt. Eine Zechenbahn aus dem Ruhrgebiet zog Passagier-Waggons von der Öchlse-Bahn in Baden-Württemberg. Dem Amerikaner ist es wohl egal. Hauptsache malerisch. Andererseits würde bei uns auch so einiges zusammengewürfelt, wenn wir die USA darstellen wollen würden.

Die Ratte Rémy von Pixar

Die Ratte Rémy von Pixar

Natürlich haben wir versucht, so viele Dinge wie möglich zu erleben und zu sehen. So waren wir zum Beispiel im kanadischen Pavillon und schauten uns dort den 360°-Film an. Er machte Appetit auf das Nachbarland. Sehr niedlich fand ich, dass immer wieder zwischen den einzelnen Attraktion die kleine Ratte Rémy aus dem Pixar-Film Ratatouille zu sehen war. Ganz liebevoll war sie als Figur aufgestellt und schien die vorbeiziehenden Besucher zu grüßen oder zu beobachten. Den Gedanken, jede einzelne unterschiedliche Ratte zu fotografieren, verwarf ich aber ganz schnell. Der Park ist einfach zu groß, um jedes einzelne Detail zu sehen bzw. zu finden.

Micky und ich

Micky und ich

Treffen mit den Disney-Figuren

Aber eines darf man natürlich nicht verpassen und vergessen: Wir befinden uns in einem Freizeitpark von Walt Disney. Standesgemäß muss man hier also auch mal eine der berühmten Figuren treffen. Und das taten wir auch. Dafür nahmen wir uns sogar lange Zeit und stellten uns brav in die Reihe der Besucher, die sich ebenfalls mit den Berühmtheiten ablichten lassen wollten.

Treffen mit Donald Duck

Treffen mit Donald Duck

High Five mit Goofy

High Five mit Goofy

 

Donald Duck hatte sichtlich viel Spaß daran, dass ich ein T-Shirt mit Donald-Aufdruck trug. Goofy tat zunächst entsetzt. Er wollte mir wohl mitteilen, dass ein T-Shirt mit Goofy viel besser sei. Später gab es aber dann doch ein High Five mit ihm. Und Micky ist diplomatisch wie eh und je gewesen und ließ sich mit mir ablichten. Minnie Maus war auch anwesend. Doch hier gab ich Moni den Vortritt. Immerhin hatte sie die ganzen Tage über Minnie-Ohren im Haar und hat sich auch an diesem Tag wieder beim Face-Painting geduldig im Gesicht bemalen lassen.

Mission Space

Mission Space

Zum Abschluss in das Spaceship Earth

Zwischen dem See und dem nördlich davon gelegenen Haupteingang gibt es das Future World. Das ist der Bereich, den man als Erstes betritt bzw. durchquert wenn man zum See und den verschiedenen Pavillons geht. Hier gibt es verschiedene Attraktionen und Fahrgeschäfte. So kann man zum Beispiel auf Tauchstation gehen und bei „Findet Nemo“ mitfahren.

Sogar Gullydeckel mit Micky-Ohren

Sogar Gullydeckel mit Micky-Ohren

Wir haben bei Weitem nicht alles geschafft, was man sich hätte ansehen können. Was wir uns aber auf jeden Fall nicht entgehen ließen, war der Besuch vom Spaceship Earth. Alleine die Fahrt in dieser silbern glänzenden Kugel dauert rund eine Viertelstunde. Allerdings hatten wir Glück und die Wartezeit war zu dem Zeitpunkt relativ kurz.

Die Monorailbahn vom Epcot-Park

Die Monorailbahn vom Epcot-Park

Den Epcot-Park verließen wir am frühen Abend aber nicht mit dem Shuttlebus, sondern wir benutzten die Monorailbahn. Auch diese hatte ich damals im Micky-Maus-Heft gesehen und fand sie als Kind total spannend und futuristisch. Und genau das soll sie ja auch sein. Mit dieser Bahn fuhren wir dann zum Haupteingang vom Magic Kingdom, wo wir in den Bus stiegen und weiter zu Disney Springs fuhren. Erst später sahen wir, dass Disney Springs und der Epcot-Park gar nicht so weit voneinander entfernt waren – bloß drei Kilometer. Das ist für amerikanische Verhältnisse ja nichts. Dennoch wären wir das nicht gelaufen, wir waren an dem Tag ohnehin schon ziemlich fix und fertig.

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