Auch dieser Reisetag auf der Queen Mary 2 verlief wunderschön und total harmlos. Mittlerweile waren wir so weit westlich, dass wir die Grand Banks, auf Deutsch Neufundlandbank, überquerten. Dieses relativ flache Gewässer ist fischreich, weil hier der kalte Labradorstrom auf den warmen Golfstrom trifft. Gleichzeitig führt das auch zu zahlreichen Nebelbänken. Das Schiffshorn ist also häufig zu hören, aber dafür gibt es kaum was zu sehen.

In der Vergangenheit sahen wir hier schon sehr oft Wale und Delfine. Dieses Mal gab es nur einen Delfin, dafür kam uns aber auch nach langer Zeit mal wieder ein anderes Schiff entgegen. Marinetraffic verriet uns, dass es aus Kanada kam und noch einen langen Weg bis weit in das östliche Mittelmeer vor sich hatte.



Wir genossen mal wieder diesen Tag und gingen zum Frühstück dieses Mal auch in das Britannia-Restaurant. Denn nur dort erhalten wir Pancakes mit Bananenscheiben. Auch mein geliebtes Benedict Egg erhalten wir normalerweise nur dort. Wobei es auf dieser Reise überraschenderweise auch Benedict Egg im Buffetrestaurant gab. Das hängt wohl vom jeweiligen Küchenchef ab.
Mit einem Rucksack an Bord eines Schiffs spazieren
Den Tag verbrachten wir natürlich wieder mit Trivias, Spielen und am Abend mit Karaoke. Der Abend stand wieder im Zeichen einer Gala und das Thema waren dieses Mal die wilden 20er. Tagsüber gab es außerdem eine weitere Schatzsuche, also eine Scavenger Hunt, so dass wir auch wieder damit beschäftigt waren, Selfies von verschiedenen Motiven an Bord des Schiffes zu machen.


Worüber wir uns ein wenig wunderten, waren so manche Passagiere. Gerade an diesem Tag sahen wir zwei verschiedene Passagiere, die mit einem Rucksack über Bord schlenderten. Solche Augenblicke lassen uns immer verwundern. Auf einer früheren Reise trafen wir beispielsweise auch immer wieder auf einen Passagier, der mit Outdoorausrüstung unterwegs war. Dabei sind wir doch auf einem Schiff. Wo will man denn damit hin?

So auch bei diesen beiden Herren, die mit einem Rucksack über das Promenadendeck bzw. im Inneren des Schiffs unterwegs waren. Zugegeben, das Schiff ist groß: 345 Meter lang, 40 Meter breit und 13 Decks hoch. Aber ein gesunder Mensch kann jeden Ort des Schiffs und damit auch die eigene Kabine innerhalb von fünf Minuten erreichen. Ich sehe daher keinen Grund, mich mit Gepäck zu belasten und mit einem Rucksack an Bord zu spazieren. Nun ja, aber so ist eben jeder anders.
Zur Inhaltsangabe für die weiteren Reisetage

Hier schreibt Reisejournalist Michael Moll.
Ich bin Autor von mehr als 130 Reiseführern, unter anderem beim National Geographic, und erstelle Artikel in Fachzeitschriften. Außerdem bin ich Betreiber und Besitzer des Wohnmobilstellplatzes am Barockschloss in Nordkirchen im südlichen Münsterland.
Bundesweit halte ich Multimedia-Präsentationen über verschiedene Reisethemen und zu guter Letzt konnte ich einen Fahrradweltrekord für das Guinnessbuch der Rekorde aufstellen.
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