2 Monate USA – Tag 2 – Von London nach Southampton

Wir hatten einen relativ entspannten Tag vor uns, der aus einer kurzen Zugfahrt mit der Regionalbahn von London nach Southampton bestand. Daher ließen wir es ruhig angehen und begaben uns nach dem Aufstehen zunächst zum Frühstück. Dort erfreuten wir uns an dem Pancake-Automaten, der nicht nur leckere Pancakes ausspuckte, sondern uns auch schon Vorfreude auf die Hotels in den USA vermittelte. Der Bahnhof Waterloo Station befand sich nur 800 Meter vom Hotel entfernt und so war unser Weg trotz der vier Koffer und zwei Rucksäcken eher ein Spaziergang.

Wie kauften uns die Bahntickets, wie wir das schon mehrfach getan hatten und suchten unseren Bahnsteig auf. Sehr freundliche Mitarbeiter lotsten uns durch die Bahnhofshalle, da unser Zug noch gar nicht angeschlagen war. Selbst als er auf dem Gleis stand und wir einsteigen konnten, hatten wir alle Zeit der Welt. Es war schon sehr angenehm, aber es war auch sehr heiß. So heiß, dass ich im Zug erstmal das vollgeschwitzte T-Shirt wechseln musste. Dass der gesamte Sommer in Europa so heiß werden würde, hatte zu diesem Zeitpunkt noch keiner geahnt. Für uns erwarteten wir das jedoch, da wir ja unter anderem in den Wüsten im Südwesten der USA sein würden. So war dieser T-Shirtwechsel nur einer von vielen in den nächsten Wochen.

Nach rund eineinhalb Stunden Zugfahrt kamen wir ohne nennenswerte Ereignisse am Bahnhof von Southampton an und rollten, zogen und schoben unsere Koffer zum voco-Hotel in der Nähe des Hafens. In diesem Hotel nächtigten wir zuletzt, als wir mit dem Pkw nach Southampton fuhren und uns für ein paar Tage auf die Disney Dream begaben. Das Hotel gehörte zwar damals wie auch heute noch zur IHG-Gruppe, wechselte aber den Namen, weil es innerhalb der Hotelkette einer anderen Marke zugeordnet wurde.

Wir freuten uns einfach über das Hotelzimmer, dass eine maritime Wand hinter den Betten zeigte – wie passend – und einen Ausblick auf den Hafen ermöglichte. So würden wir am nächsten Morgen schon die Queen Mary 2 vom Hotelzimmer aus sehen können. Den Rest des Tages verbrachten wir damit, uns im West Quay-Einkaufszentrum runter zu kühlen. Es war zwar ein wenig erfrischender als in der Metropole, doch es war immer noch sehr heiß. Es war sogar einer der heißesten Tage des Jahres und es gab eine Hitzewarnung. Mit über 36° Celsius gab es in der Vergangenheit nur sehr selten wärmere Tage in der Region.

Trotzdem wollten wir uns auch ein wenig die Beine vertreten und besuchten auch die Parklandschaft in der Innenstadt. Dort warfen wir einen Blick auf die beiden Titanic-Denkmäler, die beide dicht beieinander stehen und an die Maschinisten und die Musiker an Bord erinnerten. Die Denkmäler kannten wir natürlich schon von früheren Aufenthalten. Schon vor über zehn Jahren hielt ich sie auch in meinem Reiseführer über England fest.

Aber so ein kurzer Besuch dort passt natürlich thematisch irgendwie zu der Reiseart, die am nächsten Tag für uns beginnen würde. Immerhin war es der letzte Tag für eine Woche, an dem wir längere Spaziergänge auf festem Boden unternehmen konnten. Morgen würden wir unsere zweitägige Anreise zur Queen Mary 2 beenden und endlich einchecken und an Bord gehen können.

Zur Inhaltsangabe für die weiteren Reisetage

Michael Moll

Hier schreibt Reisejournalist Michael Moll.

Ich bin Autor von mehr als 130 Reiseführern, unter anderem beim National Geographic, und erstelle Artikel in Fachzeitschriften. Außerdem bin ich Betreiber und Besitzer des Wohnmobilstellplatzes am Barockschloss in Nordkirchen im südlichen Münsterland.

Bundesweit halte ich Multimedia-Präsentationen über verschiedene Reisethemen und zu guter Letzt konnte ich einen Fahrradweltrekord für das Guinnessbuch der Rekorde aufstellen.


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