Die SS Klondike von der anderen Seite

Wanderung am Ufer des Yukon in Whitehorse

Wir waren gerade erst in Whitehorse im kanadischen Yukon angekommen, als uns die nette Dame an der Rezeption den Tipp für eine kleine Wanderung gab. Man könne am Ufer des Yukons ein paar Kilometer erst in die eine Richtung und nach Überquerung des Flusses wieder in die andere Richtung gehen.

Willkommen in Whitehorse im Yukon

Willkommen in Whitehorse im Yukon

Och ja, das klang einfach und wir hatten nach der tagelangen Autofahrt auf dem Alaska Highway da richtig Lust drauf. Damit es also nicht zu spät werden würde, zogen wir direkt nach dem Einchecken im Hotel los. Zunächst gingen wir noch ein wenig durch die Stadt, bis wir in der Nähe der Tourist Information zum Ufer kamen.

Die SS Klondike am Ufer

Die SS Klondike am Ufer

Doch der eigentliche Wanderweg beginnt etwas weiter südlich an der Hauptsehenswürdigkeit von Whitehorse. Das ist der Schaufelraddampfer SS Klondike, der auf dem Ufer geparkt wurde und besichtigt werden kann.

Schaufelraddampfer in Whitehorse

Schaufelraddampfer in Whitehorse

Wanderung am Yukon in Whitehorse

Von der SS Klondike gingen wir flussaufwärts auf einem schmalen Weg zwischen Straße und Fluss entlang. Am Wegrand sahen wir ein paar Fireweed wachsen. Die Pflanze ist auch im Wappen des Yukon-Territoriums abgebildet. Nach kurzer Zeit kam eine Art Skulptur. Diese Skulptur bestand – will es mal laienhaft ausdrücken – aus einem stilisierten Schaufelraddampfer.

SS Klondike

SS Klondike

Es war eine Art Picknickplatz in Schaufelraddampfer-Form. Irgendwie nett, man konnte sich hinter das Steuer stellen und so tun, als würde man wie einst Micky Maus in Steamboat Willie mitspielen.

Skulptur eines Schaufelraddampfers

Skulptur eines Schaufelraddampfers

Gleichzeitig wurde der Yukon hier deutlich breiter und ließ Platz für mehrere Inseln. Eine dieser Inseln konnte man über eine schmale Fußgängerbrücke erreichen. Das ließen wir uns natürlich nicht entgehen. Bevor man die Insel betritt, soll man sich aber die Schuhe abtreten. Dafür stand dort eigens eine Schuhputzmaschine bereit. Damit sollen keine Pflanzensamen auf die Insel gebracht werden können, die dort nicht hingehören.

An der Fischtreppe wendet man

Ansonsten folgten wir aber dem Weg am Flussufer. Die Straße war mittlerweile gewichen und der Weg führte durch einen kleinen Wald hindurch. Hier freuten wir uns über ein paar Chipmunks und Squirrel, die vor uns über den Weg huschten.

Fireweed im Yukon

Fireweed im Yukon

Rund zwei Kilometer hinter der SS Klondike war es Zeit, den Yukon zu überqueren. Es war also bisher mehr ein Spaziergang als eine Wanderung. Das würde sich auch nicht groß ändern, von jetzt an würden wir ja auf der anderen Flussseite bereits den Rückweg antreten.

Squirrel mit Futter

Squirrel mit Futter

Doch zuvor kann man hier noch eine Fischtreppe besichtigen. Diese hatte bei unserer Anwesenheit leider geschlossen. Das heißt, die Fischtreppe konnten wir schon sehen und sie war natürlich auch für die Fische zugänglich. Aber es gab hier auch eine kleine Ausstellung und eine Aussichtsplattform mit einem besseren Blick auf die Fischtreppe. Eben das blieb uns aber verwehrt.

Fischtreppe am Yukon

Fischtreppe am Yukon

Auch der Rückweg nach Whitehorse war einfach

Besonders orientieren mussten wir uns auf dem Rückweg nicht. Ein gemütlicher Spazierweg verlief wieder durch das bewaldete Ufer, dieses Mal komplett straßenfrei und wir genossen diesen abendlichen Spaziergang. Wir kamen der SS Klondike auch wieder näher und konnten den schönen Schaufelraddampfer nun vom anderen Yukon-Ufer aus betrachten.

Der Yukon bei Whitehorse

Der Yukon bei Whitehorse

Mit der Straßenbrücke, die über den Fluss wieder in das Stadtzentrum von Whitehorse verläuft, war unser kleiner Rundwanderweg leider schon beendet. Aber es war ja schon spät und insofern tat es als kleiner Abendspaziergang richtig gut, sich mal die Beine vertreten zu können. Außerdem waren wir ein bisschen stolz darauf, dass wir zum ersten Mal in unserem Leben eine Wanderung am Ufer des Yukon machen konnten, auch wenn sie nur knappe 5 Kilometer betrug. Schön war’s, gerne wieder.

Der Yukon in Kanada

Der Yukon in Kanada

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