Norden oder Süden?

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    • Norden oder Süden?

      Norden oder Süden? 30
      1.  
        Ich bin ein Nordtyp (15) 50%
      2.  
        Ich bin ein Südtyp (4) 13%
      3.  
        Ich mag beides gleich gerne (8) 27%
      4.  
        Ich glaube nicht, dass man das so klassifizieren kann (3) 10%
      Lasst uns mal eine neue Umfrage starten, die mich brennend interessiert. Es gibt sicherlich Ausnahmen, doch ich habe mittlerweile recht oft die Erfahrung bei anderen Reisenden gemacht, dass sie eine bestimmte geografische Region bevorzugen: Entweder mag man eher den Süden oder eher den Norden.

      Reisetyp Nord:
      Bevorzugt Skandinavien, Kanada, Alaska, Schottland, Island, Patagonien, raue Landschaften, Wildnis, Nordsee auch im Dezember usw.

      Reisetyp Süd:
      Hält sich lieber im Mittelmeerraum auf, Karibik, Südostasien, Rotes Meer, Mexiko, Australien, Namibia etc.

      Oft ist es mir schon passiert, dass ein Nordlandfreund sich wenig für den Süden begeistern kann (es aber schon getan hat oder sich dort einen Urlaub zumindest vorstellen kann), während ich bei einigen Südtypen auf totale Ablehnung stoße, wenn man die Landschaften unter Nord aufzählt.
      Das herausragendste Beispiel: Als ich für meine Nordkap-Fahrt im letzten Jahr Reiseführer in der Stadtbibliothek auslieh und der Bibliothekar bei den Titeln wortwörtlich sagte: "Norwegen? Echt jetzt? Ne, langweilen kann ich mich auch zuhause."

      Also, habt ihr ähnlich Erfahrungen gemacht? Würdet ihr das auch in etwa so kategorisieren? Oder erweitern? Oder gar nicht?

      Übrigens: Ich zähle mich zum Nordtyp :zwink:
    • RE: Norden oder Süden?

      Ich mag tatsächlich beides gleich gern. Das weiß ich aber erst, seit ich beides gesehen habe. Mein Problem ist meine Temperaturempfindlichkeit. Alles zwischen 20 - 25 Grad ist gut. Darunter muss ich deutlich mehr Kleidung einpacken, darüber strengt mich sehr an, sodass ich weniger sehe und aufnehmen kann.
      Aber ich mag am Norden z.B. das Erleben der Naturgewalten. Wasser, Wellen, Sturm, Felsen, usw. Und im Süden mag ich die Farben und das Licht. Ich muss mich hoffentlich nie entscheiden.

      viele Grüße, Dorit
    • RE: Norden oder Süden?

      Wenn ich mir meine bisherigen Urlaubsziele ansehe, dann liegen die meisten davon doch eher südlich als nördlich. Also liegt es erstmal nahe, "Südtyp" anzukreuzen. Wenn ich genauer hinschaue, ist das aber nicht so einfach:

      • In richtig heiße Länder bin ich so gut wie nie gereist. Und wenn doch (Karibik, Südchina, ...), dann habe ich in der Hitze ziemlich gelitten.
      • Wenn ich im Mittelmeerraum unterwegs war, dann in aller Regel außerhalb der Hochsommer-Saison, und viel lieber in den Bergen als am Meer.
      • Urlaub in nördlichen Gefilden (Irland, Skandinavien) war eigentlich genauso schön.
      • Auch einen skandinavischen Winter kann ich gut vertragen. Ebenso Segeln in Holland bei Herbststürmen (zumindest ab dem Moment, in dem ich herausgefunden, wie man sich bei dem Wetter am besten kleidet).
      • Baden bei deutlich weniger als 20° Wassertemperatur macht mir Spaß. Bei Badewannen mit 25° und mehr kann ich mich hingegen nicht lange begeistern.

      Ich kenne in meinem Umfeld auch reichlich ausgesprochene "Südtypen", deren Reiseziele (Thailand, rotes Meer, ...) mich überhaupt nicht anmachen, und die sich bei einem deutschen Winter sofort in wärmere Gefilde wünschen. Bei mir hört der Wohlfühlbereich oberhalb von 25° schnell auf, während es nach unten für mich vor allem eine Frage der passenden Kleidung ist. Und raue Landschaften und Wildnis finde ich sowieso faszinierend - egal in welcher Region des Globus.

      Kurz gesagt: Nach reiflicher Überlegung habe ich auch "Nordtyp" angekreuzt.
    • RE: Norden oder Süden?

      Ja, auch bei mir liegt es an der Temperatur. Aber ich habe nicht eine bestimmte Wohlfühlzone wie Dorit, sondern schlicht eine Obergrenze. Und die liegt auch bei etwa 25°. Alles, was darüber geht, empfinde ich als zu warm. Nach unten habe ich (noch) keine Grenze. Zur Zeit laufe ich immer noch mit kurzen Hemden und einer dünnen Jacke durch die Gegend.

      Das war mir allerdings nie bewusst, bis ich mit dem Frachtschiff in die Karibik schipperte. Der prägendste Moment war, als wir im Hafen von Degrade de Cannes in Franzöisch Guayana ankamen und mit dem Rad nach Cayenne radelten. Das sind ungefähr 12 Kilometer. Ich habe nachher einen Vergleich gezogen, wie teuer diese Radtour war und wie hoch der Verbrauch mit einem Pkw gewesen wäre. Kurz: Das Auto wäre mich günstiger gekommen. Ich habe auf den 12 Kilometern zwischen einem und 1,5 Liter Flüssigkeit zu mir genommen, die dort (wenn man auch mal was mit Geschmack haben möchte) im Endeffekt teurer sind als Benzin. Und wenn man das dann hochrechnet...
      Außerdem haben wir drei Tage vor verbracht und uns tagsüber in einem gekühlten Internetcafe die Zeit verbracht (inkl. Schlafen, da es in der Nacht bei immer noch 36 Grad nicht möglich war). Vom Essen bei den Temperaturen will ich gar nicht reden.

      Landschaftlich halte ich es so wie Alex: Raue Gegenden und Wildnis finde ich ebenfalls faszinierend.

      Na ja, und dann muss ich zugeben, dass ich auch (ganz ohne falsche Vorurteile) mit der einen oder anderen Mentalität leichte Probleme habe. Es geht in den wärmeren Zonen der Welt scheinbar deutlich relaxter zu als in nordischen Ländern. Das betrifft nicht nur das "lässigere" Leben, dass ich angesichts so mancher Temperaturen aber verstehen kann, sondern auch so Dinge wie Umweltbewusstsein. Kann aber auch sein, dass ich jetzt hier nur ein Klischee aufgreife.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Michael Moll ()

    • RE: Norden oder Süden?

      Ich reise in beide Richtungen gerne, wobei ich auch alles was über 25 Grad ist als zu warm empfinde. Mit dem Wohnmobil mag ich diese Hitze überhaupt nicht. In einer Ferienwohnung allerdings komme ich damit besser klar. In 2012 waren wir in Ampulien weit über 30 Grad und es war einfach nur anstrengend und alles andere als entspannend und den ganzen Tag am Meer zu verbringen macht dann auch keinen Spass.
    • RE: Norden oder Süden?

      Norden.
      Das südlichste waren Kalifornien und Indien, beides allerdings in gemäßigten Jahreszeiten und nach Asien muss ich nicht noch mal.
      Wobei sich "Norden" bei mir sowohl an der Temperatur als auch an der Landschaft festmacht.
      So habe ich durchaus auch Mittelmeerländer auf dem Schirm - ich war z.B. noch nicht in den Pyrenäen oder der spanischen Sierra Nevada. Insofern passt die Umfrageneinteilung nicht so ganz [img]http://www.kolobok.us/smiles/he_and_she/girl_wink.gif[/img]
      Und auch Sandrina hat recht: Ist man weit genug südlich, wird's ja auch wieder nördlich - wegen der langen Anreise aber eher was fürs Rentenalter, denn für vierzehn Tage lohnt sich der Anreiseaufwand für mich nicht.
    • RE: Norden oder Süden?

      Jerome schrieb:

      So habe ich durchaus auch Mittelmeerländer auf dem Schirm - ich war z.B. noch nicht in den Pyrenäen oder der spanischen Sierra Nevada. Insofern passt die Umfrageneinteilung nicht so ganz [img]http://www.kolobok.us/smiles/he_and_she/girl_wink.gif[/img]

      Es geht ja mehr ums Überwiegende. Ich mag die Pyrenäen auch, bin aber absolut kein Freund von Spanien. Und als Freund des Nordens gibt es auch dort sicherlich Ecken, die mir weniger zusagen (nur fällt mir gerade keine ein :floet: ). Eine komplett pauschale Aussage geht natürlich nicht und erwarte ich auch nicht.

      Sandrina schrieb:

      Wenn man weit genug südlich ist, fühlt es sich wieder nördlich an :floet:

      Da schließe ich mich an. Denn das hier:

      war schon sehr weit südlich. Und trotzdem war es natürlich klasse, denn es war ja irgendwie nordisch :dream:


      Für alle, die das Schild nicht kennen, es steht hier:

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Michael Moll ()

    • RE: Norden oder Süden?

      Ich finde die Klassifizierung nach Nord- oder Südtyp auch schwierig. Wir haben vor 3 Jahren drei Wochen im Sommer in Schweden Urlaub gehabt und in dieser Zeit die heißeste Region in Europa erwischt. Bei 35°C im Schatten waren die zahlreichen Seen sehr willkommen. Freunde, die sich zur gleichen Zeit in Südfrankreich aufhielten, erzählten von viel Regen und kühlen Temperaturen um die 20°C.
      Die "Komfortzone" so um die 25°C kann ich gut nachvollziehen. Im Sommer gehen daher die Routen eher in den Norden, dafür im Herbst sehr gern mit dem Womo in den Süden nach Italien oder Südfrankreich. Dann ist es dort auch nicht so voll, die Preise normal und Baden im Mittelmeer geht auch noch.
    • Eindeutig ein Nordtyp. Schon allein die Temperaturen - ich mag alles unter 20 Grad, alles darüber ist mir unangenehm. Liegt aber auch daran, dass ich immer mit Hund reise, und der mag diese hohen Temperaturen auch nicht. Und der Menschentyp im Süden sagt mir auch nicht so zu. Kühl nordisch - das ist meine Prämisse. Und in den südlichen Ländern hätte ich Angst, mit einem Stall voller armer Hunde nach Hause zu kommen :D .
      Aber wir reisen ohnehin am liebsten im Frühjahr und im Herbst - die Hochsaison überlassen wir anderen, die Kinder haben und nicht anders fahren können.

      Was aber nicht heißt, dass man mich nicht eines besseren belehren könnte. So könnte ich mir z.B. (so als Ausrutscher ^^ ) mal eine Tour nach Sardinien im Frühjahr vorstellen. Aber mein Lieblingsreiseland ist nach wie vor Deutschland, und zwar besonders der Norden, da fühle ich mich einfach "angekommen".
      Es grüßt freundlich
      Marianne
    • Ich stimme Marianne voll und ganz zu. Uns hat es auch mehr der Norden angetan. Unser südlichstes Ziel war bisher die franz. Atlantikküste bis zur Loiremündung . Evtl wird es mal im Frühjahr die Toscana, aber das steht noch in den Sternen.
      Bevorzugt wird Nordsee, Ostsee Rügen, MeckPom, Niedersachsen,
      Grüße aus dem schwarzen Wald

      Georg und Andrea
    • Ich denke, ich bin ein Mixed-Typ. England hat mir jetzt ausgesprochen gut gefallen, ist zwar nicht wirklich Nord, aber ich kann mir auch sehr gut eine Tour nach Schottland oder Irland vorstellen. Auch das Nordkap reizt mich. In Deutschland zieht es mich aber eher in den Süden: Pfalz, Bayern, Franken, Schwarzwald, Allgäu, Thüringen sowieso. Trotzdem möchte ich auch mal wieder in die Provence oder nach Portugal (wo ich noch nie im Urlaub war). Vielleicht müßte man eher nach Meeres-Typ und "Berge und Wald"-Typ unterscheiden, dann würde ich mich eindeutig mehr zum zweiten zählen. Obwohl in England hatten wir auch ein paar schöne Tage am Meer... Also doch "mixed"!
      LG
      Volker
      Volker und Corinna, im Dethleffs Trend A 6977
    • Wenn ich mich in eine Schublade stecken soll, dann wird es die Nordschublade. :)

      Ich war ja jetzt gerade das erste Mal seit einer Ewigkeit im Süden. Und mir ging das auch so wie vielen andern: bei so extremer schwüler Hitze sind andere Aktivitäten als Schwimmen unerwünscht. :) Ich fand das jetzt einmal toll, auch für die Jungs, es war wunderbar entspannt - aber ich hoffe und denke, dass ich mich mit meinem Urlaubswunsch für nächstes Jahr durchsetzen kann: Hinflug nach Deutschland am 1. Ferientag, knapp 2 Monate später Rückkehr am vorvorletzten Ferientag (damit wir den Jetlag bis zum Schulstart überstanden haben) - und dazwischen möglichst lange nach Schweden und/oder Norwegen. Ob Ferienhaus, gern auch wieder größer, damit uns alle, die mögen dort besuchen können, oder mit (gemietetem) Wohnmobil kreuz und quer dahin, wohin es uns spontan zieht. Klar lese ich auch in Schweden gerne und viel, klar sitz ich da auch gerne nichtstuenderweise draussen und geniess die Aussicht, aber ich hab da doch auch Lust zum Wandern und immer neue Aussichten zu entdecken - oder auch mal einen Fuß in einen kalten See zu halten. (Wobei wir auch schon 30-Grad-Sommer in Schweden und Norwegen erlebt haben!) Meine Wohlfühltemperatur liegt bei T-Shirt-Wetter, ab Mitte 20 Grad wird's für Aktivitäten auch fast zu warm (wobei ich hier in Peking da vor den Ferien echt über mich hinausgewachsen bin...). Wenn man abends draußen ne leichte Fleecejacke braucht, macht mir das nix, gelegentlicher Regen auch nicht, nur Dauerregen könnte frusten.

      Dazukommt, dass ich nach meiner Erkrankung jetzt einen Heidenrespekt vor Tropenfiebern habe, egal ob Dengue, Malaria, Zika, Chikungunya, was auch immer- das Risiko geh ich so schnell nicht wieder ein - ich bin ja froh, dass es mich und nicht die Kinder erwischt hat... Der lange mit einer finnischen Freundin geplante Trip nach Yangshuo Ende September wird für mich auf jeden Fall erstmal der letzte in ein "Böse-Moskitos-Gebiet" sein. Dann lieber in Schweden 325 Mückenstiche einsacken, die zwar lästig sind und jucken, aber darüberhinaus nicht krank machen!

      Trotzdem bin ich neugierig auf die Welt, und wenn ich die Gelegenheit habe, warum dann nicht zugreifen? Ich würde auf jeden Fall gerne noch Rom, Florenz, Venedig und die Toskana sehen, Griechenland reizt mich, eine kroatische Freundin hat mich neugierig auf Kroatien gemacht. Australien würde ich gerne mal sehen. Neuseeland bin ich neugierig drauf (das passt wohl in Nord- und Südschublade). Mit der Transsib möchte ich gerne fahren! Und ich würde gerne mal kreuz und quer mit dem Wohnmobil durch Kanada und die USA - mit richtig viel Zeit, wobei mich da die Südstaaten weniger interessieren als Norden, Westen, Osten, Berge... - Aber es zieht mich in der Tat vor allem in den (europäischen) Norden - die Landschaft, die Natur, die Tiere, die Ruhe und die Einsamkeit... Oh, und die Menschen auch, bislang haben wir in all den Jahren durchweg nette Skandinavier kennengelernt! :)

      Mit den Jungs möchte ich trotzdem auch gerne noch ein bisschen durch Deutschland tuckern, sie kennen für ihr Alter zwar schon recht viel (der Vorteil von über ganz Deutschland verteilter Verwandtschaft und Freunden), aber ein paar Ecken sind noch "offen". :) Aber selbst das Oberallgäu zählt noch als Norden, oder? ;)
      Blog: ombidombi.de

      Wer Schmetterlinge lachen hört,
      der weiß, wie Wolken schmecken...
    • Übrigens: Auf der USA-Tour im letzten Jahr habe ich gemerkt, dass mir der Norden dort auch irgendwie mehr zusagte. Pennsylvania, Wisconsin, South Dakota und Wyoming fand ich deutlich schöner als Texas, New Orleans oder gar Florida.
      Wenn ich mir jetzt die USA-Karte anschaue, dann würde ich eine gedachte Linie zwischen Nord und Süd ziehen, die von San Francisco bis Norfolk reicht. Denn Nevada, Utah und Virginia fanden wir auch noch echt toll und angenehm, was die Temperaturen anging. Alles was südlich davon war, fand ich stellenweise trostlos oder zu feucht-warm. Wobei es natürlich Ausnahmen gab.