Fernbusse in Deutschland

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  • Ich vermute mal, die konzentrieren sich erstmal weiter auf ihr internationales Geschäft.


    Vermutlich hast du recht, obwohl es für mich als Außenstehender seltsam wirkt, da ja bereits die gesamte Infrastruktur inkl. der Erfahrung vorhanden ist. Und ich bin mit denen ja vor vielen Jahren schon mal nach Krakau gefahren, da kommt mir natürlich die Strecke Ruhrgebiet-Dresden/Leipzig sofort in den Sinn.
    Aber gut, die Frage ist natürlich auch, ob es überhaupt eine Nachfrage für solche Strecken gibt.

  • Nach so vielen Berichten und Diskussionen über das Busfahren habe ich am letzten Wochenende mal einen Selbstversuch gestartet und mich in so einen Fernbus gesetzt. So bin ich also mit "MeinFernbus" von München nach Zürich gefahren. Neben der Neugier war der ausschlaggebende Grund für mich, dass ich für den Zug schon morgens um 6 das Haus hätte verlassen müssen, während der Bus mir erlaubt hat, drei Stunden länger zu schlafen. Auf der Strecke fahren halt nur 3 Züge am Tag.


    Zunächst mal habe ich so zum ersten Mal den noch ziemlich neuen, futuristisch anmutenden Münchener Busbahnhof betreten. Der befindet sich ziemlich zentral direkt neben einer S-Bahn-Station, einen Halt nach dem Hauptbahnhof und ist auch auf der Straße recht gut angebunden. Von der S-Bahn aus betritt man die Station im 1. Stockwerk. Dort befindet sich eine ganz normale Ladenpassage, wie man sie auch aus (Eisen-)Bahnhöfen kennt. Dort kann man also so ziemlich alles kaufen - nur keine Bustickets. Die gibts entweder im Internet oder direkt beim Busfahrer.



    Das man sich in einem Busbahnhof befindet, sieht man zumindest anhand der Abfahrtstafel:



    Irgendwo in der Ladenpassage findet man schließlich auch die Treppe nach unten. Dort befindet sich der eigentliche Busbahnhof - das Gebäude ist letztlich nur ein großes "Dach" über den Bussteigen. Die Anlage fällt im Vergleich zu einer mittelgroßen Stadt in Kroatien relativ klein aus, und selbst in Spanien habe ich schon größeres gesehen (von China ganz zu schweigen). Einzige Infrastruktur neben den Bussteigen ist hier unten noch ein Toilettenhäuschen.
    Draußen vor der Station stehen einige Busse herum, die auf ihren nächsten Einsatz warten. Es sind hauptsächlich ausländische Busse aus Serbien, Kroatien, Polen, dem Baltikum usw, die wahrscheinlich früh morgens hier angekommen sind und am Abend wieder über Nacht in die Heimat zurückfahren werden.



    Am Bussteig steht "mein" Bus schon bereit. Es ist ein Doppeldeckerbus mit grünem Logo. Im Gegensatz zu den ausländischen Bussen, bei denen das Fahrtziel auf einem Schild vorn im Fenster zu erkennen ist, hat er eine moderne Fahrzielanzeige ähnlich wie ein Stadtbus oder ein Eisenbahnwagon. Bei der Buchung hatte mich der Internet-Shop informiert, ich solle mindestens 15 Minuten vor Abfahrt beim Busfahrer einchecken. Das habe ich dann auch gemacht. Der Fahrer hat sich für den Barcode auf meinem Ticket überhaupt nicht interessiert. Statt dessen las er nur meinen Namen ab und glich ihn mit einer App auf seinem Smartphone ab. Ein kurzer Klick und ich war registriert.



    Ich bin also in den Bus gestiegen und gleich die Treppe zum Oberdeck hinaufgestiegen. Stehen kann man hier oben nicht mehr, aber das ist auch nicht das Ziel der Konstruktion. Ich suche mir also einen Fensterplatz aus. Der Bus wird auch bist zur Abfahrt nicht allzu voll, so dass der Platz neben mir frei bleibt. Im Vergleich zu anderen Bussen, die ich schon erlebt habe, kann man hier tatsächlich von Beinfreiheit reden. Ich bin ja nicht der allerkleinste, und trotzdem hatten meine Knie noch ordentlich Abstand zum Sitz vor mir. Wie üblich kann man auch diesen Sitz etwas nach hinten kippen. Hier stelle ich dann fest, dass die Rückenlehne ein wenig kurz geraten ist: Mein Kopf hängt dabei halb in der Luft. Trotzdem schaffe ich es, es mir halbwegs gemütlich zu machen.


    Kurz nach der Abfahrt eine Durchsage: "Guten morgen, ich bin Ihr Kraftfahrer. Willkommen auf der Fahrt nach Zürich..." - ähnlich wie die modernen Durchsagen in der Bahn. Im Unterschied zum Zug werden wir Fahrgäste allerdings aufgefordert uns anzuschnallen. Es gibt sogar Getränke und Snacks beim Fahrer, aber das Angebot reißt mich nicht vom Hocker.


    Der erste Halt nach ca. 2 Stunden ist Friedrichshafen. Der Bus hält direkt vor dem Stadtbahnhof, wo ein zweiter Bus der gleichen Firma ebenfalls wartet. Wir haben 10 Minuten Aufenthalt. Also steige ich kurz aus und gehe ins Bahnhofsgebäude, um mir dort etwas zu essen zu kaufen. Da ich nicht der einzige bin, muss ich eine Weile in der Schlange stehen und habe anfangs Bedenken, dass der Bus ohne mich weiter fährt. Es hat aber noch gereicht.


    Die nächsten Halte sind einfache kleine Bushaltestellen, wo der Bus auch nicht länger stehen bleibt als um ein paar Leute ein- und aussteigen zu lassen. Dann kommt die Fähre von Meersburg hinüber nach Konstanz. Natürlich ist uns erstmal ein Schiff vor der Nase weggefahren, aber mehr als 10 Minuten müssen wir nicht warten. Auf dem Schiff nochmal die Gelegenheit, sich ein wenig die Beine zu vertreten.



    In Konstanz dann wieder ein größerer "Busbahnhof" - in diesem Fall einfach ein Abschnitt auf einem großen Parkplatz, wo anscheinend auch Reisebusse ihre Passagiere abladen. Hier stehen auch wieder einige Busse aus osteuropäischen Ländern - von anderen deutschen Fernbussen keine Spur.
    Anschließend noch eine Etappe bis nach Zürich, wo wir ziemlich pünktlich am Busbahnhof - einen Steinwurf vom Hauptbahnhof - ankommen.


    Mein Fazit: Eine angenehme Fahrt, die ungefähr gleich lang dauert wie der Zug. Der Sitzkomfort ist ganz in Ordnung, die Beifreiheit ist in der Tat recht gut. Das in der Werbung angepriesene WLAN habe ich allerdings nicht gefunden. Informationen dazu gab es auch keine.


    Die Rückfahrt habe ich dann am nächsten Morgen mit der Bahn angetreten. Dank einem Europa-Spezialpreis der SBB hat mich das Ticket in der 1. Klasse auch gerade mal gut 50 € gekostet. Der Bus war zwar billiger, aber dafür konnte ich mich im Zug wieder bewegen und hatte am Sitz wieder meine Kopfstütze. Und es gab Steckdosen, die der Bus auch nicht hatte.

  • Danke für den ausführlichen und interessanten Bericht.


    Erschreckend finde ich ja, dass es keine Tickets im Busbahnhof gibt. Also ist es ein kleines Einkaufszentrum mit angeschlossener Haltestelle. Aber ich will da gar nicht meckern. Ich wohne in Essen und ich habe gerade richtig Lust, eben schnell zum Hauptbahnhof zu gehen, um ein Foto von unserem Busbahnhof zu machen, der im vorletzten Jahr aufwändig erneuert wurde. Vielleicht mache ich das nachher noch. Wenn nicht, dann in den nächsten Tagen.


    Interessant finde ich aber, dass es eine Vertrauenskasse gibt. Ich finde so etwas immer eigentlich eine nette Sache und habe immer die Hoffnung, dass das nicht ausgenutzt wird.


    Das bedeutet, dass man keinen reservierten Platz hat und man sich also irgendwo hinsetzen kann? Also so wie in einem gewöhnlichen Linienbus in der Stadt.


    Und der Fahrer ist dann auch der einzige Mitarbeiter an Bord? Hm, okay...


    Wie war denn dein Gefühl, was die Sicherheit betrifft? Man sieht ja recht oft, dass Fernbusse auch schon mal gerne die linke Spur der Autobahn nutzen und ziemlich zügig überholen. Der Bus selbst scheint ja recht neu gewesen zu sein - zumindest sieht er sehr modern aus, aber ich kenne mich mit den Baujahren von Bussen nicht wirklich aus.


  • Erschreckend finde ich ja, dass es keine Tickets im Busbahnhof gibt. Also ist es ein kleines Einkaufszentrum mit angeschlossener Haltestelle.


    Ja, das ist schon merkwürdig und war vor einer Weile auch Thema hier in der Zeitung. Es gibt in diesem "Einkaufszentrum" zwar auch ein Reisebüro, aber eben :tja: . Wie ich gesehen habe, gibt es aber durchaus Reisebüros, die im Namen der Fernbus-Firmen Tickets verkaufen. Zumindest sind im Papier-Prospekt von MeinFernbus allein in München etwa zwei Dutzend davon aufgeführt. Aber wenn das Büro im Busbahnhof da nicht bitmachen will...



    Interessant finde ich aber, dass es eine Vertrauenskasse gibt. Ich finde so etwas immer eigentlich eine nette Sache und habe immer die Hoffnung, dass das nicht ausgenutzt wird.


    Naja, ein Bisschen Kontrolle war da schon dabei. Ich musste beim Ticketkauf schließlich meinen Namen angeben, und der wurde dann auf das Ticket gedruckt. Der Schaffner hat also den Namen auf dem Ticket gesehen und ihn in seiner App abgehakt. Er war wohl nur zu faul, das Ticket auch noch zu scannen. Gemäß Ticket-Bedingungen hätte er aber auch meinen Ausweis verlangen können.



    Das bedeutet, dass man keinen reservierten Platz hat und man sich also irgendwo hinsetzen kann? Also so wie in einem gewöhnlichen Linienbus in der Stadt.


    Richtig. First come, first serve.



    Und der Fahrer ist dann auch der einzige Mitarbeiter an Bord? Hm, okay...


    Ich war wie gesagt auf dem Oberdeck, wo man nicht sieht, was unten abgeht. Da die MeinFernbus-Leute nicht uniformiert sind, kann es durchaus sein, dass ich evtl. einen zweiten Mann übersehen habe.



    Wie war denn dein Gefühl, was die Sicherheit betrifft? Man sieht ja recht oft, dass Fernbusse auch schon mal gerne die linke Spur der Autobahn nutzen und ziemlich zügig überholen. Der Bus selbst scheint ja recht neu gewesen zu sein - zumindest sieht er sehr modern aus, aber ich kenne mich mit den Baujahren von Bussen nicht wirklich aus.


    Der Bus dürfte wirklich neu gewesen sein. Was den Fahstil angeht, kann ich mich nicht beklagen. Allerdings habe ich die meiste Zeit unterwegs auch geschlafen... :schlaf:


    Nebenher bin ich aber auch recht unempfindlich, was die Fahrweise anderer Leute angeht, mit denen ich mitfahre. Wenn ich müde genug bin, kann ich auch dann noch auf dem Beifahrersitz selig schlummern, wenn der Fahrer mit 200 Sachen über die Autobahn heizt (ist alles schon mal vorgekommen).


  • Naja, ein Bisschen Kontrolle war da schon dabei. Ich musste beim Ticketkauf schließlich meinen Namen angeben, und der wurde dann auf das Ticket gedruckt. Der Schaffner hat also den Namen auf dem Ticket gesehen und ihn in seiner App abgehakt. Er war wohl nur zu faul, das Ticket auch noch zu scannen. Gemäß Ticket-Bedingungen hätte er aber auch meinen Ausweis verlangen können.


    Ach so, dann steht man also unter Beobachtung, wenn man sich bedient? Ich nahm jetzt an, dass der Fahrer das nicht, wenn man sich an den Erdnüssen vergreift und man Geld in eine Kasse wirft, wenn man sich gerade bedient.



    So, und weil ich es versprochen habe, hier noch zwei Bilder vom Essener Hauptbahnhof. Ziemlich aktuell, knapp eine Stunde alt:



    Blick in Richtung West. Auf der rechten Seite befindet sich hinter dem gelben Verkehrsschild der Essener Hauptbahnhof. Ich stehe gerade an der Ausfahrt für die Busse.



    Und nun der Blick in die andere Richtung. Nun ist der Hauptbahnhof links, zu sehen ist auf der linken Seite ein Parkhaus vom Hbf. Rechts die Autobahn, das ist die A40, die hier gerade in einem Tunnel verschwindet. Wie man sehen kann, befinde ich mich an der Einfahrt des Busbahnhofs.


    Das Besondere an diesem Bahnhof ist aber, dass er erst vor drei Jahren fertiggestellt wurde. Vorher gab es eineinhalb Jahre lang ein Provisorium auf einem etwas weiter entfernten Schotterparkplatz und davor... nun, davor sah der Busparkplatz eigentlich genauso aus wie jetzt auch. Hinzugekommen ist die Mittelinsel mit einem Zaun, die Fußgängerampel und zwei Jahre nach Fertigstellung (!), also im letzten Sommer, ein Toilettenhäuschen. Das ist nicht zu erkennen. Es steht neben dem Bus.


    Bei GoogleMaps und bei Streetview sind die Aufnahmen noch von vor dem Umbau:
    [map]51.450305,7.01496[/map]


  • Ach so, dann steht man also unter Beobachtung, wenn man sich bedient? Ich nahm jetzt an, dass der Fahrer das nicht, wenn man sich an den Erdnüssen vergreift und man Geld in eine Kasse wirft, wenn man sich gerade bedient.


    Da hatte ich Dich wohl missverstanden. Ich war davon ausgegangen, dass Du die Ticketkontrolle meintest, aber es ging Dir wohl eher um die Kasse, bei den Getränken und Snacks. Dazu kann ich nur sagen, dass ich vom Oberdeck aus eben gar nicht mitbekommen habe, was unten so abgegangen ist. Soweit ich mich an den flüchtigen Blick beim Aussteigen erinnern kann, ist dieser "Selbstbedienungsbereich" ziemlich nah beim Fahrer untergebracht. Selbst wenn er dort nicht ständig hinschaut, ist es eben doch im Sichtfeld eines seiner Spiegel. Das dürfte die Hemmschwelle für Diebe doch etwas höher setzen. Und ansonsten sind das eben auch keine Beträge, die die Firma arm machen.


    Hier der Vollständigkeit halber noch der Münchener Busbahnhof. Auf dem Satellitenbild sieht man schon den Neubau, auf Streetview noch die Baustelle.
    [map]48.142294,11.549934[/map]

  • Ich finde, wir waren hier mit dem Thread und deinen Erfahrungen deutlich schneller als Stiftung Warentest. Aber von denen gibt es jetzt auch etwas:
    http://www.test.de/Neue-Fernbu…ndruck-positiv-4533340-0/
    (kostet allerdings 1,50 €)


    Eine Zusammenfassung zum Bus-Fernreisetest gibt es aber auch bei Spiegel Online:


    http://www.spiegel.de/reise/ak…bahn-taugen-a-896431.html


    Edit:
    Auch die Süddeutsche schreibt über den Warentest-Bericht:


    http://www.sueddeutsche.de/rei…echlich-leisten-1.1658718

  • Ich nutze hin und wieder die Fernbuslinie Dresden-Berlin, die es ja schon einige Jahre gibt. Und bis auf ein Mal war ich auch immer sehr zufrieden. Ich komme warm, trocken und entspannt in zwei Stunden von Dresden nach Berlin Schönefeld, meinem "Stamm"-Flughafen, und habe dort nicht das zusätzliche Problem, mein Auto kostenpflichtig parken zu müssen.


    Seit heute bedienen nun wohl auch Busse von ADAC und Deutsche Post diese und andere Strecken. Ich finds gut. :-)


    VG, Dorit


  • Seit heute bedienen nun wohl auch Busse von ADAC und Deutsche Post diese und andere Strecken. Ich finds gut. :-)


    Ich auch, aber ich habe jetzt auch mal einen kleinen Erfahrungsbericht. Allerdings ohne, dass ich mit dem Bus gefahren bin. Vorhin war ich bei der Post. Oder besser gesagt, in der Lottobude, wo es neben Zigaretten auch noch Briefmarken gibt. Nennt sich ja heutzutage Post. Da strahlte mich ein großer Papp-Bus an, mit dem Hinweis, dass auch hier Tickets gebucht werden könne.
    Neugierig wie ich nun mal bin, habe ich nach Informationen gefragt und erhielt einen kleinen vierseitigen, bereits gebrauchten Flyer in dem natürlich deutlich weniger drin steht als auf der Webseite.
    Gleich hinterher wurde erklärt, dass ich zwar jetzt dort eine Fahrt buchen könne, aber man wüsste gar nicht, ob ich auch in der Filiale ein Ticket ausgedruckt bekäme. Das hätte es noch nicht gegeben, dass dort jemand gebucht habe. Na ja, ist in den wenigen Tagen auch nicht zu erwarten gewesen. Aber "schön" ist natürlich mal wieder der Informationsfluss, den man ja auch aus anderen Bereichen kennt.
    Auf jeden Fall gefällt mir die Seite wesentlich besser.

  • Hallo!


    Also ich bin bisher drei Mal mit Fernbussen gefahren (ein mal nach Hamburg, zwei mal nach Stuttgart - von Berlin aus) - und ich fands auch "nicht so prickelnd"... Es mag eine kostengünstige Alternative für zum Beispiel Studenten sein, die eh nicht so viel Geld haben. Eben solche fahren dann auch hauptsächlich mit. Auf allen 3 Fahrten gabs immer mindestens eine Gruppe von singenden und trinkenden Jugendlichen. Dann lieber Mitfahrgelegenheiten!


    besten Gruß, gooby!

  • Hatte mich für die Fernbusrouten interessiert, dann aber schnell wieder Abstand genommen. Mein Fazit:


    Nur interessant wenn man direkt von zB. Hannover nach Köln reisen kann, wenn man aber erst mal nach Hannover kommen muß und von Köln aus in eine benachbarte Kleinstadt will wird`s ziemlich teurer.
    Ich entschied mich dann doch für die Bahn, buchte drei Wochen im Voraus und zahlte für Strecke Celle - Siegburg, Hin- u. zurück 84 Euro! ( die Hinfahrt war sogar 1. Klasse, die Rückfahrt 2. Klasse mit Platzreservierung! )

  • Stimmt. Für mich sind die Busse auch nur da interessant, wo die Bahnverbindung unattraktiv ist. Beispiele: München-Zürich, Frankfurt-Luxemburg, München-Tübingen, ...
    Dort, wo es gute Bahnverbindungen mit (halbwegs) aufeinander abgestimmten Anschlüssen gibt, bleibt auch für mich die Bahn das Verkehrsmittel der Wahl.

  • Klar ist Bahn entspannter und komfortabler und natürlich einfach besser vernetzt, aber ich finde die Busse sind echt ne gute Alternative. Bin bisher nur Berlin-Dresden gefahren, aber war echt zufrieden. Wenn man nicht die allerhöchsten Ansprüche hat und ein bisschen mehr Zeit mitbringt (wobei man die ja bei DB auch mitbringen muss :rolleyes:), kann man da echt sparen. Für längere Strecken würde ich aber auch auf die Bahn zurückgreifen, mit Sparpreisen kommst du da beim rechtzeitigen Buchen ja auch schon günstig von A nach B.

  • Die Reisebusse sind gar kein schlechtes Angebot zusätzlich zur Deutschen Bahn. Ich frage mich nur gelegentlich, wie lange die Anbieter dem Preiskampf standhalten. Denn für 8 Euro von Berlin nach Hamburg... das ist schon sehr wenig Geld. Aus diesem Grund müssen die Busfahrer wahrscheinlich auch alles selber machen, vom Bordrestaurant bis zur Reinigungskraft.
    Ich bin immer ziemlich hin und her gerissen, was die Ökobilanz dazu sagt. Vermutlich rollt sie die Augen und ist nicht zufrieden.

  • Ich stehe den Fernbussen sicher nicht skeptisch gegenüber. Aber irgendwo müssen die günstigen Angebote ja herkommen. Und hier ist nun endlich auch mal ein Artikel, auf wessen Kosten mal wieder gespart wird:
    http://www.ndr.de/nachrichten/…ermuedung,fernbus186.html


    Ich denke, das Thema ist nicht unwichtig. Jetzt haben wir also nicht nur übermüdete Lkw-Fahrer, sondern auch noch ein paar zusätzliche Busfahrer, die von ihren Firmen genötigt werden, Überstunden zu machen und ihre Lenkzeiten zu überschreiten.

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