Krötentransport

Hilfe bei der Krötenwanderung

Es ist wieder soweit: Im Frühjahr ziehen die Erdkröten, Frösche und Molche los, um zu ihren Laichplätzen zu gelangen. Dummerweise müssen sie dabei oft Straßen überqueren und in den meisten Fällen erreichen die Kröten ihr Ziel auf der anderen Straßenseite dadurch nicht. Um den Kröten dennoch ein gefahrloses Überqueren der Straße zu ermöglichen, stellt der NABU Schutzzäune auf, die die Kröten aufhalten.
Damit bleiben die Kröten auf der sicheren Seite der Straße, wandern ein wenig am Zaun entlang und fallen in kleine Eimer, die in den Boden eingelassen wurden. Jetzt müssen nur noch ein paar ehrenamtliche Helfer kommen, die Kröten einsammeln und sie auf die andere Straßenseite transportieren, wo sie dann gleich weiterziehen.

Das habe ich in diesem Jahr wieder getan. Schon im letzten Jahr berichtete ich ja davon, wie wir als Krötentaxi bei der Krötenwanderung halfen. Leider gab es damals an den Abenden, an denen wir helfen konnten, nur eine einzige Kröte zu retten. Denn die Kröten wandern nur bei entsprechender Witterung. Ist es zu kalt, dann hat man wenig Chancen, Kröten bei der Wanderung zu helfen. Und so war es ja auch in den Tagen bis Ostern, sodass wir bei unserem ersten Einsatz in diesem Jahr wieder mal ins Leere griffen – keine Kröten.

Doch am vergangenen Donnerstag war es warm, der Frühling hielt Einzug und die Kröten zogen los. Eine Kröte war sogar schon auf dem Rückweg, was ein wenig schlecht ist, da die Fahrbahn auf der anderen Straßenseite nicht durch einen Zaun abgesichert ist. So konnten wir die Kröte gerade noch davon abhalten, den Asphalt zu erreichen und auf die sichere Seite bringen. Und genau dort warteten bereits 45 Kröten und ein kleiner Molch darauf, zu ihrem Teich zu gelangen.

Also schritten wir den gesamten Zaun ab und sammelten die kleinen Kröten ein, um sie schließlich in sicherer Entfernung zur Straße wieder aussetzen zu können.
Es hat uns richtig gefreut, nicht nur diese kleinen Amphibien zu sehen, sondern eben auch zu wissen, dass man mit dieser kleinen und einfachen Aktion Leben retten kann.

Apropos Leben retten: Wer keine Zeit hat, bei einer Krötenwanderung aktiv zu helfen, der kann aber auch seinen Beitrag leisten. Und zwar als Autofahrer. Wenn ihr also in den Abendstunden an Schutzzäunen vorbeifahrt und seht, dass dort Menschen mit Warnweste und Taschenlampe am Straßenrand agieren, dann wäre ein kurzer Tritt auf die Bremse schön. Danke!

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: Bald wandern keine Kröten mehr | Die Weltenbummler

Schreibe einen Kommentar


Kleine Rechenaufgabe Die Zeit für die Eingabe ist abgelaufen. Bitte aktivieren Sie das Captcha erneut.

Mehr in Blog, Tiere unterwegs
10 Jahre Reisebuchautor

Heute vor zehn Jahren meldete ich meine Tätigkeit als Hauptberuf beim Finanzamt an. Zeit für einen kleinen statistischen Rückblick, um...

Schließen