Den Danziger Gulden oder die Deutsch-Ostafrikanische Rupie gibt es im Sparkassenmuseum nicht zu sehen. Genauso wenig wie den Margarethengroschen oder den Sachsenpfennig. Für die Besichtigung dieser historischen Währungen und Münzen ist man in Eisenach leider falsch. Ein bisschen mehr Glück hat man mit der Reichsmark und der D-Mark. Aber auch diese befinden sich lediglich auf Informationstafeln, ganz nach dem Motto: Nur Anschauen, nicht anfassen.

Hinweis: Der Inhalt dieses Blog-Artikels stammt aus meinem nicht mehr erhältlichen Reiseführer mit dem Titel „111 Orte im Thüringer Wald die man gesehen haben muss„.
Dennoch, das Sparkassenmuseum ist einen Besuch wert, um in der Sprache von Finanzberatern zu bleiben. Im September 2015 feiert die kleine Ausstellung in der Filiale an der Straße An der Rennbahn ihr zehnjähriges Jubiläum. Dabei haben die damaligen Mitarbeiter ganz ehrenamtlich Überstunden geleistet, um das Projekt in die Wege zu leiten.
Wo Dagobert Duck seine Freude hätte
Aus der gesamten Wartburgregion wurden die Keller der Sparkassenfilialen entstaubt, sortiert und entrümpelt. Dabei kamen drei Tonnen an Material zusammen, die in ihrer Gesamtheit einen schönen Einblick in die Geschichte der Wartburg-Sparkasse gibt.

Geblieben ist davon jedoch nur ein Bruchteil, in der Sprache der Banker auch 10 Prozent genannt. Das Museum unterteilt sich in drei Ausstellungsbereiche, von denen nur einer öffentlich begehbar ist. Er zeigt in acht interessanten Schautafeln die Geschichte der Wartburger Sparkasse, die im Jahr 1822 ihren Anfang nahm. Im zweiten Bereich, den man allerdings nur nach Voranmeldung betreten kann, gibt es unter anderem zwei historische Sparkassenschalter zu sehen. Außerdem zeigt die Ausstellung weitere Exponate, die das Finanzwesen der DDR beleuchten, sowie Rechenmaschinen, bei denen die Internetgeneration erst einmal googlen müsste, wie diese zu bedienen sind. Mit Schaustücken aus der Zeit der Euro-Umstellung schließt die Sammlung. Lediglich Bargeld, das gibt es auch in diesem Gebäude nur am Schalter oder am Automaten zu sehen.

Hier schreibt Reisejournalist Michael Moll.
Ich bin Autor von mehr als 130 Reiseführern, unter anderem beim National Geographic, und erstelle Artikel in Fachzeitschriften. Außerdem bin ich Betreiber und Besitzer des Wohnmobilstellplatzes am Barockschloss in Nordkirchen im südlichen Münsterland.
Bundesweit halte ich Multimedia-Präsentationen über verschiedene Reisethemen und zu guter Letzt konnte ich einen Fahrradweltrekord für das Guinnessbuch der Rekorde aufstellen.
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