Von John o’Groats nach Land’s End

Von Aachen nach Zwickau. Von Flensburg nach Oberstdorf. Oder eben von John o’Groats zu Land’s End. Ich habe es getan. Zumindest letzteres. Ich bin von John o’Groats nach Land’s End gefahren und habe damit Pingu zu einer Urkunde verholfen.

Von John o’Groats nach Land’s End ist eine Redewendung in England. Gemeint ist damit, dass man eine weite Strecke zurücklegt. Denn John o’Groats liegt im äußersten Nordosten der britischen Insel. Land’s End ist dazu der Gegenpol und liegt im äußersten Südwesten. Keine zwei Punkte in Großbritannien sind weiter voneinander entfernt. Da ich solche geografischen Besonderheiten bzw. solche Extrempunkte sammle und gerne besuche, ließ ich mir das natürlich nicht nehmen. John o’Groats besteht aus kaum mehr als einem Hotel, ein paar Souvenirshops und einem Campingplatz. Außerdem legt hier ein Schiff zu den Orkneyinseln ab.

Land’s End hingegen besteht aus Restaurants, einem Hotel, ebenfalls Souvenirläden und einem großen Parkplatz. Schlicht und einfach ist in Land’s End deshalb mehr los, weil es bekannter und leichter zu erreichen ist als John o’Groats. Auf meiner diesjährigen Wohnmobilreise war ich zunächst im schottischen John o’Groats und erreichte wenige Wochen später nach einer gemütlichen Fahrt durch Großbritannien das Land’s End. Allerdings erfuhr ich leider erst dort, dass man für diese sogenannte End-to-End-Tour auch ein Zertifikat erhalten kann.

Und da ich nicht nur geografische Besonderheiten sammle, sondern auch Zertifikate, die mit Geografie zu tun haben, wurde ich natürlich hellhörig. Das Zertifikat erhält man, wenn man die Anwesenheit an mindestens 12 Orten zwischen John o’Groats und Land’s End durch einen Stempel nachweisen kann, beispielsweise durch ein Hotel oder einen Campingplatz. Allerdings war es jetzt eigentlich zu spät, die Tour lag ja bereits hinter mir. Doch ich schrieb den End-to-End-Club an und erklärte meinen Wunsch nach einem Zertifikat. Denn ich konnte zwar nicht direkt beweisen, dass ich die Strecke gemacht habe. Aber Pingu war an vielen Orten. Und wo Pingu ist, da bin ich auch.

Also schickte ich dem End-to-End-Club Bilder von Pingu. Klassisch ausgedruckt auf Papier. Pingu auf dem höchsten Berg von Großbritannien, Pingu an der kürzesten Straße der Welt, Pingu am Stonehenge, Pingu in Llanfairpwllgwyngyllgoger-ychwyrndrobwllllantysiliogogogoch und natürlich Pingu am Land’s End bzw. in John o’Groats sowie einige weitere Bilder.

Tja, und was soll ich nun sagen? Eine Woche verging in der ich mit dem netten Kontakt vom End-to-End-Club Mails austauschte. Und nach wenigen Tagen hielt ich nicht nur mein Zertifikat über die gefahrene Strecke in den Händen, sondern konnte auch Pingu seine Urkunde überreichen. Damit ist er der erste Pinguin, der die Strecke von John o’Groats nach Land’s End zurücklegte.

Thank you, Winny! 😉

Mehr Informationen zu England gibt es auch in meinem ausführlichen Reisebericht „Mit dem Wohnmobil durch England„.

3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. haha, großartig. und glückwunsch euch beiden! irgendwann sollte pingu auch ein denkmal bekommen – für den weitgereistesten pinguin der welt … am besten am geografischen mittelpunkt der antarktis 😉 lieben gruß

  2. Pingback: Nun bin ich ein Diplom-Westfale | molls-reiseblog.de

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