Eingang als Jukebox

Das Peggy Sues-Diner an der Route 66

Wer mit dem Auto oder dem Wohnmobil zwischen Las Vegas in Nevada und Los Angeles in Kalifornien unterwegs ist, der wird kaum umhin kommen, die Interstate 15 zu benutzen. Dabei kommt man automatisch an der Stadt Barstow vorbei. Bereits viele Meilen vor Barstow werben große Plakate und Hinweistafeln für ein echtes, klassisches Diner – das Peggy Sue’s.

Elvis darf nicht fehlen

Elvis darf nicht fehlen

Auch wir sahen diese Plakate, als wir auf unserem Roadtrip durch die USA fuhren und gerade von Las Vegas kamen. Weil wir ohnehin etwas essen wollten, traf es sich ganz gut, mal so einen typisch amerikanischen Diner der 1950er-Jahre aufzusuchen. Er befindet sich in dem traurig wirkenden Örtchen Yermo, östlich von Barstow und unweit der legendären Route 66.

Peggy-Sues Diner

Peggy-Sues Diner

Zu verfehlen ist es dort nicht, denn das Eingangsportal ist einer farbenfrohen Jukebox nachempfunden und dadurch mehr als auffällig. Allerdings ist das Diner nicht so eines, wo man nach dem Betreten direkt vor der Theke steht, während sich rechts und links die Sitzgruppen an großen Fensterscheiben befinden.

Eingang als Jukebox

Eingang als Jukebox

Das Peggy Sue’s Diner ist etwas anders aufgebaut und lebt nicht von der Gastronomie alleine. Betritt man das Gebäude, so kann man nach links in einen großen Krimskrams-Laden hineingehen. Zahlreiche Andenken und Nippes werden hier angeboten, die von kleinen Route-66-Pins bis hin zu Keksdosen reichen, die die Form von Mr. Spock haben. Kurzum: Man kann allerhand Schnickschnack kaufen, der für Sammler sicherlich von Interesse ist. Aber in den meisten Haushalten werden diese Utensilien sicherlich nicht dringend benötigt. Trotzdem nett.

Typischer Diner mit Theke

Typischer Diner mit Theke

Auf der anderen Seite des Eingang befindet sich der Zugang zum Diner. Hier sieht es genauso aus, wie man sich ein Diner der 50er-Jahre vorstellt. Auf der linken Seite erstreckt sich die Theke mit fest installierten Hockern, während gleich gegenüber die aus Leder bestehenden Sitzgruppen darauf warten, von den Gästen eingenommen zu werden.

Blues Brothers

Blues Brothers

Dieser Bereich ist allerdings relativ überschaubar und wir waren im ersten Augenblick nicht sicher, ob wir weiter gehen sollten. Denn alle Plätze waren belegt und es war halt klein. Doch einer der Gäste zeigte uns, dass es hinter diesem Diner-Bereich noch weiter in das Restaurant hinein geht. Einmal hinter der Theke nach links und schon waren wir in einem zweiten Raum. Gleich darauf folgte der dritte Speisesaal. Diese beiden Räume hatten zwar nicht die typische Optik mit Theke großen Fenstern, doch sie beherbergten ebenfalls zahlreiche Deko-Elemente, mit denen an die 50er-Jahre erinnert werden sollte. So durften die Blues Brothers genauso wenig fehlen wie der Gitarre spielende Elvis Presley.

Diner im 50er-Stil

Diner im 50er-Stil

Auch die Bedienung war im Stil der 50er gestylt und zudem überaus freundlich. Die junge Dame erklärte uns ganz geduldig die Karte und gab uns Empfehlungen. Ganz klassisch entschied ich mich hier für einen typischen Burger mit Pommes und allem, was so dazu gehört. Und ich muss zugeben, dass ich nicht enttäuscht wurde. Wir haben beide sehr gut gegessen. Zwar saßen wir nicht an so einem üblichen Fenstertisch, sondern im dritten Raum an einer Wand. Aber das machte überhaupt nichts. Die Atmosphäre war prima und das Essen hat echt gut geschmeckt.

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