Wanderung bei Skútustaðagígar

Die Pseudokrater Skútustaðagígar in Island

Skútustaðagígar ist zwar sehenswert – aber es ist schwer, diese Landschaft zu genießen. Schuld daran sind die zahlreichen Mücken. Willkommen am Mývatn im Nordosten von Island.

Alle schwarzen Punkte sind Mücken

Alle schwarzen Punkte sind Mücken

Über Mücken und Midges hatte ich schon berichtet, daher will ich da gar nicht groß drauf eingehen. Sie sind eben da, millionenfach. Daher heißt der See auch so, wie er heißt. Mý bedeutet im Isländischen nichts anderes als Mücke. Man sieht es auf den Bildern deutlich, dass man sich vor den Biestern schützen sollte.

Am Ufer vom Mývatn

Am Ufer vom Mývatn

Die Pseudokrater Skútustaðagígar am Mývatn

Das gilt besonders dann, wenn man vielleicht eine kleine Wanderung machen möchte. Und dazu laden die sogenannten Pseudokrater mit dem Namen Skútustaðagígar ein. Die Pseudokrater befinden sich am südlichen Ufer des Mývatn, etwas abseits von der Ringstraße 1.

Auf der Kleidung sieht man auch die vielen Mücken

Auf der Kleidung sieht man auch die vielen Mücken

Den See sollte man ohnehin nicht einfach nur an der Ringstraße passieren, sondern vielmehr umrunden. Es gibt da noch einige andere Sehenswürdigkeiten rund um den Mývatn. Skútustaðagígar gehört dazu. Aber was sind denn nun Pseudokrater?

Enten auf dem Mývatn

Enten auf dem Mývatn

Pseudokrater entstanden auch durch Vulkanismus

Nun, wir sind auf Island und sehr vieles auf Island hat in irgendeiner Form mit Vulkanismus zu tun. Jetzt könnte man natürlich sagen, diese zugewachsenen Krater am südlichen Seeufer seien Vulkankrater, sind sie aber nicht. Entstanden sind zwar auch durch den Vulkanismus, aber es handelt sich eben nicht um kleine Mini-Vulkane oder so ähnlich.

Landschaft der Pseudokrater

Landschaft der Pseudokrater

Nördlich des Mývatn erstreckt sich über ein riesiges Gebiet die Landschaft des Vulkans Krafla. Dieser dominiert eigentlich den Nordosten Islands. Vor über 2.500 Jahren floss das Magma des Krafla-Vulkans über die Region des heutigen Mývatn. Da die Landschaft damals schon feucht war, traf also heißes Magma auf Wasser, was wiederum zu Wasserdampfexplosionen führte.

Mývatn

Mývatn

Aus diesen Explosionen heraus entstanden schließlich die kleinen Krater bzw. Pseudokrater Skútustaðagígar. Heute sind diese runden Erhebungen, die eine Mulde in der Mitte besitzen, zugewachsen und bilden eine eigene Landschaft für sich.

Skútustaðagígar

Skútustaðagígar

Kleine Wanderung durch Skútustaðagígar

Von einem kleinen Parkplatz aus kann man die Skútustaðagígar durchqueren und immer wieder den Blick über die Pseudokrater und über den angrenzenden Mývatn schweifen lassen. Ich würde das nicht als Wanderung bezeichnen, denn der Trail ist recht kurz. Nach ein paar hundert Metern, vielleicht ist es sogar ein ganzer Kilometer, ist man auf diesem Rundweg schon wieder an seinem Ausgangspunkt angekommen.

Vulkanlandschaft auf Island

Vulkanlandschaft auf Island

Wanderweg in Skútustaðagígar

Wanderweg in Skútustaðagígar

Das heißt, wenn man langsam spazieren geht, dann ist man in weniger als einer halben Stunde wieder zurück am Auto. Aber wie gesagt: Wenn man keinen Mückenschutz hat, dann kann das eine sehr lange Zeit sein. Übrigens für alle, die mit dem Wohnmobil nach Island reisen: Das Übernachten auf diesem Parkplatz ist laut Beschilderung verboten. Es würde mich dort aber wegen der zahlreichen Plagegeister sowieso nicht sonderlich reizen.

Wild campen verboten

Wild campen verboten

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