Wanderung zum Dreiländereck

Während halb Deutschland verkatert im Bett lag, machte ich mich am Neujahrsmorgen zu einer kleinen Wanderung auf und besuchte ein Dreiländereck.

Denn wir verbrachten die Silvesternacht auf dem Wohnmobilstellplatz in Passau und was liegt da näher, als dem Dreiländereck zwischen Österreich, Deutschland und Tschechien einen kleinen Besuch abzustatten? Ich weiß, dass ich mich wiederhole, aber ich sammle Dreiländerecke und ähnliche geografische Besonderheiten.

Da das recht spontan geplant war, googelte ich am Silvesterabend noch schnell nach dem günstigsten Ausgangspunkt und befand, dass der Parkplatz am Gasthaus Dreisessel wohl am idealsten sein dürfte. So fuhr ich also auf eine Höhe von knapp 1.300 Metern, worüber ich ein wenig schmunzeln musste. Denn erst am Vortag war ich auf der Rossfeldpanoramastraße unterwegs und behauptete da noch, dass ich wohl in den nächsten Tagen nicht mehr so in die Höhe steigen würde.

So schnell kann’s aber anders gehen. Den Wagen stellte ich ab und wir marschierten zunächst mal in Richtung Gasthaus. Doch schon deutlich unterhalb des Hauses zweigten zwei Wege ab, die beide zum Dreiländereck führen sollten. Der eine verläuft auf dem Bergkamm und damit genau auf der Grenze zwischen Tschechien und Deutschland, während der andere Weg etwas weiter unterhalb des Berges nur auf deutscher Seite entlang führt und den Namen Adalbert-Stifter-Steig trägt.

Wir beschlossen, beide Wege zu erkunden und begannen mit dem Grenzweg. Dieser verläuft im leichten Auf und Ab geradewegs auf den Dreiländerpunkt zu und ist trotz des Schnees gut begehbar. Immer wieder läuft man an Grenzsteinen vorbei und wird durch Hinweisschilder darauf aufmerksam gemacht, dass sich linker Hand der tschechische Nationalpark Šumava befindet.

Am Dreiländereck angekommen, hat man logischerweise auch Österreich erreicht und die Möglichkeit, an einem Picknickplatz eine kleine Rast einzulegen. Darauf verzichteten wir und machten lieber die obligatorische Runde rund um die Stele. Ein Foto von Pingu wurde natürlich auch noch gemacht. Anschließend ließen wir Tschechien hinter uns und spazierten ein ganz kurzes Stück an der deutsch-österreichischen Grenze entlang, bis halbrechts der Adalbert-Stifter-Weg auftauchte.

Nun folgten wir diesem wieder in Richtung Dreisessel, hatten es allerdings auf diesem Pfad nicht ganz so leicht. Denn der Weg war nicht nur verschneit, sondern auch zugleich vereist und so gab es mehrere Stellen, an denen wir ein wenig wegrutschten. Nicht weit vom Dreiländerpunkt entfernt, durchquert man zudem noch drei kleine Felsenmeere. Diese waren komplett schneefrei und machten die Schritte von Fels zu Fels leicht. Nach insgesamt zweieinhalb Stunden war es dann soweit und wir befanden uns nach dieser angenehmen Vormittagsrunde wieder am Parkplatz – mit einem Dreiländereck mehr in der Sammlung.

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Den Track zur Wanderung gibt es, wie üblich, im Reiseforum.

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