Wandern in London

Eine Wanderung in London? In einer der größen Agglomerationen Europas? Na gut, vielleicht passt der Begriff Spaziergang besser. Aber immerhin kann man etliche Kilometer durch London „wandern“ und sich dabei fast nur im Grünen aufhalten. Wie das geht, erkläre ich mit folgenden Zeilen.

Die Wanderung durch London beginnt direkt dort, wo es am trubeligsten ist – zwischen dem Trafalgar Square und der Westminster Abbey, genauer gesagt am Horse Guards. Dort befindet sich der gleichnamige Paradeplatz. Zwei Jahre zuvor „begegneten“ wir am Horse Guards der Queen und ihrer Schwiegertochter Kate. Doch dieses Mal war keiner von der royalen Familie anwesend und so konnte die Tour durch Londons grüne Lunge losgehen.

Gleich gegenüber erstreckt sich nämlich der St. James Park, der den gleichnamigen See beherbergt. Am Seeufer kann man den Park wunderbar auf seiner gesamten Länge durchqueren und dabei prächtigen Pelikanen und hungrigen Grauhörnchen begegnen. Von einer Brücke aus sieht man im Westen eines der wohl berühmtesten Gebäude der Welt – den Buckingham Palast. Architektonisch finden wir ihn jetzt nicht so spektakulär. Deswegen lassen wir den Palast links liegen, überqueren die Straße The Mall und befinden uns plötzlich im Green Park.

So wie auch der St. James Park war das Areal des Green Parks in früheren Zeiten Sumpfland und wurde Mitte des letzten Jahrtausends zu einem der königlichen Gärten umgestaltet. Auch im Green Park könnte man einige Zeit verbringen, doch wir entschließen uns, parallel zur Constitution Hall zu wandern und gelangen unversehens zu einem Triumphbogen mit dem Namen Wellington Arch. Er befindet sich in einer kleinen, weiteren Grünanlage, die mit einigen Denkmälern aufwartet. Durch den Triumphbogen hindurch, noch schnell über eine Straße gehuscht und schon stehen wir vor dem Hyde Park. Alleine im Hyde Park gibt so vieles zu sehen und zu erleben, dass man sich den ganzen Tag dort aufhalten könnte.

Wir schauen uns das Mahnmal zur Erinnerung an die Opfer des Terroranschlags vom 7. Juli 2005 an, werfen einen Blick auf das Holocaust-Mahnmal und spazieren an dem See mit dem Namen Serpentine entlang. Wer es nicht so mit dem Spazieren hat, der kann sich dort in eines der vielen Ruder- oder Tretboote setzen. Allerdings sollte man bei den Preisen nicht überrascht sein. 10 Pfund kostet der Spaß für eine halbe Stunde – pro Person, nicht pro Boot. Da kann es sich lohnen, lieber direkt eine ganze Stunde zu fahren. Kostet nämlich dann „nur“ zwei Pfund mehr.

Der See wird von einer Brücke überspannt, die gleichzeitig eine Grenze bildet. Aber eine schöne Grenze, denn vom Hyde Park aus kommen wir über diese Brücke direkt in die Kensington Gardens. Auch hier kann man wieder ewig lange spazieren, entspannen und Skulpturen besichtigen. Die bekannteste dürfte die Figur von Peter Pan sein. Im Norden biegen wir hinter den sogenannten italienischen Gärten rechts ab, wandern wieder durch den Hyde Park und schauen zum Abschluss der Tour interessiert zu, wie in der Speaker’s Corner heftig diskutiert wird.

Streng genommen sind wir zwar nur einmal quer durch alle Parks gelaufen, aber waren damit durchaus stundenlang beschäftigt. Immerhin kamen wir auf eine Strecke von rund sieben Kilometern. Und dabei gibt es in diesen königlichen Gärten noch viel mehr zu sehen. Das soll dann beim nächsten Mal folgen. Wer das mal nachgehen möchte, kann den Track zur Wanderung in London im Reiseforum herunterladen. Mehr Reiseinformationen zu London und England gibt es auch in meinem ausführlichen Reisebereicht „Mit dem Wohnmobil durch England„.

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