Hann. Münden nimmt meine Post nicht an

Liebe Mitarbeiter der Stadtverwaltung Hann. Münden. Ich habe euch schon einmal geschrieben. Denn ich war mit einem Wohnmobil bei euch zu Besuch und ihr habt mir zu Unrecht ein Knöllchen verpasst. Wenn ihr es gelesen habt, dann wisst ihr, dass ich den Stellplatz, auf dem ich übernachtete, ordnungsgemäß bezahlt hatte. Das könnt ihr zwar alles in meinem alten Blogbeitrag nachlesen, aber…

Annahme verweigert

Annahme verweigert

…da natürlich die Bürokratie seinen ordentlichen Gang gehen muss, habe ich zusätzlich noch euren Verwarnungsgeldbescheid beantwortet und fristgerecht zurückgesandt. Das ist schon fast zwei Wochen her und ich habe nichts mehr von euch gehört. Dankenswerterweise erhielt ich aber mittlerweile von eurer Tourismusinformation Hann.Münden eine sehr freundliche Mail inkl. Versöhnungsversuch.

Doch wie das eben so ist: Die Tourismusinformation ist nicht das Ordnungsamt bzw. die Verkehrsaufsichtsbehörde. Und daher wollte ich auf Nummer Sicher gehen und habe weiter auch auf eine „offizielle“ Antwort gewartet. Diese kam heute mit der Post. Herzlichen Dank! Ach so, das wisst ihr gar nicht? Na klar, logisch. Denn ich erhielt lediglich meine Post zurück – mit dem Vermerk: „Annahme verweigert“. Das heißt, ihr wollt meine Antwort gar nicht? Und das, obwohl auf eurem Schreiben über dem Adressfeld der Hinweis „Antwort“ vermerkt wird. Wohlgemerkt von der Stadt Hann. Münden. Ist doch klar, dass ich mir dann das Porto spare. Also, wenn ihr diesen Service anbietet, dann solltet ihr auch die Post annehmen, die man euch portofrei zusendet.

Annahme verweigert

Annahme verweigert

Ich muss sagen, es wird immer lustiger. Und ich fasse mal zusammen: Ich bin bei euch in der Stadt zu Gast. Ich bezahle meinen Wohnmobilstellplatz und bekomme ein Knöllchen. Natürlich bin ich nicht bereit, dieses 10-Euro-Knöllchen zu bezahlen. Aber ich beantworte selbstverständlich eure Anfrage. Dafür benutze ich euren Antwortbogen, tüte ihn in einen Umschlag mit Sichtfenster. Im Fenster ist das von euch gedruckte Wort „Antwort“ erkennbar. Ich bin also nicht verpflichtet, Porto zu bezahlen – zumindest ist das mein Wissensstand. Aber welchen Sinn hätte sonst auch das Wort „Antwort“?

Und dann kommt nach zehn Tagen der Brief zurück zu mir und ich muss 1,96 € Nachporto bezahlen. Mal wieder soll ich etwas bezahlen, was die Stadt Hann. Münden zu verantworten hat. Und noch ein viel größeres Problem steht mir nun wahrscheinlich bevor: Ich kann euch zwar jetzt nochmal antworten. Dieses Mal auch frankiert (womit ich dann wieder zu Unrecht zu zahlen hätte), aber die Post kommt vielleicht gar nicht mehr rechtzeitig an. Vielleicht ist schon ein Bußgeldbescheid unterwegs, weil ihr noch nichts von mir gehört habt?

Ich bin mal gespannt.

 

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ich fürchte, da gibt es ein Missverständnis…
    Damit so ein Brief wirklich portofrei (für Dich als Absender) durchgeht, reicht das Wort „Antwort“ im Adressfenster nicht aus. Dazu muss noch der Schriftzug „Deutsche Post“ einschließlich des Posthorn-Logos daneben stehen. So entnehme ich das zumindest der Post-FAQ unter http://www.deutschepost.de/dpag?tab=1&skin=hi&check=yes&lang=de_DE&xmlFile=link1015554_16184
    Das würde bedeuten, dass der Brief trotz des Wörtchens „Antwort“ ganz normal portopflichtig war. Damit hatte der Empfänger die Wahl, entweder das Nachporto (samt Zuschlag) zu zahlen oder die Annahme des Briefes eben zu verweigern.

    Vielleicht kann man Dir das in einer Postfiliale auch verbindlich beantworten.

    • Oje. Danke für die Info. Da werde ich am Montag mal in der Post nachhaken. Obwohl ich mir ziemlich sicher bin, dass mal vor einiger Zeit auch so in einer Postfiliale gesagt bekommen zu haben. Aber vielleicht doch ein Missverständnis? Ich bleibe dran. Muss ich ja sowieso und ich werde Montag auch in Hann.Münden anrufen. Habe nämlich wegen Fristversäumnis keine Lust auf einen Bußgeldbescheid.

Schreibe einen Kommentar


Kleine Rechenaufgabe Die Zeit für die Eingabe ist abgelaufen. Bitte aktivieren Sie das Captcha erneut.

Mehr in Blog
Campingbus zu verkaufen – Teil 2

Ein TÜV-Prüfer bescheinigte meinem VW-Bus, dass er sein Geld wert wäre. Sein Sohn war aber nicht in der Lage, das...

Schließen