Stockholm

2012 – (5) Von Stockholm nach Kopenhagen


 

Mit dem Wohnmobil zum Nordkap

Stadtbesichtigung in Kopenhagen

Sonntag, 19. August 2012
Morgens machten wir noch einen Abschiedsspaziergang am Strand entlang und starteten dann unser Wohnmobil, um nach Ystad zu fahren. Hier wollten wir einfach nur ein wenig bummeln gehen, bevor wir den südlichsten Punkt Schwedens besuchten. Den kannte ich nämlich noch nicht. Und das, obwohl ich doch geografische Besonderheiten sammle. Aber jetzt habe ich diesen ja auch.
Gegen Nachmittag waren wir dann in Malmö, schauten uns den Turning Torso aus der Nähe an, spazierten am Malmöhus vorbei und machten einen Abstecher in das Zentrum. Dort fand jedoch ein großes Festival statt, auf das wir nun überhaupt keine Lust hatten. Daher sind wir ziemlich schnell weiter gefahren und wollten eigentlich noch einmal in Schweden übernachten. Aber der Platz mit Blick auf die Öresundbrücke scheint nicht mehr zu existieren und der Campingplatz in der Nähe machte keinen schönen Eindruck. Davon abgesehen brauchten wir keinen Campingplatz. Wir hatten ja erst die letzten beiden Tage einen gehabt.

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Und so kam es, dass wir uns plötzlich auf der Öresundbrücke wiederfanden und nach Dänemark fuhren. Wieder einmal war ich ein wenig wehmütig. Ich wollte zu Beginn der Reise die Fjordlandschaft nicht verlassen, ich wollte die Lofoten nicht verlassen, das Nordkapp wollte ich erst recht nicht verlassen und auch auf den Åland-Inseln gefiel es mir so gut, dass ich dort gerne geblieben wäre. Und nun muss ich noch Schweden verlassen. Aber man muss es auch so sehen: Es war also eine ziemlich schöne und ereignisreiche Reise. Außerdem haben wir ja noch Kopenhagen vor uns. Aber weil wir keinen Stellplatz auf dänischer Seite fanden, beschlossen wir spätabends noch nach Kopenhagen rein zu fahren und den dortigen Stellplatz anzusteuern. Das war auch soweit in Ordnung, weil wir dort 24 Stunden Aufenthalt haben und somit bis spätabends am nächsten Tag stehen bleiben können. Da ich ja bereits einen Reiseführer für Dänemark geschrieben hatte, war Kopenhagen ja auch nicht unbekannt für mich. Dennoch wollten wir es hier so handhaben wie in Stockholm: Ganz ohne Eile mal durch die Stadt, wie Touristen halt.

Montag, 20. August 2012
Der eingezäunte Stellplatz ist keine Schönheit, aber für eine Hauptstadtbesichtigung ideal. Nur wenige Meter hinter dem Stellplatz ist eine Anlegestelle für die Hop-on-Hop-Off-Boote und so lernten wir Kopenhagen mal vom Wasser aus kennen. Der Fahrpreis war nicht zu hoch und so konnten wir ein- und aussteigen wo wir wollten. Wir schlenderten durch die Stadt, gingen zur Mikronation Christiania und schauten natürlich dem Treiben in Nyhavn zu. Die Meerjungfrau stand logischerweise genauso auf dem Programm wie das Königsschloss und ein wenig gefreut haben wir uns über das Eisbärendenkmal. Wo wir doch seit Hammerfest Mitglied im Eisbärenclub sind 😉

Aber ähnlich wie in Ales Stenar musste eine junge Frau genau neben dem Denkmal in der Sonne liegen. Dass man vielleicht ein Denkmal oder eine Sehenswürdigkeit auch ohne menschliches Beiwerk fotografieren möchte, darauf kommen manche Menschen nicht. Na ja, vielleicht war ich es einfach nicht mehr gewohnt, dass nun wieder mehr Menschen um mich herum tobten. Wenn man von Lappland zurückkehrt, dann ist bereits der Süden von Schweden ein dicht besiedeltes Ballungsgebiet. Und das wird in einer Stadt wie Kopenhagen natürlich nicht besser 😉
In Christiania sahen wir vom Boot aus die Spitze der Erlöserkirche. Da stand fest, da müssen wir rauf. Gesagt, getan und schon sprangen wir beim nächsten Anleger vom Boot und standen kurz darauf vor der Kirche. Ich habe es jedoch nicht bis ganz nach oben geschafft, die Wendeltreppe, die sich außen bis zur äußersten Spitze empor schlängelt, musste ich einfach sein lassen.

Abends kamen wir nach einer ausgiebigen Stadtbesichtigung wieder am Stellplatz an, stiegen in unser Wohnmobil und machten uns auf, die Stadt zu verlassen. Wir fuhren zunächst bis Roskilde, fotografierten dort den Dom, weil er bei unserem letzten Besuch renoviert wurde und machten dann noch einen Abstecher auf eine Halbinsel, wo der geografische Mittelpunkt Dänemarks versteckt liegt. Und an geografischen Mittelpunkten kann ich einfach nicht vorbei, ohne sie besucht zu haben.

Abschließend fuhren wir nach Korsør, wo wir am östlichen Ende der Storebælt-Brücke übernachteten und unsere Skandinavienreise endete. Am nächsten Tag fuhren wir auf den Wohnmobilstellplatz in Hamburg, was ein Teil einer Städtetour durch Norddeutschland war, bevor wir auf direktem Wege zu unseren Wanderungen in den Harz fuhren.

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