Hardware

Von Joomla zu WordPress – oder: Aus 2 mach 1

Lange war ich still und habe hier nichts mehr geschrieben. Trotzdem tat sich hier was. Und zwar im Hintergrund. Wer meine Seiten kennt, der weiß, dass sich hier mindestens optisch einiges verändert hat. Aber nicht nur das. Auch die Technik ist eine andere. Doch der Reihe nach:

Diese Webseite im Jahr 2001

Diese Webseite im Jahr 2001

Wie ich bereits im Geburtstagsrückblick erwähnte, ging diese Seite schon im Jahr 2000 ans Netz. Damals noch mit dem Programm NetObjects Fusion. Über Jahre erstellte ich von Version 4 bis Version 12 meine Reiseberichte mit dieser Software. Für eine kleine HTML-Seite sicherlich hilfreich. Doch im Laufe der Jahre wachsen natürlich die Ansprüche und es wuchsen auch meine Reisen. Ich hatte einfach keine Zeit und auch keine Lust mehr, mich mit einer Software zu befassen, bei der ich auf gar keinen Fall versehentlich eine Tabelle verschiebe oder eine falsche Pixel-Größe angebe. Ich wollte nicht mehr an einer

Webseite „basteln“ oder mich überwiegend um Optik bzw. Technik kümmern müssen, sondern sie mit Inhalt bestücken. Jeden Link, jede Unterseite komplett neu schreiben? Nein, das musste doch auch einfacher gehen. Ich befasste mich zum ersten Mal mit einem CMS – und zwar erst Anfang 2013.

Damals hatte ich noch molls-reiseblog als selbstgehostetes WordPress (.org) laufen, doch mir erschien WordPress nicht tauglich für die „großen“ Reiseberichte. Also schaute ich mir Typo3 an, was ich schon nach kurzer Zeit beiseite legte. Viel zu mächtig und unübersichtlich. Ungefähr dazwischen liegt Joomla und das schien die richtige Wahl zu sein. Also hatte ich seit Januar 2013 eine Webseite mit umfangreichen Reiseberichten, der Aufstellung meiner Reiseführer, Reisevorträge usw. auf Joomla und einen Blog „für zwischendurch“ auf WordPress.

Diese Webseite im Jahr 2014 unter Joomla

Diese Webseite im Jahr 2014 unter Joomla

Nicht erst Ende des Jahres kam ich zu der Erkenntnis, dass diese doppelte Arbeit einfach nur lästig ist. Auch vorher schon ärgerte ich mich zeitweise über Joomla, das mir so langsam auf die Nerven ging. Extensions hier, Module dort und die Ladezeit der Seite litt sehr. Als nun im letzten Dezember WordPress mit der Version 3.8 erschien und ich nicht nur meinen Blog aktualisierte, sondern innerhalb von zwei Tagen mal eben einen Blog für Pingu aufsetzte, war mir klar, dass ich mit Joomla eine falsche Wahl getroffen hatte.

Auch fand ich die Update-Politik von Joomla – um es vorsichtig auszudrücken – seltsam. Ich arbeitete unter Joomla 2.5. Das nächste Update sollte erst mit 3.5 kommen. Denn die Versionen, die auf Punkt-Fünf enden haben den Langzeitsupport von zwei Jahren und sollten besser von Punkt-Fünf zu Punkt-Fünf aktualisiert werden. Die Versionen zwischendurch würden deutlich kürzer unterstützt. Das bedeutete, es war zuletzt schon Version 3.2 erschienen und man empfahl trotzdem, bei der Version 2.5 zu bleiben. Für jemanden wie mich, der einfach nur Inhalte ins Netz stellen will, irgendwie unverständlich.

So kam es also, dass ich mich entschied, ab sofort alles nur noch als selbstgehostestes WordPress zu verarbeiten. Doch die Frage lautete nur: Wie soll ich nun den Blog und die Webseite zusammenfügen?

Zunächst einmal richtete ich lokal mit Xampp einen virtuellen Server auf meinen Rechner ein. Dort legte ich eine neue Datenbank an und eine ganz frische WordPress-Installation. Das einzige, was ich ich in dieser jungfräulichen WordPress-Seite machte, war, das Plugin FG Joomla to WordPress Premium zu installieren. Hier gönnte ich mir die Premium-Version für 30 Euro, da ich natürlich sämtliche URLs aus der Webseite erhalten lassen wollte. Denn das Problem wäre, dass Reisebericht xy nicht mehr unter der selben URL aufgerufen werden könnte.

Screenshot

Screenshot

Das Plugin tat seinen Dienst und es funktionierte alles einwandfrei. Als nächstes installierte ich das Plugin WordPress Importer, mit dem ich sämtliche bestehenden Beiträge aus dem alten Blog importieren konnte. Auch das funktionierte tadellos. Nun hatte ich schon innerhalb weniger Minuten beide Webseiten zusammengefügt. Klar, einige Anpassungen hier, einige Änderungen dort. Aber im Großen und Ganzen konnte ich mich nun mit einem Theme beschäftigen. Das einzige, warum es mit der kompletten Arbeit wirklich so viele Wochen gedauert hat, ist folgende Tatsache:

Bei Joomla präsentierte ich meine Bilder in der Sige-Gallery. Die kennt WordPress natürlich nicht. Also musste ich sämtliche Bilder in neue Galerien einfügen UND sie neu beschriften. Die Rede ist von mittlerweile über 13.000 Bildern, die sich auf www.dieweltenbummler.de befinden. Und das dauert. Als das dann getan war, konnte ich die gesamten Daten und Dateien auf den Server bei meinem Provider übertragen, nochmals kleinere Anpassungen vornehmen und das war es dann schon.

Zugegeben, es existieren immer noch ein paar Fehler, weil ich unter anderem zukünftig auf verschiedene Plugins verzichten will. Aber das arbeite ich in den nächsten Tagen alles ab. Und dann kann ich mich endlich wieder mehr auf den Inhalt konzentrieren, Bilder zeigen und Reiseberichte schreiben, von Wandererlebnissen erzählen und so weiter.

Kurz gesagt: Die einfache Handhabung von WordPress hat mich überzeugt und bietet mir genau das, was ich will. Nun habe ich alles unter einem Dach und präsentiere alles (hoffentlich) übersichlicher von einer einzigen Startseite aus. In diesem Sinne: Bye bye Joomla, hallo WordPress.

Übrigens: Einen optischen Verlauf meiner Webseite und wie sie sich in den letzten fast 14 Jahren veränderte, sieht man im Archiv.

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