Wohnmobilstellplatz Mörsdorf

2017 – Kurzausflug mit dem Wohnmobil an die Mosel

Es sollte ein komplettes Wochenende werden, doch bisher war bei solchen Plänen in diesem Jahr der Wurm drin. Auf der Wohnmobiltour an den Niederrhein und den beiden Touren in den Harz machte uns das Wetter den Aufenthalt madig, sodass wir den letzten Tag der Reise bereits zu Hause verbrachten. Auch auf der Fahrt mit dem Wohnmobil ins Bergische Land waren wir früher daheim als geplant, denn wir hatten unsere Arbeit am neuen Reiseführer bereits fertig und da das Bergische Land gleich vor unserer Haustür liegt, zog es uns eben wieder nach Hause.

Moseltal

Moseltal

Doch dieses Mal, auf der Fahrt mit dem Wohnmobil an die Mosel sollte alles anders sein. Denn am letzten Tag mussten wir dort bleiben, weil wir am frühen Sonntagmorgen einen Termin bei RPR1 hatten. Dort fand eine Interview-Aufzeichnung mit Reiner Meutsch für seine Sendung „Mein Abenteuer“ statt. Daher planten wir, am Sonntag im Hunsrück zu übernachten und morgens nach dem Interview in Koblenz wieder in Richtung Heimat zu fahren.

Gipfelkreuz des Calmont

Gipfelkreuz des Calmont

Doch trotzdem war dieses Wochenende wieder einmal deutlich verkürzt. Denn anstatt, wie geplant, am Freitag loszufahren, starteten wir erst am Samstag in der Früh. Der Grund war doof, aber er bestand aus Unlust. Für uns stand fest, wo wir die zweite Nacht verbringen würden, aber eben nicht, wo wir die erste Nacht schlafen wollten. Eigentlich suchten wir uns den Rhein als Ziel aus.

Aussichtspunkt Todesangst

Aussichtspunkt Todesangst

Mit dem Wohnmobil an die Mosel

Früher wäre das auch kein Problem gewesen. Wie wir das schon so oft gemacht hatten, wären wir einfach losgefahren und hätten mal geguckt, wo wir so auskommen werden. Wenn es uns irgendwo nicht gefallen hätte oder es voll gewesen wäre, dann würde man halt einfach weiter fahren. Doch heute kommt der Fluch des Fortschritts dazu: Man schaut zunächst einmal in die zahlreichen Bewertungsportale und liest, was einen so erwartet.

Michael Moll

Michael Moll

Und da es immer wieder heißt, die Stellplätze seien alle total voll, hat man Bange, keinen Platz mehr zu bekommen. Dabei haben wir selber einen Wohnmobilstellplatz und wissen, dass dieser nur an wenigen Tagen im Jahr zu 100 Prozent ausgelastet ist. Gut, er liegt nicht direkt am Rhein, aber eine Übernachtung direkt am Wasser ist uns eigentlich gar nicht wichtig. Trotzdem, die Bewertungen anderer Stellplätze und das Fehlen von liebevoll gepflegten Stellplätzen wie der unserige hatten Einfluss auf meine Laune. Als Moni von der Arbeit anrief und meinte, dass sie Kopfschmerzen hätte, aber jetzt dann nach Hause käme, war es dann endgültig geschehen – wir verschoben die Abfahrt auf Samstagfrüh.

Der Weinberg Calmont

Der Weinberg Calmont

Was für ein Quatsch, könnte man meinen. Aber immerhin entgingen wir so dem Stau auf den Autobahnen rund um das Ruhrgebiet. Doch trotzdem: So gegen 16 Uhr am Freitagnachmittag hatte ich ein schlechtes Gewissen. Denn zu diesem Zeitpunkt hätten wir schon irgendwo angekommen sein können und es schön haben können. Egal, zu spät.

Seltener Apollofalter

Seltener Apollofalter

Am Samstag Morgen ging es dann los. Über wunderbar leere Autobahnen zuckelten wir durch das südliche Nordrhein-Westfalen bis Rheinland-Pfalz und fuhren geradewegs nach Ediger-Eller an der Mosel. Gegen halb 11 am Morgen waren wir dort, fuhren an den zahlreichen, überfüllten Wohnmobilstellplätzen der Mosel vorbei und parkten auf einem gewöhnlichen Parkplatz. Wir wollten ja hier nicht übernachten, sondern nur parken.

Moselschleife bei Bremm

Moselschleife bei Bremm

Wanderung im Calmont-Klettersteig

Denn wir hatten uns vorgenommen, endlich mal wieder den Calmont Klettersteig zu durchqueren und darauf freuten wir uns schon sehr lange. Im Detail habe ich die Wanderung durch den Calmont Klettersteig bereits im Blog beschrieben. Die Kurzform lautet: Toll. Es macht einfach nur Spaß und wir genossen die tollen Ausblicke aus dem steilsten Weinberg Europas hinab in das Moseltal, wo zahlreiche Wohnmobile und Motorräder die Straßen unsicher machten. Vor allen Dingen letzteres empfand ich aber bei der Wanderung als sehr störend und regte daher auch schon bei uns im Reiseforum eine Diskussion über Motorradlärm in der Natur an.

Hängeseilbrücke im Hunsrück

Hängeseilbrücke im Hunsrück

Rund viereinhalb Stunden später waren wir wieder am Wohnmobil und fuhren nach Cochem. Wir wollten noch eine Kleinigkeit einkaufen, bevor wir unser eigentliches Ziel der Reise ansteuerten. Denn nach dem Einkauf verließen wir die Mosel schon wieder und fuhren in den Hunsrück hinein. Unser Ziel war Mörsdorf, wo wir endlich mal die noch relativ junge Hängeseilbrücke Geierlay kennenlernen wollten.

Wir parkten unseren Kastenwagen auf dem einzigen Platz im Ort, wo man mit einem Wohnmobil stehen darf und freuten uns darüber, dass jemand am Ticketautomaten einen noch gültigen Parkschein hinterließ. Bis 19 Uhr konnten wir also frei parken und wir müssten nur für die Zeit zwischen 19 und 21 Uhr zwei Euro Parkgebühr bezahlen. Denn ab 21 Uhr ist das Parken ohnehin frei. Wir spazierten durch den Ort und den Wald, bis wir schließlich an der Hängebrücke Geierlay auskamen. Auch darüber schrieb ich schon einen Blog-Beitrag und auch hier fasse ich es in kurzen Worten zusammen: Hat Spaß gemacht.

Mörsdorf im Hunsrück

Mörsdorf im Hunsrück

Schwankende Hängeseilbrücke Geierlay

Nur hatten wir dummerweise Pingu im Auto vergessen. Dabei wollte ich doch so gerne ein Foto von Pingu auf der Hängebrücke haben. Na ja, es war noch hell, es war trocken und wir hatten eigentlich nichts mehr zu tun. Also gingen wir den langen Weg zum Wohnmobil-Parkplatz wieder zurück, aßen eine Kleinigkeit und machten uns in den späten Abendstunden auf, noch ein zweites Mal zur Brücke zu gehen. Dieses Mal mit unseren treuen Stoffbegleiter. Vorteilhaft war, dass die Hängebrücke an diesem Abend dann mittlerweile auch ziemlich leer war. Nur noch vereinzelte Besucher befanden sich an und auf der Brücke.

Ausblick von der Hängeseilbrücke

Ausblick von der Hängeseilbrücke

Spannend war an diesem Tag, dass wir wieder einmal feststellten, wie viel man an einem Tag erleben kann. Immerhin standen wir am Morgen noch zu Hause in unserer Wohnung. Danach fuhren wir rund zweieinhalb Stunden durch die Gegend, wanderten über Stunden durch den Klettersteig und spazierten gleich zwei Mal zur Hängebrücke. Ingesamt kamen wir dabei auf knapp 21 Kilometer Fußweg, trotz der langen Anreise. Neun Kilometer waren es im Klettersteig und zwei Mal sechs Kilometer wanderten wir durch Mörsdorf hin und zurück.

Mohn am Wegesrand

Mohn am Wegesrand

Am nächsten Tag standen wir natürlich wieder früh auf, denn unseren Termin um 9 Uhr wollten wir auf keinen Fall verpassen und trotz der Nähe war es dennoch fast eine Stunde, die wir nach Koblenz fahren mussten. Nicht zu vergessen, die Parkplatzsuche, die sich rund um das RPR1-Studio als nicht ganz so einfach darstellt.

Hunsrück am Abend

Hunsrück am Abend

Das Interview verlief wie bei den beiden letzten Malen wieder einmal sehr nett, freundlich und humorvoll. Anschließend fuhren wir gemütlich durch das Rheintal nach Hause, wechselten das Fahrzeug und fuhren noch schnell nach Nordkirchen, wo wir uns für den Rest des Tages um unseren eigenen Wohnmobilstellplatz kümmerten. Auch wenn es nur ein sehr kurzer Ausflug mit dem Wohnmobil an die Mosel mit nur einer Übernachtung war, so tat dieser Trip ziemlich gut und hat angesichts der beiden wirklich tollen Erlebnispunkte echt Spaß gemacht.

Schreibe einen Kommentar


Kleine Rechenaufgabe Die Zeit für die Eingabe ist abgelaufen. Bitte aktivieren Sie das Captcha erneut.

Mehr in Sehenswertes in Deutschland, Wohnmobiltouren
Die Warften auf der Hallig Hooge
Wandern zur Hamburger Hallig

Einen wirklich schönen Abendspaziergang kann man erleben, wenn man dem Weg durch die Salzwiesen an der nordfriesischen Küste bis zur...

Schließen