Coronavirus und die Reisefolgen

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  • Oh man, wie gut ich diesen Neid kenne. Und ich neige dazu, das tatsächlich als typisch deutsch zu bezeichnen, denn in anderen Ländern habe ich so etwas noch nie erfahren.
    Vor etlichen Jahren muss Fortuna mal so dermaßen sturzbesoffen gewesen sein, dass ich tatsächlich eine Kreuzfahrt für 2 Personen gewonnen hatte. Durch die Karibik, in einer Balkonkabine, mit allem schnick und schnack. Auf einem Ami-Kreuzer. Nur die Flüge mussten wir selbst bezahlen.
    Nun ja, an Bord ergab es sich dann irgendwann, dass wir mit einem reizenden Paar aus Atlanta ins Gespräch kamen, die uns als Greenhorns entlarvten und jegliche Hilfe anboten, die wir auch sehr gern annahmen. Jeden Morgen bekamen wir Tipps, was wir an Land unbedingt sehen müssten, was wir essen könnten, was nicht, usw. Ganz lieb. Also haben wir ihnen nach ein paar Tagen erzählt, wie wir zu dieser Reise gekommen waren. Reaktion? Pamela hat eine Flasche Champus bestellt und John hat mich mit einem 50-Dollar-Schein ins Casino geschickt. Ich solle mein Glück ruhig nochmal versuchen, offensichtlich hätte ich ein Händchen dafür.
    Gegen Ende der Reise liefen wir dann auch noch einem Paar aus Düsseldorf über den Weg, die uns schon eine Weile so aus den Augenwinkeln beobachtet hatten. Offenbar hatte Pamela in ihrem Überschwang von unserem Losglück erzählt und so machte die Geschichte ihre Runde. Reaktion? Eisiges Schweigen, Blicke wie aus dem Horrorfilm und im Weggehen der Satz: "Na, dann genießt die Reise mal schön, sie wird dann ja sicher eure erste und letzte sein." Denn zu unserer Freude hatten sie auch noch messerscharf kombiniert, dass wir aus dem Osten sind. Mein Mann sächselt als Dresdner natürlich. :-)


    Nun ja, so ist er, der Mensch. :-) Mit Pam und John hatten wir noch nach der Reise eine Weile sehr netten Kontakt.


    VG, Dorit

  • das ist unangenehme Missgunst...


    Andere Situation:

    Mein Freund hat 5 Tage mehr Urlaub als andere und darf auch noch ein Jahr früher in Altersteilzeit gehen.

    Das bekam sein Kollege mit: "Oh, das will ich auch".

    Mein Freund: "Kannst gerne meine Tage und das Jahr haben, aber dann musst Du auch meine Behinderung nehmen".

    Kollege: "Oh, nein das will ich aber nicht".


    Ja, ja, nur das Positive haben wollen, ohne über die Konsequenzen, das Negative nachdenken, auch typisch deutsch.


    Mein Freund hat ein stark versteiftes Bein nach einem unverschuldeten Motorradunfall. Behinderungsgrad weiß ich aber eben gerade nicht.

    Gruß
    Michael

    Nimm nur Erinnerungen mit, hinterlasse nichts außer Fußspuren. << Chief Seattle >>

  • das als typisch deutsch zu bezeichnen, denn in anderen Ländern habe ich so etwas noch nie erfahren

    Danke Dir Dorit für diese tolle Geschichte vom Kreuzfahrtschiff.


    Ich kenne die USA nach 20 Jahren des Herumreisens ziemlich gut.


    Wenn man von der "hochnäsigen" Ostküste und den "Weltverbesserern" der Westküste absieht, trifft man auf Menschen, die sich ehrlich über den Erfolg oder das Glück der anderen freuen können und das auch so äußern.


    Auch bei unseren Freunden in den Niederlanden, haben wir Leute kennengelernt, die gerade so über die Runden kommen und neben denen stehen Unternehmer mit Multimillioneneinkünften, und trotzdem ist da ein Miteinander, weil das gemeinsame Hobby "Quarter horses" die Verbindung ist. Standesdünkel ist dort nicht so verbreitet.

    Gruß
    Michael

    Nimm nur Erinnerungen mit, hinterlasse nichts außer Fußspuren. << Chief Seattle >>

  • Wenn man von der "hochnäsigen" Ostküste und den "Weltverbesserern" der Westküste absieht, trifft man auf Menschen, die sich ehrlich über den Erfolg oder das Glück der anderen freuen können und das auch so äußern.

    Das mag in den USA so sein, in Kanada trifft beides idR nicht zu.

    Bin schon gespannt, wie heuer das morgendliche "Liegestuhl mit Handtuch reservieren" funktionieren wird.

    Auch eine Eigenschaft bestimmter Zeitgenossen, egal ob an unseren Seen oder am Meer.

  • Und nun ist aber auch bei den Behörden, die für die Soforthilfe zuständig sind, offenbar das Corona-Ende eingeläutet worden. Denn die nicht genutzten Beträge sollen bereits in den nächsten Wochen eingefordert werden, so sagte man mir heute am Telefon.

    Aber man sollte auch erwähnen, dass es immer schwarze Schafe gibt, die sich mit Corona-Hilfen sanieren möchten und damit andere, die es wirklich nötig haben, zu kurz kommen. Und da diese Hilfen relativ schnell umgesetzt wurden, macht es auch Sinn es nachträglich zu hinterfragen!

    Damit kann man sich dann die Milliarden zur Rettung der Lufthansa leisten und ob es nun Neid der anderen Airlines Europas ist, wenn sie sich dagegen aussprechen?


    Bei uns wurden schon einige zur Rückzahlung inklusive Strafe aufgefordert. Und dann gibt es noch die Krisen-Gewinner wie Amazon, die wenig zum Budget beitragen und ihre Mitarbeiter ausnehmen. In den USA wurden sogar die versprochenen Prämien für die Mitarbeiter wieder gestrichen.

    Nie und nimmer würde ich bei Amazon bestellen. Es gab auch während der Krise Alternativen um "Überlebenswichtiges" online zu bestellen inklusive Zustellung durch die Post, die die Lieferung nicht irgendwo vor der Haustür abstellen.

    Für mich war die einzige Bestellung eine Haarschneidemaschine:)


    Ob die neuen Lockerungen um einige Monate zu früh kommen wird man spätestens im Herbst sehen.

  • Oh man, wie gut ich diesen Neid kenne. Und ich neige dazu, das tatsächlich als typisch deutsch zu bezeichnen, denn in anderen Ländern habe ich so etwas noch nie erfahren.
    Vor etlichen Jahren muss Fortuna mal so dermaßen sturzbesoffen gewesen sein, dass ich tatsächlich eine Kreuzfahrt für 2 Personen gewonnen hatte.

    Dazu will ich auch gerne mal eine Anekdote beitragen. Ende 1993 hatte mich ein befreundeter Künstler gefragt, ob ich ihm bei einem Auftritt bei einer Vereinsfeier bei einem kleinen Fußballverein in Dortmund (nein, nicht die Borussia) helfen könnte. Ja, habe ich natürlich gemacht. Gleichzeitig habe ich ein wenig die Feier genossen (es gab ja etwas zu essen und zu trinken) und mir seinen Bühnenauftritt angeschaut.

    An dem Abend gab es auch eine Tombola und da komme ich immer schlecht dran vorbei, ohne es wenigstens mal probiert zu haben. Also kaufte ich ein paar Lose und blickte dabei auf die vorhandenen Preise, die man gewinnen konnte. Der vermeintliche Hauptpreis war ein Wochenende in Paris - dachte ich zumindest.

    Als dann die Losnummern ausgerufen wurden und die Paris-Reise weg war, wollte ich gerade meine Lose wegschmeißen. Doch in dem Moment schallte es durch den Saal: "Kommen wir jetzt zum Hauptpreis - eine einwöchige Reise nach Ibiza".


    Tja, nun. Was soll ich sagen? Das wurde dann die Reise, von der ich heute noch sage, dass ich seitdem nie mehr geflogen bin. Habe ich da wohl etwas gewonnen, kann passieren.

    Nur - als ich dann zur Bühne ging, um den Preis entgegen zu nehmen, gab es ein Raunen unter den rund 200 Vereinsmitgliedern. Mein Bekannter, der den Auftritt hatte, zitierte mir dann auch später ein paar Stimmen aus der Zuschauermenge: "Wer ist das? Der gehört doch gar nicht zu uns. Warum darf der bei uns etwas gewinnen?" usw.

    War dann später eine schöne Woche auf Ibiza ;)

  • Weg von der Neid-Debatte, hin zu Corona. In meiner Firma (wir verkaufen hier Software für Bekleidungsbetriebe) waren März und April noch so OK, dass wir keine staatliche Unterstützung beantragen konnten. Unser Problem, als Anbieter von Investitionsgütern hängt man der allgemeinen Nachfrage oft etwas hinterher. So kommt es jetzt, dass der Umsatzrückgang uns erst jetzt voll trifft, wo es keine Unterstützung mehr gibt. Dazu kommt dann noch die ohnehin schwache Sommerferienzeit ab Ende Juni. Zum Glück wirtschaften wir sehr konservativ und haben noch Reserven. Aber es macht nachdenklich...


    Und dann noch was: Michaels Überschrift war "Corona ist vorbei". Wirklich? Als wir gestern unseren Jungs (16/19) erklärten, dass wir nach Fronleichnam die Großeltern erstmals seit Weihnachten besuchen werden (Opa hat Geburtstag), waren sie sehr ablehnend. "Nee, es ist doch noch Corona, wir müssen auf Abstand bleiben, sollen uns nicht treffen." Nur, wenn ich so rausgucke, alle laufen wieder relativ normal rum, treffen sich, trinken Kaffee zusammen, usw. Ich habe einfach persönlich, wie Michael oben schrieb schon das Gefühl "Corona ist vorbei". Man sollte schon noch wachsam bleiben (also keine Großveranstaltungen, keine Umarmungen außerhalb des Hausstandes, Maske tragen usw.). Aber unter dieser Maßgabe sind Familientreffen doch durchaus machbar, zumal wir nicht dort schlafen würden, sondern im Wohnmobil. Was ist richtig? Sind die Köpfe meiner Kinder zu träge? Oder bin ich zu leichtsinnig?


    LG

    Volker

    Volker und Corinna, im Dethleffs Trend A 6977

  • Und dann noch was: Michaels Überschrift war "Corona ist vorbei". Wirklich? Als wir gestern unseren Jungs (16/19) erklärten, dass wir nach Fronleichnam die Großeltern erstmals seit Weihnachten besuchen werden (Opa hat Geburtstag), waren sie sehr ablehnend. "Nee, es ist doch noch Corona, wir müssen auf Abstand bleiben, sollen uns nicht treffen." Nur, wenn ich so rausgucke, alle laufen wieder relativ normal rum, treffen sich, trinken Kaffee zusammen, usw. Ich habe einfach persönlich, wie Michael oben schrieb schon das Gefühl "Corona ist vorbei". Man sollte schon noch wachsam bleiben (also keine Großveranstaltungen, keine Umarmungen außerhalb des Hausstandes, Maske tragen usw.). Aber unter dieser Maßgabe sind Familientreffen doch durchaus machbar, zumal wir nicht dort schlafen würden, sondern im Wohnmobil. Was ist richtig? Sind die Köpfe meiner Kinder zu träge? Oder bin ich zu leichtsinnig?

    "Vorbei" ist Corona noch lange nicht. Es hat jetzt nur ein paar Lockerungen gegeben, weil die starken Einschränkungen der letzten Monate nicht langfristig haltbar waren. Normalisiert haben sich vor allem unkritische Situationen, bei denen man sich nur kurz, und mit halbwegs vernünftigem Abstand begegenet. Mit den verbleibenden Einschränkungen werden wir aber noch etliche Monate leben müssen.


    Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie bei Euch ein "Familientreffen" aussieht. Bei uns wurde kürzlich noch ein für Ende Juni geplantes Familientreffen abgesagt, bei dem sich die ganze "Sippe" mit mehreren Dutzend Personen getroffen hätte. Sowas ist auch mit den inzwischen gelockerten Vorschriften immer noch nicht drin.

    Ein Treffen zwischen wenigen Hausständen ist gemäß den Regeln inzwischen wieder erlaubt. Aber natürlich birgt so ein Treffen wieder das Risiko, dass irgendein Teilnehmer, der unwissentlich das Virus in sich trägt, den einen oder anderen ansteckt. Und da die Großeltern aufgrund ihres Alters zur "Risikogruppe" gehören, kann sowas entsprechend böse ausgehen. Am Ende müsst Ihr selbst entscheiden, wie Ihr mit diesem Konflikt zwischen dem Risiko und dem Wunsch nach einem Wiedersehen umgeht. Eine eindeutige Antwort gibt es da nicht.


    Ich selbst habe die letzten Tage, in denen ich eigentlich im Ausland Urlaub machen wollte, bei meiner Mutter verbracht. Auf Umarmungen haben wir verzichtet, aber ansonsten haben wir mehr oder weniger normal zusammen in ihrem Haus gelebt. Und vor ein paar Wochen war mein Bruder mit seinen Kindern da. Soweit auch problemlos. Aber wie gesagt: das Restrisiko nimmt einem keiner ab.

  • Als überzeugter Bahnfahrer habe ich derzeit kein Problem mit der Bahn zu fahren, weil die Züge sowieso nur 30% ausgelastet sind.

    Dazu ist MNS verpflichtend und Abstand halten, was bei den leeren Zügen auch leicht möglich ist.

    Die Frage ist natürlich wohin fahren? Aber ein Tagesausflug nach Salzburg oder Graz geht sich aus und seit heute ist auch wieder die Gastronomie mit diversen Einschränkungen geöffnet. Und meine Heimatstadt Salzburg ohne Touristen ist auf alle Fälle einen Tagesausflug wert.

    Der Fernverkehr wird wohl noch länger blockiert sein und im Nahverkehr herrscht in den Zügen auch noch Flaute, denn die Pendler fahren nun wieder Auto und in der Stadt wird nun mehr mit dem Fahrrad gefahren. Leider ist der Öffentliche Verkehr eindeutig Verlierer der Pandemie.


    So - ich habe es nun doch darauf ankommen lassen und schreibe diesen Beitrag also aus einem ICE. Auf der Hinfahrt am Montag war der Zug ziemlich leer - maximal 5 Personen im Großraumwagen, die sich gut verteilen konnten. Heute auf der Rückfahrt ist deutlich mehr los, aber es reicht noch für eine freie Sitzreihe Abstand zum nächsten Mitfahrer. Zumindest ist das die Lage in der 1. Klasse. Wieviel in der 2. Klasse los ist, kann ich von hier aus nicht sehen.

    Ich habe allerdings die langen Wochenenden als Reisetage gemieden. Wäre sicher interessant zu erfahren, was beispielsweise heute Abend los sein wird. Allerdings habe ich keine Lust, das selbst auszuprobieren, daher eben schon die Fahrt am Freitagmorgen.

  • Corona ist noch nicht ganz vorbei und wir schützen uns noch mit Abstand /Desinfektion usw, aber mit der Familie haben wir seit 3 Wochen Kontakt und auch mit Freunden wenn man Gesund ist und nicht mehr als 5 Personen, ist natürlich relativ aber uns geht es gut dabei und geniessen die Kontakte ohne Bussis und Umarmungen usw :thumbup::)

    Ab 6. Juni werden wir mit dem Wohmobil in der Schweiz unterwegs sein und so gegen Ende Juni fahren wir nach Oesterreich um meine Familie zu besuchen wenn alle Gesund bleiben. Und die Treffen werden Privat abgehalten um kein unnötiges Risiko ein zu gehen8)


    schöne Pfingsten und bleibt ganz einfach Gesund mit lieben Grüssen

  • So - ich habe es nun doch darauf ankommen lassen und schreibe diesen Beitrag also aus einem ICE. Auf der Hinfahrt am Montag war der Zug ziemlich leer - maximal 5 Personen im Großraumwagen, die sich gut verteilen konnten. Heute auf der Rückfahrt ist deutlich mehr los, aber es reicht noch für eine freie Sitzreihe Abstand zum nächsten Mitfahrer. Zumindest ist das die Lage in der 1. Klasse. Wieviel in der 2. Klasse los ist, kann ich von hier aus nicht sehen.

    Wobei mein Betrag der Stand vor 14 Tagen war. Aber weder im Fernverkehr noch im Nahverkehr sind im Großraum Wien die Züge sicher nur zu 50% ausgelastet. Wobei ich von 2. Klasse ausgehe. Das gilt aber genau so für unsere U-Bahnen, Straßenbahnen und Busse, die wieder im Normaltakt unterwegs sind. Also zu den Stoßzeiten im 3-Minuten-Takt, um Überfüllung zu vermeiden.

    Vor Corona waren auch die Wagen im 3-Minuten-Takt voll, heute gibt es sogar ausreichend Sitze.

    Leider sind wieder viele aufs Auto umgestiegen.

  • Corona wird uns sicher noch einige Zeit begleiten, aber trotzdem sind nun diverse Lockerungen sinnvoll.

    Aber gut, dass man dann doch schnell die Reißleine gezogen hat. Gestern wurde festgestellt, hätten wir in Österreich 8 Tage später zugesperrt, wären auch unsere Krankenhäuser an Grenzen gestoßen. Aber so gab es auch auf den Intensivstationen keine Engpässe und wir konnten sogar schwere Fälle aus der EU aufnehmen.


    Und mit Abstand halten kann man sicher auch Opa und Oma wieder besuchen.

  • Nur um das klar zu stellen: Mein "Corona ist zu Ende" war als ironisch gemeinte Bemerkung gedacht. Ich meinte damit, dass man den Eindruck bekommen könne. Eben, weil vieles geöffnet wurde und weil vielerorts das Verhalten von einigen Mitmenschen das Glauben machen lässt. Dazu zählt eben auch das, was ich geschrieben hatte (Buchdruck, Rückforderung statt Auszahlung).


    Ansonsten bin ich da ganz bei euch und verhalte mich auch corona-entsprechend. In vielerlei Hinsicht sind wir sogar vermutlich weitaus vorsichtiger als viele andere Menschen. Im Supermarkt gehören wir zum Beispiel zu den Handschuh-Trägern, Post kommt in die "Quarantäne-Ecke" und wird erst nach ein paar Tagen geöffnet (ich weiß ja sowieso, was drin steht) und Einkäufe werden desinfiziert. Mag übertrieben sein, aber wir stehen dazu.


    Insofern verdeutliche ich meine Aussage: "Corona ist nicht zu Ende, aber mir scheint es, als glaube jeder, es wäre zu Ende".

  • @ Binford2500: dein Post über den Behinderten mit den 5 Tagen mehr Urlaub ist cool! Erinnert mich ein wenig an die neidischen Blicke wenn bekannt wird das ich schon seit Jahren frühpenioniert ( mit 49) bin. Meine mickrige Mindestpension will dann aber keiner;-) und die gesundheitlichen Einschränkungen auch nicht.


    Früher wurde ich schon mal angefeindet das ich Beamter bin, alle Vorurteile wurden mir serviert. Bis ich auf die Idee kam solche Leute zu fragen weshalb man diesen Berufsweg nicht eingeschlagen habe........die Antwort: zu schlecht bezahlt! Der Mann war in leitender Position bei einem Abfallentsorger tätig, Spitzname " Müllpapst". Seitdem ist Ruhe :-))

  • Nur um das klar zu stellen: Mein "Corona ist zu Ende" war als ironisch gemeinte Bemerkung gedacht. Ich meinte damit, dass man den Eindruck bekommen könne. Eben, weil vieles geöffnet wurde und weil vielerorts das Verhalten von einigen Mitmenschen das Glauben machen lässt. Dazu zählt eben auch das, was ich geschrieben hatte (Buchdruck, Rückforderung statt Auszahlung).

    Das wurde sicherlich richtig verstanden und dieser Eindruck ist von Tag zu Tag mehr zu beobachten.

    Man sollte daher die Lage sehr genau beobachten und weiterhin medial auf die wenigen Maßnahmen hinweisen.

    In Israel hat man gestern wieder einen kritischen Punkt erreicht. In Österreich ist die Reproduktionszahl (die Rechtschreibprüfung kennt das Wort noch nicht:)) wieder auf unter 1 gesunken. Aber wie lange, wenn nun weitere Lockerungen bevorstehen?

    Man kann aber feststellen, dass alle zuständigen Stellen die Lage inzwischen gut kontrollieren können und auch die Testungen massiv zunehmen.

  • Nach 56 Tagen ohne neuen Fall ist Corona zurück in Peking. Erst ein Fall, tags drauf 2 dazu, heute Mittag waren es schon 7 plus 46 asymptomatische.


    Folge im Hinblick aufs Reisen: Kein Reiseverkehr zwischen Peking und anderen Provinzen. Auslandsreisen inkl. Heimaturlaub waren für uns ja eh vom Tisch, aber auch innerhalb Chinas haben wir nichts geplant, weil wir genau sowas befürchtet haben und nirgendwo stranden wollten.

    Blog: ombidombi.de


    Do not go gentle into that good night.

    Rage, rage against the dying of the light.

    (Dylan Thomas)

  • Mit Corona um zu gehen und wie weiter das ist schwierig und man muss damit um gehen zu lernen.Wir sind zur Zeit im Tessin am Campingplatz und die Hygienemassnahmen sind gut, aber ganz Ausschliessen kann man nichts, leider.Die Unsicherheit bleibt und wird noch länger dauern. Auch möchte ich zu meiner Familie nach Oesterreich und werde schauen wie wir das machen werden, ganz sicher mit dem Camper. Da hat man ja die eigene Infrastruktur mit und man kann sich so einigermassen wohl fühlen. Sicherheit gibt es im Moment keine. Ich hätte nie gedacht dass es so schwierig wird mit Corona um zu gehen :(

    Was Lin beschreibt sehe ich auch so ......... und ich werde mir überlegen ob wir nicht weiterhin zu Hause bleiben nach diesem Trip ins Tessin und abwarten was die Zeit bringt.

  • Nach 56 Tagen ohne neuen Fall ist Corona zurück in Peking. Erst ein Fall, tags drauf 2 dazu, heute Mittag waren es schon 7 plus 46 asymptomatische.

    Ich befürchte, dass es auch bei uns in manchen Regionen wieder so kommen wird.

    Mir geht die internationale Öffnung ohne weitere Kontrollen viel zu schnell

    Finde es sinnvoll, dass man in Peking gleich wieder mit Sperren agiert. Bei einer Bevölkerungsdichte von 1200 Menschen pro km² geht das wohl gar nicht anders.

  • In der englischen Wikipedia sind es 1300/km². Ich denke, das kommt schon hin. In dem Bezirk, in dem ich lebe, sind es 7792/km². Im Vergleich zu Deutschland gibt es viel mehr und viel höhere Hochhäuser. Die Mieten/Wohnungspreise in Peking sind verflixt hoch, so wohnen viele Chinesen mit viel mehr Personen zusammen als in Deutschland üblich. Gleichzeitig ist Peking größer als Hamburg und Schleswig-Holstein zusammen. Außer den extrem dicht besiedelten innerstädtischen Gebieten (und ebenfalls dicht besiedelten Hochhaussiedlungen) gehören auch landwirtschaftliche Gebiete und kaum bebaute (bebaubare?) bergige Regionen dazu.

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