Alpenblick

Wanderung zum Dreiländereck Slowenien – Österreich – Italien

Während der Fahrt mit dem Wohnmobil durch die Alpen habe ich natürlich auch zwischendurch einige Wanderungen gemacht. Eine davon führte mich zum Dreiländereck von Slowenien, Österreich und Italien. Da ich Dreiländerecke sammle und für manche auch schon mal einige Anstrengungen auf mich nehme, wie zum Beispiel beim Dreiländereck Russland-Finnland-Norwegen oder beim Dreiländereck Finnland-Schweden-Norwegen, wollte ich mir das natürlich nicht entgehen lassen. Anders als bei den beiden erwähnten Dreiländerecken in Skandinavien ist die Wanderung am Dreiländereck Slowenien-Italien-Österreich aber nicht weit und flach, sondern eher kurz und steil.

Denn der Schnittpunkt der drei Staaten befindet sich auf einem Berg. Und dieser trägt tatsächlich den Namen „Dreiländereck“. Auf Slowenisch heißt er Peč und auf Italienisch wird er Monte Forno gerufen. Im Zweifel kann der 1.509 Meter hohe Gipfel aber auch Ofen genannt werden.

Zu erreichen ist er von österreichischer Seite aus mit mehrern Sesselliften. Aber wer Flugangst hat und generell nicht fliegt, der fährt in der Regel auch nicht mit Sesselliften. Da bleibt also nur der Aufstieg zu Fuß. Und dieser ist von Österreich aus anscheinend nicht ganz so schön. Auch einen geeigneten Punkt in Italien habe ich nicht wirklich gefunden. Aber in Slowenien lohnt der Halt in der Ortschaft Rateče. Am besten parkt man seinen Wagen direkt am kleinen Busbahnhof (46.496202, 13.719257). Über die Hauptstraße gelangt man dann zum Ausgangspunkt im Ortskern. Dieser liegt auf einer Höhe von rund 870 Metern über dem Meer. Von dort aus sollte man etwas über 2 Stunden für die Wanderung einplanen.

Es geht ständig bergauf und bei hochsommerlichen Temperaturen hatte ich eigentlich etwas Sorge, dass die Sonne auf die Südflanke des Berges brennt. Doch fast die gesamte Wanderung verläuft unter dichten Baumkronen. Den ersten Teil der Strecke wandert man auf einem breiten Forstweg, auf dem man rund 330 Höhenmeter überwindet. Damit hat man gut die Hälfte hinter sich gebracht und steht nun vor der Entscheidung, ob man einen steilen Zickzack-Weg direkt an der slowenisch-italienischen Grenze wandern möchte oder ob man einen ziemlichen Umweg in Kauf nimmt und einfach auf dem breiten Forstweg bleibt. Witzig ist, dass die 31 Kurven des Zickzack-Weges an den Bäumen durchnummeriert sind.

Wir entschieden uns dafür, auf dem Zickzack-Weg schnell an Höhe zu gewinnen und später auf dem Rückweg den Umweg zu wandern, um dann auch mal etwas neues zu sehen. Noch während des Aufstiegs, aber natürlich auch am Dreiländereck selbst, kann man immer wieder einen wunderbaren Blick über das südlich gelegene Tal in Slowenien werfen und die möchtigen Berge des Triglav-Nationalparks sehen.

Oben angekommen wird dieser Ausblick noch mit einer Fernsicht nach Österreich ergänzt. Mit etwas Mühe kann man den Aussichtsturm auf dem Pyramidenkogel und natürlich auch den Wörthersee erkennen. Lediglich nach Italien gibt es keine Aussicht, weil dort die Sicht durch einen Wald versperrt ist. Alles in allem aber eine schöne Tour mit tollen Ausblicken, die an einem Nachmittag bequem zu machen ist.

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