Pancake aus dem Automaten

Pancake-Automaten in amerikanischen Hotels

Ich hatte schon vor einiger Zeit mal etwas über meine Erfahrungen mit Hotels und Motels in den USA geschrieben. Darin enthalten war zwar auch schon das Thema Frühstück, aber dazu werde ich noch einen eigenen Beitrag erstellen. Für heute will ich bloß auf die Pancake-Automaten eingehen.

Einfach auf den Knopf drücken

Einfach auf den Knopf drücken

Diese Automaten fand ich nämlich irgendwie genauso spannend wie simpel. Das mag vielleicht auch an dem ansonsten eher dürftigen Angebot des üblichen Frühstücks liegen. Da freut man sich schon über solche simplen Pancakes.

Pancake-Automat im klassischen Frühstücksraum

Pancake-Automat im klassischen Frühstücksraum

Ich esse sehr gerne süße Sachen zum Frühstück. Aber Fruit Loops mit Sirup und aufgetaute Muffins sind dann trotzdem nicht wirklich meine Favoriten hierfür. Klassiker sind in amerikanischen Hotel-Frühstücksräumen meist Waffelautomaten. Doch in einigen Fällen gibt es auch noch einen Pancake-Automaten.

Wie die Pancake-Automaten funktionieren

Ob es einen Pancake-Automaten gibt oder nicht, hängt sehr davon ab, in welcher Art Hotel man untergekommen ist. In den sehr preisgünstigen wie Motel 6 oder auch Super 8 sieht man solche Geräte eher nicht. Das beginnt eher im Bereich Holiday Inn und da vorwiegend in Hotels, die noch relativ neu sind.

Pancake-Automat

Pancake-Automat

Aber was machen nun solche Pancake-Automaten? Ganz klar, Pfannkuchen. Als Benutzer muss man nur einen Knopf drücken und schon werden zwei kleine Pancakes produziert.

Durch die Scheibe den Vorgang beobachten

Durch die Scheibe den Vorgang beobachten

Aus einer Düse werden zwei Ladungen Teig hintereinander auf eine Art Fließband gespritzt. Das Fließband läuft in einem immer enger werdenden Bereich, so dass der Teig zwischen zwei heißen Bereichen gedrückt wird. Am Ende fällt der Pancake dann vom Fließband auf den hoffentlich bereitgestellten Teller (in Amerika leider meist aus Pappe oder Plastik). Auf einem kleinen Display neben dem Startknopf sieht man zwei größere Pixel ebenfalls von links nach rechts wandern. Diese sollen die Pancakes darstellen und die Position, an der sie sich gerade befinden. Aber das sieht man ohnehin durch die Scheibe, durch die man in das Gerät hineinblicken kann.

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Im Video sieht man den gesamten Vorgang in voller Länge. Das Prozedere dauert also gerade mal eine knappe Minute.

Pancakes aus fertigen Teigbeuteln

Der Teig hierfür wird von den Hotel-Angestellten als abgepackter Beutel oben in das Gerät gesteckt. Hygienisch habe ich da keine Bedenken, weil dieser Teigbeutel offenbar fertig gekauft werden kann oder geliefert wird.

Pancake aus dem Automaten

Pancake aus dem Automaten

Wir haben festgestellt, dass so ein Gerät auch drei verschiedene Pancake-Größen anbietet. Die Größenauswahl ist allerdings versteckt und richtet sich nur an den Besitzer des Pancake-Automaten. Ist ja klar, je kleiner die Pancakes angeboten werden, umso mehr Teig spart sich das Hotel.

Frisch auf den Teller

Frisch auf den Teller

Kundenfreundlich ist das allerdings nicht. Wir hatten diesen Fall einmal, dass aus dem Automaten nur zwei sehr kleine Pancakes ausgeworfen wurden. Die waren kaum größer als holländische Poffertjes. Wir nahmen zunächst an, dass eventuell nicht mehr genug Teig im Beutel sein könnte und sprachen die Mitarbeiterin darauf an. Diese überprüfte aber den Beutelinhalt vor unseren Augen und in der Tat gab es noch genug Teig.

Manche Gäste benötigen trotzdem Hilfestellung

Typisch amerikanisch war für die Dame das Problem damit erledigt bzw. nicht vorhanden. Wir wünschten uns aber weiterhin normalgroße Pancakes und googelten nach der Bedienungsanleitung. Und siehe da, hinter einer Serviceklappe kann man die Größenauswahl einstellen. Wir haben diese Information einfach mal an die Hotelleitung weitergegeben.

Fertige Pancakes

Fertige Pancakes

Es ist nicht auszuschließen, dass das gar nicht bekannt war. Denn wir haben auch relativ oft festgestellt, dass Pancake-Automaten auch amerikanische Gäste fasziniert und in manchen Fällen sogar überfordert. In einem Fall konnte ich es nicht mit ansehen, wie ein Hotelgast völlig verzweifelt auf alles mögliche an dem Gerät herumgedrückt hat. Auch die Klappe für den Teigbeutel wurde bereits geöffnet und da haben Gäste ja nun wirklich nichts dran zu suchen. Also habe ich der Amerikanerin dann erklärt, dass sie nur auf den einzigen Knopf drücken muss, den es gibt.

Das einfach mal zu meinen Erfahrungen mit den Pancake-Automaten in den USA. Guten Appetit.

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