Kleine Bronzeskulpturen in Städten

Ich freue mich ja immer, wenn ich unterwegs bin und von bestimmten Themen Bilder sammeln kann. Erst recht, wenn es noch irgendwie innerhalb einer Stadt oder Region verteilt ist oder auf eine bestimmte Art und Weise eine Geschichte erzählt wird – oder wenn etwas zu der besuchten Stadt berichtet wird. Wenn dann diese zu sammelnden bzw. zu besichtigenden Sachen dann auch noch irgendwie niedlich, unauffällig und nicht aufdringlich sind – umso besser.

Ein schönes Beispiel hierfür sind die Zwerge von Hitzacker. Darüber hatte ich ja bereits einen Blog-Beitrag geschrieben und die Zwerge dort ausführlich vorgestellt. Sie sind niedlich, über den gesamten Ort verteilt und laden dazu ein, durch Hitzacker zu flanieren, um auf Spurensuche zu gehen oder eben eine Sammlung an Bildern anzulegen und zu vervollständigen.

Mit solchen Bronzeskulpturen ist so eine Art Schatzsuche leicht auf die Beine zu stellen. Die polnische Stadt Breslau hat ja ebenfalls zahlreiche Zwerge im gesamten Stadtbild versteckt. Deutlich mehr übrigens als in Hitzacker. Darüber hinaus gibt es natürlich Bronzeskulpturen, die einzeln auch interessant aussehen. Davon mache ich dann auch gerne mal ein Bild, aber wenn es da nichts zu sammeln gibt, dann ist das einfach nur nett. Mehr nicht. Ein schönes Beispiel ist die folgende Aufnahme einer Dame, die mit einem Koffer offenbar auf Reisen ist. Finde ich gut, sah nett aus. Hatte aber für mich sonst keinen Mehrwert. Leider gab es bei dieser Skulptur, aufgenommen in Kołobrzeg, keine weitere Information. Deswegen weiß ich nichts weiter über dieser Figur.

Außerdem war sie eben auch nicht klein. Anders hingegen sieht das bei den Löwenskulpturen in Danzig aus. Viele sind es nicht, die im Stadtbild der polnischen Hafenstadt aufgestellt wurden und leider habe ich auch gar nicht alle besucht. Aber wenigstens zwei konnte ich finden. Dass es noch ein paar mehr sind (ich glaube, sechs insgesamt), habe ich erst nach meinem Besuch in der Stadt erfahren.

Interessant fand ich auch wiederum die kleinen Skulpturen in der Stadt Olsztyn. Davon gibt es auch wieder mehrere, die in der Altstadt zu sehen sind. Sie stehen für verschiedene Sagen und Geschichten. Welche das im Einzelnen sind, weiß ich nicht. Aber die Bandbreite reicht von dem Teufelskopf bis hin zu dem Typen mit dem Mantel und der E-Gitarre (oder was auch immer das für ein Musikinstrument sein soll).

Zwischen Danzig und Olsztyn gibt es außerdem noch die Stadt Malbork (Marienburg) mit ihrer riesigen und bedeutenden Festung. Auch hier hat man sich entschlossen, einige kleine Bronzeskulpturen aufzustellen. Sie zeigen Marianek, der einen Ritter darstellt, der sich wiederum in moderner Form präsentiert. So zum Beispiel mit einem Smartphone vor dem Schriftzug Malbork, um von sich ein Selfie zu machen. Zu Marianek werde ich noch einen eigenen Blog-Beitrag schreiben. Insofern: Knuffig, nett und auf jeden Fall immer wieder auch einen Blick wert sind so kleine Figuren, mit denen man sich vielleicht gerne wieder an die Ortschaft erinnert, die man besucht hat.

Michael Moll

Hier schreibt Reisejournalist Michael Moll.

Ich bin Autor von mehr als 120 Reiseführern, unter anderem beim National Geographic, und erstelle Artikel in Fachzeitschriften. Außerdem bin ich Betreiber und Besitzer des Wohnmobilstellplatzes am Barockschloss in Nordkirchen im südlichen Münsterland.

Bundesweit halte ich Multimedia-Präsentationen über verschiedene Reisethemen und zu guter Letzt konnte ich einen Fahrradweltrekord für das Guinnessbuch der Rekorde aufstellen.


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