Autopanne mit dem Wohnmobil

Autopanne mit dem Wohnmobil in England

Eine Autopanne ist immer ein blöde Sache. Meistens ist sie mit Kosten verbunden und immer kommt sie zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Denn um eine Autopanne zu erleben, muss man ja unterwegs gewesen sein. Sprich: Die Fahrt ist zwangsweise unterbrochen. Ich hatte schon viele Pannen in den letzten Jahren erlebt, zum Beispiel damals als ich durch einen Zwangsaufenthalt die Stadt Görlitz näher kennen lernen durfte oder bei der selbstverschuldeten Autopanne im Bärengebiet, wo ich nur durch Hilfe wieder aus einem Schlammloch gezogen werden konnte. Weiter auflisten könnte ich das mit dem Bremsversagen in Spanien, einen Zahnriemenriss in Polen, einer Reifenpanne im Weserbergland und einem defekten VW-Bus in Norwegen. Bei all diesen Vorfällen konnte ich mich immer darauf verlassen, dass mir ADAC hilft.

Wohnmobilstellplatz Canterbury

Wohnmobilstellplatz Canterbury

So auch auf meiner Wohnmobilreise durch England. Rund 7.000 Kilometer sind wir durch Großbritannien gefahren, quälten uns durch enge Straßen, erreichten immer pünktlich die Fähren und verbrachten unsere letzte Nacht auf dem Wohnmobilstellplatz in Canterbury. Für uns hatte sich der Stellplatz in Canterbury als Übernachtungsplatz für die erste oder letzte Nacht auf der britischen Insel bewährt. Liegt er doch nur 20 Minuten vom Fährterminal in Dover entfernt.

Kathedrale von Canterbury

Kathedrale von Canterbury

Morgens wollten wir den Platz verlassen und Moni war gerade dabei mich aus der Parklücke zu winken, als es passierte. Wir hatten Blickkontakt durch den rechten Rückspiegel und ich schlug langsam das Lenkrad ein als es einen ploppenden Knall gab und sich das Lenkrad nicht weiter drehen ließ. Beide hatten wir dieses seltsame und unbekannte Geräusch deutlich gehört, sowohl Moni draußen als auch ich innen.

Autopanne mit dem Wohnmobil

Autopanne mit dem Wohnmobil

Auch ein Blick in den Motorraum brachte uns nicht viel weiter. Wir sahen da zwar einen Schaden, aber was das da war, was da kaputt herunter hing, erfuhren wir erst später. Ziemlich entspannt riefen wir den ADAC an und gaben der Mitarbeiterin unseren Standort durch. Anschließend setzten wir uns in den Wohnraum und warteten einfach mal ab. Es verging einige Zeit, bis ein Rückruf erfolgte. Am anderen Ende war eine Werkstatt in Dover, wo man jemanden losschicken wollte. Wir mussten allerdings erklären, dass wir nicht in Dover, sondern in Canterbury waren. Hier gab es ein Missverständnis, denn der Stellplatz befindet sich zwar in der Old Dover Road, aber eben in einer anderen Stadt.

Pannenfahrzeug

Pannenfahrzeug

Das war aber kein Problem, so wurde eben eine Werkstatt benachrichtigt und es kam erst ein gewöhnliches Pannenfahrzeug. Der nette Mann konnte uns allerdings nur bedingt weiterhelfen. Immerhin fand er das Problem heraus. Es war die Riemenscheibe, die sich von uns verabschiedete. Auf Englisch heißt sie Puley. Er organisierte einen Abschleppwagen und sogleich auch einen Termin in einer örtlichen Werkstatt.

Old Dover Road in Canterbury

Old Dover Road in Canterbury

Nur kurze Zeit, nachdem er uns wieder auf dem Parkplatz alleine zurückließ, kam auch schon der Abschlepper. Dieser brachte uns zur Werkstatt am Rande der Stadt. Dort wiederum war man bereits schon auf uns vorbereitet und hatte in weiser Voraussicht auch die notwenigen Ersatzteile bestellt. Man teilte uns mit, dass sie gegen 14 Uhr kommen sollten und wir rund eine Stunde später unser Wohnmobil wieder haben könnten.

Ab auf den Abschlepper

Ab auf den Abschlepper

Das Ganze war zwar eine ungeplante und teure Geldausgabe, doch immerhin ging der Ablauf völlig reibungslos über die Bühne. Wir konnten noch am selben Nachmittag die britische Insel verlassen und verbrachten die nächste Nacht schon in der Niederlande. Wenn man also eine Autopanne hat, ist sie zwar immer unwillkommen, aber in der Regel lässt sie sich immer lösen. Von Vorteil ist auf jeden Fall die Mitgliedschaft in einem Automobilclub.

Wohnmobil auf dem Abschleppwagen

Wohnmobil auf dem Abschleppwagen

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Michael,
    das sind ja durchweg gute und positive Erfahrungen, die ihr da gesammelt habt. Ich habe vor Kurzem auch meine Mitgliedschaft im ADAC erst erweitert bzw. neudeutsch upgegradet. Und bin jetzt Plus-Mitglied. Ich hoffe das beschert auch uns sorglose Nächte im Camper.
    Beste Grüße!
    Mario

    • Hallo Mario,

      die sorglosen Nächte könnt ihr dadurch haben. Vor Pannen ist man nie sicher, aber wenigstens wird euch dadurch nur durch einen Anruf in der Regel sehr gut geholfen. Nie wieder ohne (habe sie schon so oft benötigt…).
      Viele Grüße
      Michael

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