Whitehorse und die Partnerstädte

Zu Besuch in Whitehorse in Yukon

Zwei Mal war ich bisher im kanadischen Whitehorse im Yukon-Territorium. Einmal auf dem Weg nach Dawson City und einmal wieder auf dem Rückweg, als wir einen Roadtrip durch die USA und Kanada machten und dabei bis Alaska fuhren.

Lage und Infos zu Whitehorse

Alaska ist dabei ein gutes Stichwort. Denn obwohl sich Whitehorse in Kanada befindet, ist man hier auf dem Alaska Highway unterwegs. Die Staatsgrenze zwischen den USA und Kanada liegt noch über 300 Kilometer Luftlinie entfernt. Zu fahren sind es sogar fast noch 500 Kilometer. Dennoch hat man schon das Gefühl, Alaska ist gleich um die Ecke. Es ist eben sehr einsam im Yukon. Die Hauptstadt dieses kanadischen Territoriums ist Whitehorse.

Holzhäuser in Whitehorse

Holzhäuser in Whitehorse

Sie ist die größte Stadt und gleichzeitig auch Hauptstadt im Yukon. Das bedeutet, in dieser größten Stadt leben rund 25.000 Menschen. Um das mal ins Verhältnis zu setzen, ein kleiner Vergleich: Das Yukon-Territorium ist etwas größer als Deutschland, Österreich, Schweiz, Luxemburg und Liechtenstein zusammen. Und im gesamten Yukon leben gerade einmal ca. 43.000 Menschen. Davon wiederum also 25.000 in der Hauptstadt Whitehorse. Das ist auf der einen Seite kaum vorstellbar und auf der anderen Seite traumhaft schön.

Redaktion des Whitehorse Star

Redaktion des Whitehorse Star

Trotzdem – oder gerade deswegen – hat Whitehorse einen klassischen Charakter einer Stadt. Es gibt einen Flughafen, Hotels, Sehenswürdigkeiten und genügend Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants. So waren wir zum Beispiel im klassischen Walmarts shoppen, kauften uns Leckereien für unterwegs in einer Filiale von Tim Hortons und besuchten auch die Tourist Information. Außerdem machten wir eine kleine Wanderung am Ufer des Flusses Yukon und übernachteten in zwei verschiedenen Hotels.

Kleine Promenade am Yukon-Ufer

Kleine Promenade am Yukon-Ufer

Der Fluss Yukon

Der Fluss Yukon

Witziger Fahrradständer in Form eines Hundeschlittens

Witziger Fahrradständer in Form eines Hundeschlittens

Übernachtungsmöglichkeiten in Whitehorse

Die erste Nacht, die wir in Whitehorse verbrachten, kamen wir im Westmark Whitehorse Hotel unter. Das war damals schon ein wenig in die Jahre gekommen, aber völlig okay. Mittlerweile heißt es The Sternwheeler-Hotel und wurde renoviert. Ich gehe davon aus, dass es in diesem Zug dann auch modernisiert wurde. Das Hotel liegt zentral, hat einen Parkplatz und  ich empfand das Gebäude ein wenig verwinkelt. Daran dürfte sich auch nach dem Umbau nicht viel geändert haben.

Ehemaliges Hotel

Ehemaliges Hotel

Campingroute

Campingroute

Das zweite Hotel, das wir auf der Rückreise von Dawson City kennenlernen durften, war das Coast High Country Inn. Dieses war eigentlich sehr bekannt, schon alleine, weil vor dem Gebäude die Figur eines riesigen Mounties den Parkplatz zu überwachen schien. Doch dieses Hotel existiert nicht mehr.

Nachts für Camper verboten

Nachts für Camper verboten

Parkplatz vor der Tourist Information

Parkplatz vor der Tourist Information

Darüber hinaus gibt es aber noch jede Menge anderer Hotels, in denen man sich einquartieren kann. Eine Reservierung ist hier jedoch hilfreich und vielleicht sogar notwendig. Denn Whitehorse ist nicht nur die größte Stadt und die Hauptstadt im Yukon, sondern auch die einzige Stadt weit und breit. Sie liegt am Schnittpunkt des Alaska Highways mit dem Klondike Highway und hat also auch für Touristen eine große Bedeutung.

Ungewöhnliches Restaurant

Ungewöhnliches Restaurant

Sehenswürdigkeiten am Ufer des Yukon

Außerdem kann man, wie ich oben schon erwähnte, die ein oder andere Sehenswürdigkeit besichtigen. Die Hauptattraktion ist hierbei die SS Klondike. Dabei handelt es sich um einen heckbetriebenen Schaufelraddampfer, der einst auf dem Wasser des Yukon auf- und ab schipperte. Heute liegt das Schiff auf dem Ufer des Flusses und kann sowohl von außen als auch von innen besichtigt werden.

Straße in Whitehorse

Straße in Whitehorse

SS Klondike

SS Klondike

Skulptur

Skulptur

Außerdem ist die SS Klondike Ausgangspunkt für die bereits verlinkte Wanderung, die man am Yukon-Ufer machen kann. Dabei gelangt man etwas außerhalb der Stadt zu einer Fischleiter an einem Damm, die auch als Sehenswürdigkeit dient. Doch auch direkt in Whitehorse ist es echt nett, ein wenig am Ufer zu spazieren, gar zu flanieren. Weit kommt man auf dem mit Holzbohlen ausgestatteten Weg zwar nicht, aber es wirkt einfach passend.

Skulptur von Jack London

Skulptur von Jack London

Man empfahl uns zudem, in der Nacht ein wenig aus der Stadt herauszufahren. Denn zu dem Zeitpunkt, als wir dort waren, hätte man Polarlichter beobachten können. Das versuchten wir zwar auch, aber leider war unser nächtlicher Ausflug nicht von Erfolg gekrönt. Polarlichter gab es keine, dafür aber Koyoten, die uns auf dem Hotelparkplatz mittenin der Stadt über den Weg liefen und sich genauso erschraken wie wir.

Fazit

Ansonsten zeigt sich Whitehorse als nette Kleinstadt (oder muss man trotzdem Metropole sagen?) mit den typisch rechtwinklig angelegten Straßen, Holzhäusern und Skulpturen. Ich würde ja gerne sagen, dass man an dieser Stadt auf keinen Fall vorbei fahren sollte, aber das macht man wegen der oben genannten Gründe ohnehin nicht. Ein Zwischenstopp ist hier beinahe garantiert. Und ich finde, der lohnt sich auch.

Schaufelraddampfer am Yukon

Schaufelraddampfer am Yukon

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