Smartno in Slowenien

Aussichtstürme in Slowenien

Aussichtstürme in Slowenien gibt es vermutlich mehr als die beiden, die ich hier im Blog-Artikel vorstellen möchte. Aber ich gebe zu, dass auch ich nicht jeden Aussichtsturm kennen kann. Vielleicht gibt es aber auch gar keine weiteren, wer weiß. Die Aussicht von der Burg in Celje zählt nicht, ist ja kein klassischer Aussichtsturm.

Aber diese zwei Aussichtstürme in Slowenien gibt es auf jeden Fall und mir sind sie gut in Erinnerung geblieben und das aus mehreren Gründen. Doch zunächst einmal will ich sagen, dass beide Türme überhaupt nichts miteinander zu tun haben und beide sehr unterschiedlich sind. Interessanterweise liegen sie innerhalb Sloweniens auch so weit auseinander, wie sie nur auseinander sein können.

Smartno in Slowenien

Smartno in Slowenien

Zwei interessante Aussichtstürme in Slowenien

Einer der beiden Türme erhebt sich ganz im Westen des Landes in Gonjače, nur wenige Kilometer von der italienischen Grenze entfernt. Der andere Turm steht in Lendava, sehr weit im Osten Sloweniens und gerade einmal einen Kilometer von Ungarn entfernt. Zwischen den beiden Aussichtstürmen in Slowenien liegen damit insgesamt über 230 Kilometer. Sehr viel breiter ist das kleine Land auch nicht mehr.

Parkplatz beim Wendeltreppen-Turm

Parkplatz beim Wendeltreppen-Turm

Will man also beide Aussichtstürme besteigen, dann muss man ganz Slowenien einmal komplett durchqueren. Das tat ich sowohl in der einen Wohnmobilreise durch Slowenien als auch in der anderen.

Oberste Plattform

Oberste Plattform

Der westliche Aussichtsturm steht auf dem Gemeindegebiet von Gonjače, doch viel interessanter ist in diesem Zusammenhang das kleine, zum Teil mittelalterliche, Dorf Šmartno . Dieses ist für Touristen eher interessant und ein kleines Weindorf, umgeben von zahlreichen Weinbergen und Weinanbaugebieten. Nicht weit von Šmartno entfernt erstreckt sich zum Beispiel in Richtung Südosten das Vipava-Tal, das für den Weinanbau bekannt ist.

Blick über den Westen Sloweniens

Blick über den Westen Sloweniens

Der Turm im Westen besteht nur aus einer Wendeltreppe

Der Turm in Gonjače besticht zunächst mal durch sein Äußeres. Denn er wird nicht von innen bestiegen, sondern durch eine Wendeltreppe, die sich außen um den Turm herum nach oben schlängelt. Eine Treppe außerhalb eines Turms oder Gebäudes ist jetzt vielleicht nicht so ungewöhnlich, doch bei genauerer Betrachtung besteht der Turm eben nur aus dieser Wendeltreppe und aus nichts anderem.

Wendeltreppe als Turm

Wendeltreppe als Turm

So kreist man also langsam nach oben und genießt man den Blick auf die umliegende Landschaft. Ein Highlight ist dabei der Blick auf das bereits erwähnte Weindorf Šmartno in nur geringer Entfernung. Gerade einmal 700 Meter sind es vom Turm bis zum Dorf. Außerdem schaut man über die sanften Hügel hinweg bis zum Horizont nach Italien hinein. Die Besteigung des Turms und auch das Parken am Turm in Gonjače  ist kostenlos.

Aussichtsturm in Lendava

Aussichtsturm in Lendava

Im Osten blickt man vom Turm in vier Länder

Etwas anders sieht das bei dem anderen der beiden Aussichtstürme in Slowenien aus. In Lendava, das kann ich schon mal sagen, schaut man auch auf ein riesiges Weinanbaugebiet mit zahlreichen Weinbergen. Die Landschaft ist jedoch insgesamt deutlich flacher, denn hier geht sie bereits in die Pannonische Tiefebene hinein, die vor allen Dingen Ungarn prägt.

Ausblick über das Weinanbaugebiet

Ausblick über das Weinanbaugebiet

Und Ungarn ist eben ein gutes Stichwort, denn das Land ist gerade mal etwas weniger als 1000 Meter entfernt. Dass man also nach Ungarn hinüberblickt versteht sich von selbst. Doch man kann von dem Aussichtsturm in Lendava auch noch in zwei weitere Länder schauen. Da wäre zum einen in Richtung Süden das slowenische Nachbarland Kroatien.

Blick nach unten in Lendava

Blick nach unten in Lendava

Kroatien ist auch nur knappe fünf Kilometer entfernt. Nach Nordwesten hin soll man auch Österreich sehen können. Mit einer Entfernung von mindestens 35 Kilometern dürfte das aber dann eher ein Erahnen sein, zumal es dort keine markante Landmarke gibt, an der sich die österreichische von der slowenischen Landschaft unterscheiden ließe.

Da vorne ist schon Ungarn

Da vorne ist schon Ungarn

Die beiden Aussichtstürme in Slowenien sind recht abseits gelegen

Optisch ist der Aussichtsturm in Lendava ganz anders als der im Westen von Slowenien. Während der Turm bei Šmartno ziemlich alt wirkt und es wahrscheinlich auch ist, ist der Turm in Lendava absolut modern. Zum einen wäre da die Optik mit einer schlanken Taille und zum anderen wäre da auch die Tatsache, dass der Turm in Lendava ein kleines Café im Inneren beherbergt und die obere Aussichtsplattform auch mit einem Fahrstuhl erreicht werden kann. Und damit kommen wir zum deutlichsten Unterschied zwischen den beiden Türmen.

Erklärung der Architektur

Erklärung der Architektur

Die Besteigung des Turms in Lendava ist kostenpflichtig. Das sollte einen aber nicht davon abhalten, die Aussicht von dort oben zu genießen. Mir hat es auf beiden Türmen ziemlich gut gefallen. Eine Gemeinsamkeit der beiden Aussichtstürme in Slowenien gibt es aber dann doch: Trotz des schönen Wetters waren beide Türme nur wenig besucht, was vermutlich daran liegt, dass sie ziemlich abseits der üblichen Touristenströme errichtet wurden.

Irgendwo am Horizont ist Österreich

Irgendwo am Horizont ist Österreich

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