Die neuen Zwerge von Hitzacker

Vier Jahre ist es bereits her, dass ich einen Beitrag über die Zwerge von Hitzacker schrieb. Bei unserem ersten Besuch in der kleinen Stadt an der Elbe hatten es uns die Zwerge sofort angetan. Als leidenschaftliche Jäger und Sammler machten wir uns auf den Weg, die Altstadt genauestens zu erkunden und alle damals vorhandenen Zwerge aufzusuchen und zu fotografieren.

Mittlerweile habe ich die Zwerge auch schon in verschiedenen Reiseführern vorgestellt. Außerdem hatte ich ja erst kürzlich von Bronzeskulpturen in anderen Städten berichtet und auch Marianek im polnischen Malbork vorgestellt. In der Zwischenzeit hat es sich zudem ergeben, dass Hitzacker aufgerüstet hat. Es sind seit meinem letzten Blog-Beitrag einige Zwerge hinzugekommen.

Grund genug, der Stadt einen erneuten Besuch abzustatten. Doch die Bevölkerung von Hitzacker wuchs nicht nur um neue Zwerge, sondern enthüllte auch Zwerge, die wir beim ersten Besuch nicht sehen konnten. Der Zwerg vom Kneipp-Becken war bei unserem letzten Besuch unter einer Plane versteckt. Vermutlich musste damals etwas repariert werden. Nun konnten wir ihn also zum ersten Mal entdecken.

Wie schon bei meinem letzten Blog-Beitrag will ich auch dieses Mal einfach nur die neuen Zwerge zeigen. Dabei verpixel ich allerdings wieder die Namen, die auf einem kleinen Schild neben den Figuren angebracht sind. Denn ich will natürlich nichts verraten, da in Hitzacker alljährlich eine Zwergenrallye stattfindet und man dabei als Teilnehmer die Namen der Zwerge aufschreiben muss.

Einer der Zwerge ist gar nicht in der Altstadt aufzufinden, sondern steht an einem privaten Bauernhof vor der Stadt. Diesen haben wir bei der Abreise aus Hitzacker noch schnell besucht.

Die anderen neuen Zwerge befinden sich allesamt in der Altstadt oder zumindest in der näheren Umgebung. Da wir mit dem Wohnmobil in Hitzacker übernachteten, fanden wir die ersten beiden sehr schnell. Denn der Messzwerg steht mit einer Messlatte direkt neben einer Hochwassertafel und gleich in der Nähe befindet sich der Pumpenzwerg. Sie beide passiert man ganz automatisch, wenn man vom Wohnmobilstellplatz in die Altstadt Hitzackers geht.

Dort fanden wir dann weitere Zwerge, die wir noch nicht kannten. Zum Beispiel den Fernsehzwerg oder den Zwerg mit dem Fass. Nicht zu vergessen auch der Sparzwerg, der öffentlich jedoch nicht zugänglich ist. Er verbirgt sich nämlich hinter einer Glasscheibe der Sparkasse. Ist vielleicht auch besser so. Manch einer mag sonst denken, dass in dem Sparschwein des Zwergs vielleicht etwas zu holen sei.

Eher zufällig kamen wir auch wieder an der Höhle vorbei, die sich in der Altstadt befindet. Wir wussten nicht, ob es da etwas Neues gab und hielten die Höhle einfach mal mit der Kamera fest. Später sahen wir dann, dass die Höhle nun anders aussieht bzw. von einem anderen Zwerg bewohnt wird.

Auch den Riesenzwerg kannten wir noch nicht, doch dieser zählt ja nicht so richtig zu den Bronzezwergen. Aber „eingesammelt“ haben wir ihn trotzdem.

Besonders interessant war außerdem der Besuch des Parkhotels außerhalb der Altstadt. Dort befindet sich nämlich der Oberzwerg. Und dieser – so sagt man – sieht genauso aus wie derjenige, der das Zwergenprojekt ins Leben rief. Er gehört wohl zum Hotel (oder ist gar der Besitzer) und man gab uns den Tipp, wir sollten mal zur Rezeption gehen.

Das taten wir dann auch und als wir unser Interesse an den Zwergen bekundeten, wurde der „echte Oberzwerg“ direkt zu uns gerufen. Es war für uns eine kleine Ehre, jemanden, der mit so viel Enthusiasmus dieses Projekt ins Leben rief, kennen zu lernen. Bei dem netten Gespräch wurde uns dann gleich noch ein Bronzezwerg auf die Theke gestellt, der eben nicht im öffentlichen Raum steht.

Und dieser Zwerg hielt einen anderen Minizwerg in der Hand. Sehr nett gemacht. Außerdem wurden wir noch eingeladen, in den Innenhof des Hotels zu gehen, weil dort auch noch ein weiterer Zwerg in den Blumenbeeten steht. Zwar ist er nicht aus Bronze aber sozusagen der Zwerg im Mittelpunkt des Geschehens.

Wir werden auf jeden Fall wieder nach Hitzacker kommen, spätestens dann, wenn weitere Zwerge sich im Ort angesiedelt haben.

Michael Moll

Hier schreibt Reisejournalist Michael Moll.

Ich bin Autor von mehr als 120 Reiseführern, unter anderem beim National Geographic, und erstelle Artikel in Fachzeitschriften. Außerdem bin ich Betreiber und Besitzer des Wohnmobilstellplatzes am Barockschloss in Nordkirchen im südlichen Münsterland.

Bundesweit halte ich Multimedia-Präsentationen über verschiedene Reisethemen und zu guter Letzt konnte ich einen Fahrradweltrekord für das Guinnessbuch der Rekorde aufstellen.


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