Urson

Ein Urson auf dem Alaska Highway

Heute will ich einfach mal Bilder zeigen, Bilder von einem Urson um genau zu sein. Ich muss dabei aber zugeben, dass ich noch nie von einem Urson gehört hatte, bevor ich eines sah. Es war auf unserem Roadtrip auf dem Alaska Highway in Kanada. Nicht nur die Straße ist breit, sondern auch der Grünstreifen rechts und links des Asphalts. Das ist sehr sinnvoll, denn so sieht man auf weite Entfernung schon, ob sich neben der Straße Wildtiere befinden.

Es guckt ganz niedlich

Es guckt ganz niedlich

Denn bei einer Fahrt auf dem Alaska Highway hat man eben die grau-schwarze Straße im Blick und gleich auch noch die beiden Grünstreifen daneben. Und weil diese Grünstreifen so grün sind, fällt ein Schwarzbär, Elch oder sonstwas deutlich auf. Interessanterweise fallen dann sogar deutlich kleinere Tiere auf, da sie sich eben von dem Grün abheben. So geschah es bei dem Urson. Wir konnten das Tier schon aus der Ferne sehen. Natürlich wussten wir zunächst nicht, was das ist. Hätte auch ein größerer Stein oder ein alter Reifen sein können.

Das Urson frisst Pflanzen

Das Urson frisst Pflanzen

Was ist ein Urson?

Doch beim Näherkommen sahen wir, dass es sich um ein Tier handelte. Unser erster Gedanke brachte uns auf ein Stachelschwein. Doch ein gewöhnliches Stachelschwein ist das Urson eben nicht. Ein Urson ist zwar ein Stachelschweinverwandter, wie es so schön heißt, aber eben dann doch ein etwas anderes Nagetier. Und zwar gehört ein Urson zu den Baumstachlern bzw. zu den Neuweltstachelschweine. Also irgendwie dann doch Stachelschwein, aber eben nicht im herkömmlichen Sinne.

Urson von hinten

Urson von hinten

Ist auch egal. Viel wichtiger ist doch, dass es sich beim Urson um ein echt putziges Tier handelt. Wir stoppten den Wagen am Fahrbahnrand, fuhren die Seitenscheibe runter und beobachteten wie das Urson ganz gemütlich im Gras hockte und sich von den kleinen Pflanzen ernährte.

Sieht erschrocken aus

Sieht erschrocken aus

Das Urson war achtsam und scheu

Im Gegenzug passte das Tier genau auf, was wir so machen würden. Natürlich verließen wir das Auto nicht. Wir wollten das Tier nicht verschrecken. Wir hatten es ohnehin schon beim Fressen gestört. Aber als wir uns kurze Zeit nicht regten, fraß es scheinbar unbeeindruckt weiter. Doch sobald wir Geräusche machten, schaute es auf und achtete genau auf das Umfeld. Das Urson war ungefähr zehn Meter von uns entfernt und es war eine Freude, es zu beobachten. Besonders, weil wir es ja noch gar nicht kannten und so ein Tier noch nie sahen.

Sieht aus wie ein Stachelschwein

Sieht aus wie ein Stachelschwein

Durch eine Unachtsamkeit unsererseits schreckten wir das Urson dann aber schließlich doch auf und verunsicherten es. Zügigen Schrittes entfernte es sich von uns und zog in Richtung Wald. Wir fanden das jetzt aber gar nicht so tragisch. Uns war es lieber, dass sich das Tier in den Wald zurückzog anstatt auf die Straße zu gehen. Es blieb auf der gesamten Reise leider unser einzige Urson, aber wir freuten uns sehr, so ein scheues Tier erblickt zu haben.

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