Ich sammle Konfluenzpunkte

Der eine oder andere wird schon wissen, dass ich ganz fasziniert davon bin, Dreiländerecke und geografische Mittelpunkte zu sammeln. Doch nun kamen auch noch Konfluenzpunkte hinzu.

Der Reihe nach: Es begann alles damit, dass ich mich für Dreiländerecke interessierte. Das ist so ein schöner geografischer Ort, der irgendwann einmal von Menschenhand willkürlich festgelegt wurde. Ähnlich verhält es sich mit den geografischen Mittelpunkten. Diese sind zwar nicht ganz willkürlich, aber durch die Festlegung einer bestimmten Region oder der Grenzen eines Staates sind auch diese Mittelpunkte eben nicht durch die Natur entstanden. Na ja, vielleicht abgesehen von dem Mittelpunkt eines Inselstaats – von mir aus. 😉

Nun bin ich aber vor einiger Zeit über den Mercatorpunkt in Gangelt gestolpert (natürlich nicht im wörtlichen Sinne) und habe mich ein wenig mit dem Thema befasst. Gerhard Mercator war ein Geograph und Kartograph und sein Wirken steht im engen Zusammenhang mit dem heute bekannten Globus. Ihm zu Ehren wurde besagtes Mercatordenkmal (siehe das Bild im Banner) errichtet und zwar genau dort, wo sich ein Konfluenzpunkt befindet.

Gut, jetzt wisst ihr, wer Mercator war, aber was ein Konfluenzpunkt ist, habe ich immer noch nicht erklärt. Lasst es mich so sagen: Es handelt sich um den Schnittpunkt eines ganzzahligen Längen- und eines ganzzahligen Breitengrades. So zum Beispiel die Koordinate N55°, E16°. Ganz ohne irgendwelche Zahlenkombinationen dahinter. Dieser Konfluenzpunkt befindet sich übrigens mitten in der Ostsee, so wie sich die meisten der über 64.000 weltweiten Konfluenzpunkte im Meer befinden.

Doch 44 davon befinden sich auf deutschen Festlandboden und so habe ich mir nun vorgenommen, zumindest die deutschen Konfluenzpunkte zu sammeln. Ich bin zwar erst bei fünf, aber noch in diesem Jahr dürften es deutlich mehr werden. Genaue Berichte gibt es auch auf meiner Webseite unter dem Stichwort Konfluenzpunkte oder auch im Reiseforum, wo ich das Thema mal angestoßen habe. Man kann sich davon nichts kaufen und es sieht recht bescheiden aus, wenn man mit dem GPS-Gerät in der Botanik herumkraucht, um einen nicht sichtbaren Ort zu finden, aber was soll’s? Man ist an der frischen Luft und es dürfte sich nicht viel vom Geocachen unterscheiden, das ich wiederum nicht betreibe.

Also, solltet ihr demnächst mal in einem Wald unterwegs sein und ihr seht da einen Typen mit einem GPS-Gerät, der voller Freude ruft: „Hier ist es“, dann wundert euch bitte nicht 😉

Ach ja, und dann noch eine Karte, damit ihr wisst, wo ihr mich auf meiner Konfluenz-Jagd antreffen könnt:

Konfluenzpunkte auf einer größeren Karte anzeigen

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