Wanderung durch den Torghatten

Eine Wanderung auf einen Gipfel? Hey, das kann man doch praktisch überall haben. Ob nun der Kahle Asten oder der Mont Blanc – irgendeinen Berg findet man immer. Aber wie wäre es dann mal zur Abwechslung mit einer Wanderung durch einen Berg? So geschehen in Norwegen.

Torghatten heißt er, der nicht ganz 260 Meter hohe Berg in der Nähe des norwegischen Brønnøysund. Vom Parkplatz aus führt ein bequemer Wanderweg über Findlinge und in den Fels geschlagene Stufen ein deutliches Stück aufwärts. Flankiert wird der Weg von Holzpfählen, auf denen moderne QR-Codes in zwei Sprachen über den Berg informieren. Vorausgesetzt man hat ein Smartphone und will in die Roaminggebühren investieren. Es ist zwar grundsätzlich eine tolle Sache, aber es wirkt auch etwas seltsam, wenn man sich auf abgeschiedenen Wanderwegen so modern informieren kann. Andererseits – so abgeschieden ist der Berg nun auch wieder nicht.

Nach gut 20 Minuten erreicht man eine Flanke des Bergs und erblickt über sich eine Art Höhle. Doch ganz schnell wird klar, dass das keine Höhle ist, sondern wirklich ein Durchgang. Schon seltsam – in die eine Richtung blickt man zurück auf das weiter unten liegende Land und durch den Durchgang sieht man auf der anderen Seite das Meer mit vielen kleinen Inselchen. In dem Durchgang, der laut Wikipedia 35 Meter hoch ist, und durch seine Höhe und Kühle beinahe wie eine Kathedrale wirkt, befinden sich Treppen und rote Wanderwegmarkierungen.

Denn mit Erreichen des Durchganges muss noch nicht Schluss sein. Zugegeben, die anderen Personen, die den Weg vom Parkplatz hier hinauf unternahmen, gingen den selben Weg wieder zurück. Ich hasse es aber, den selben Weg zu benutzen, weshalb wir wirklich durch den Berg hindurch wanderten und auf der Seeseite den steilen Abstieg auf uns nahmen. Zahlreiche Felsen, Steine und einen kleinen Wald später waren wir bald wieder auf Meereshöhe, schlenderten am Ufer entlang und gingen halb um den Torghatten zurück zum Parkplatz. Alles in allem dauerte die Wanderung rund 1,5 Stunden.

Hier geht es zum gesamten Bericht der Reise mit dem Wohnmobil zum Nordkap.

3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Michael,
    ich lese mit großen Interesse deine spannenden Berichte über deine Norwegen-Touren. Einzigartig schöne Fotos! Bin auf alle Fälle weiter dabei.
    Gute Nacht,
    Katrin

    • Hallo Katrin,

      danke für die netten Worte. Das freut mich. Bald kommen ja die langen Abende, wo ich öfter mal was schreiben (und vor allem auch endlich mal selber etwas lesen) werde.

      Viele Grüße von einem, der morgen schon wieder einige Höhenmeter vor sich hat und deswegen in wenigen Stunden aufstehen muss 😉

      Gute Nacht
      Michael

  2. Auch hier sind wir dieses Jahr gewesen. Eine kurze Wanderung für zwischendurch. Wir fanden es ok, aber hatten mehr erwartet. Aber man kann ja auch erst durch das Loch und dann um den Berg herum wandern… aber das Wetter lud uns dazu nicht ein an dem Tag.

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