Luxemburg

2010 – Mit dem Wohnmobil durch Luxemburg

Am nächsten Morgen kehren wir nach Vianden zurück und besichtigen das kleine Städtchen, welches von einer imposanten Burg überragt wird. Das Victor-Hugo-Museum hat noch geschlossen, so dass wir auf den Besuch verzichten und nach der Besteigung des Burgberges wieder ins Landesinnere fahren. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Bei Mersch befindet sich der geografische Mittelpunkt von Luxemburg und ist dort mit einer ziemlich hohen Säule markiert.

Nur noch ein Katzensprung von Mersch entfernt, befindet sich die Hauptstadt des Landes, Luxemburg-Stadt. Auch sie ist, wie das gesamte Land recht klein. Noch drei Kilometer vor dem Ortseingangsschild befinden wir uns auf einer Landstraße mitten im Wald. Erst kurz vor den Toren der Stadt erscheint wenig Bebauung und hinter dem Ortsschild fährt man nur einige Minuten bis man sich schon im Zentrum befindet.

Zuerst besichtigen wir den Kirchberg. Auf einem Sonntag hier ist überhaupt nichts los. So kann man ungestört Fotos von den dortigen Bauwerken machen. Denn diese sehen wirklich interessant aus. Allen voran die noch recht neue Philharmonie der Stadt, die sich gleich gegenüber des Europäischen Gerichtshofes befindet. Auf einer breiten Prachtstraße kann man gemütlich zwischen den teilweise futuristisch anmutenden Gebäuden hindurch fahren und immer wieder mal anhalten und Bilder schießen.

Nach so viel Moderne begeben wir uns aber anschließend in das eigentliche Zentrum der Stadt. Mit uns besichtigen noch zahlreiche andere Touristen aus allen möglichen Ländern die Stadt. Selbst Pkw aus Albanien kann man mit etwas Glück sehen. Hauptanziehungspunkt sind natürlich die Kasematten. Wir sparen uns die Besichtigung von innen (ich war schon zwei Mal in den Höhlen) und genießen lieber die Aussicht auf das Petruss-Tal und die Unterstadt. Auch den Kirchberg mit den Parlamentsgebäuden kann man von hier aus gut sehen.

Nachdem wir uns noch mit der Einkaufszone befassen und die Kathedrale von innen besichtigen, geht unsere Tour weiter. In Sandweiler, nur unweit von der Hauptstadt entfernt, treffen wir auf zwei Soldatenfriedhöfe. Der größere von ihnen ist der einzige amerikanische Soldatenfriedhof in Luxemburg.
Das Luxembourg American Cemetery and Memorial beherbergt über 5.000 Gräber gefallener amerikanischer Soldaten. Der Friedhof wurde 1949 fertiggestellt und später noch einmal umgebaut. Dabei hat man die Chance ergriffen und die Überreste einiger Soldaten auf Wunsch der Familien in die Heimat verschifft. Gleichzeitig wurde jeder Soldat in einem 200 Kilogramm schweren Sarg beerdigt. Berühmt ist das Areal auch für das Grab von General Patton, der im Zweiten Weltkrieg ansehnliche Erfolge erzielte. Er starb Weihnachten 1945 in Heidelberg nachdem er bei einem Verkehrsunfall in Mannheim schwere Verletzungen erlitt. Auf seinen Wunsch wurde er zwischen den gefallen Soldaten “seiner” Einheit beerdigt.

4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

    • Hallo Sandy,

      ja, davon habe ich mittlerweile gelesen und das freut mich auch. Ich werde auf jeden Fall bald wieder nach Luxemburg fahren und die Stellplätze mal austesten. Gefällt mir sehr gut in Luxemburg.
      Viele Grüße (und danke fürs Folgen übrigens 😉 )
      Michael

  1. Hallo.

    In Vianden steht nicht das Geburtshaus von Victor Hugo, sondern einer seiner Wohnsitze während seines Exils aus Frankreich. Insgesammt 5 Mal war der Schrifsteller zu Besuch und hat sogar tatkräftig mitgeholfen einen Brand zu löschen. Er war bei der Bevölkerung sehr beliebt (haupsächlich bei den Frauen? Er war als Schürzenjäger bekannt)
    V.H. war ein mehr als passabler Maler und hat sein Talent mehrmals am Schloss versucht.

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