Great Wall of China in Mutianyu

Besuch an der Chinesischen Mauer

Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Chinesische Mauer zu besuchen bzw. zu besichtigen. Man sollte sich aber vorher ein wenig informieren, um eine Enttäuschung anschließend zu vermeiden.

Eingang zur Chinesischen Mauer

Eingang zur Chinesischen Mauer

Grundsätzlich ist die Chinesische Mauer von Peking aus relativ leicht zu erreichen. Sie verläuft nördlich der chinesischen Hauptstadt und ist rund 50 bis 60 Kilometer Luftlinie vom Platz des Himmlischen Friedens entfernt. Zwei populäre Orte gibt es, an denen man die Mauer gut besichtigen und erwandern kann. Sie heißen Badaling und Mutianyu.

Aufstieg nach Mutianyu

Aufstieg nach Mutianyu

Für die Strecke nach Badaling benötigt man mit dem Pkw bzw. rund eineinhalb Stunden, je nachdem wie gut man durchkommt. Nach Mutianyu sollte man eine halbe Stunde mehr einplanen. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist Badaling auch besser zu erreichen, wobei wir hier dann immer noch von mehreren Stunden reden. Aber um nach Mutianyu mit Bus und Bahn zu gelangen, fehlt schlicht die Infrastruktur.

Unter diesen Möglichkeiten der Erreichbarkeit ist es natürlich ganz klar, dass Badaling bei den meisten Besuchern eher auf der Liste steht. Und genau deshalb empfehle ich die Fahrt nach Mutianyu.

Touristen in Badaling

Touristen in Badaling

Ich habe beide Orte besucht. Nach Mutianyu fuhren wir mit einem Privattaxi, das wir eigens hierfür bestellten. Es kostete natürlich etwas mehr, aber so hatten wir die Möglichkeit, mit einem englischsprachigen Chinesen von Pekings Innenstadt zur Chinesischen Mauer zu fahren. Der Fahrer ließ uns am Parkplatz mit seinen zahlreichen Souvenirständen und Straßenküchen aus und gab uns mit auf den Weg, dass wir uns so viel Zeit nehmen könnten, wie wir wollten.

Souvenirstände in Mutianyu

Souvenirstände in Mutianyu

Klar, wir haben natürlich eine Zeit mit ihm ausgemacht, wann wir uns wieder an seinem Wagen treffen würden, doch die war weit ausreichend. Wir waren nachher sogar eher an seinem Auto als er. Hinzu kam, dass die Mauer bei Mutianyu angenehm leer war. Denn dazu, dass wir den etwas entfernteren Abschnitt wählten, waren wir auch noch sehr früh morgens vor Ort. Das gefiel uns sehr gut und wir würden es beim nächsten Mal ganz genauso wieder machen.

Michael Moll

Michael Moll

Für die Fahrt nach Badaling, ein paar Tage später, entschieden wir uns jedoch für eine geführte Tour. Klar, die war günstiger, aber im Endeffekt machte sie uns nicht wirklich glücklich. Ich schrieb schon einmal darüber und nannte den Artikel „Warum ich nie wieder an einem Gruppenausflug teilnehmen werde„.

Aber ganz von diesem Gruppenausflug abgesehen, war die Mauer bei Badaling deutlich voller. Natürlich sahen wir in der Ferne, weit vom Großparkplatz entfernt, auch Abschnitte der Chinesischen Mauer, die deutlich leerer waren. Aber sie waren eben so weit weg, dass wir in der knappen Zeit, die uns zur Verfügung stand, gar nicht ansatzweise dort hingelangten konnten.

Viele Menschen auf der Chinesischen Mauer

Viele Menschen auf der Chinesischen Mauer

Das heißt, wir hatten ohnehin nur Gelegenheit, einen kleinen Teil der Chinesischen Mauer in Badaling zu betreten, teilten uns diesen mit extrem vielen anderen Touristen und blickten die ganze Zeit auf die unten gelegene Autobahn. Ein riesiger Unterschied zum entspannten Spaziergang auf der Mauer bei Mutianyu.

Steile Treppen in Mutianyu

Steile Treppen in Mutianyu

Die Fahrt nach Badaling haben wir daher als Flop angesehen, während uns Mutianyu sehr gut gefiel. Daher kann ich nur empfehlen, beim Besuch der Chinesischen Mauer etwas mehr Geld und Zeit zu investieren, um diese weltberühmte Sehenswürdigkeit angemessen zu besichtigen.

Sogar für Pingu war Platz

Sogar für Pingu war Platz

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Es ist immer wieder beeindrucken, was die alten Chinesen so geschafft haben. Nicht ur die Mauer alleine, sondern das Ganze auch noch durch diese Berge.

    Erinnert mich in Europa irgendwie an ein Hotel in Davos. Nur dass die faulen Europäer da keine Mauer in die Berge gesetzt haben 😉

    Grüsse
    Tini

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