Der letzte Seetag bietet immer eine Mischung aus Vorfreude und Wehmut. Man spürt, dass die Atlantiküberquerung bald zu Ende geht, doch andererseits ist man natürlich ganz gespannt, wieder festen Boden unter den Füßen spüren zu können. Besonders wehmütig wird man natürlich, wenn man die Koffer vor den Kabinen sieht, die schon rausgestellt wurden, um eingesammelt zu werden. Oder eben auch, wenn man seinen eigenen Koffer packen muss. Wir ließen uns damit Zeit, denn wir hatten nicht vor, einen unserer vier Koffer vor die Tür zu stellen. Wir wussten, dass wir schneller von Bord können, wenn wir uns um unser Gepäck selber kümmern. Also konnten wir packen, wann wir wollten.

Also genossen wir diesen letzten Seetag nochmals in Gänze, schlenderten über das Schiff, nahmen sämtliche Trivias mit, lösten unsere Scavenger Hunt vom Vortag ein und nahmen langsam von den einzelnen Bereichen des Schiffs Abschied, so zum Beispiel vom Queens Room, wo wir unseren letzten Afternoon Tea dieser Reise zu uns nahmen oder auch vom Clarendon, wo es immer wieder interessante Kunstobjekte zu besichtigen gibt – oder auch zu kaufen, wenn man denn das nötige Kleingeld dafür ausgeben möchte.


Da wir wussten, dass wir am nächsten Morgen sehr früh in den New Yorker Hafen einlaufen würden, gingen wir halbwegs früh ins Bett. Na ja, vielleicht eine halbe Stunde früher als sonst. Aber wir stellten uns den Wecker so, dass wir die Unterquerung der Verrazzano-Brücke verpassen würden. Wir hatten das schon einige Male gesehen und es ist auch immer wieder aufregend, aber wir würden einen langen Tag vor uns haben und da waren uns zwei Stunden mehr Schlaf ganz recht.
Zur Inhaltsangabe für die weiteren Reisetage

Hier schreibt Reisejournalist Michael Moll.
Ich bin Autor von mehr als 130 Reiseführern, unter anderem beim National Geographic, und erstelle Artikel in Fachzeitschriften. Außerdem bin ich Betreiber und Besitzer des Wohnmobilstellplatzes am Barockschloss in Nordkirchen im südlichen Münsterland.
Bundesweit halte ich Multimedia-Präsentationen über verschiedene Reisethemen und zu guter Letzt konnte ich einen Fahrradweltrekord für das Guinnessbuch der Rekorde aufstellen.
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