Die Sächsische Schweiz

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  • Bin leider auch nicht dazu gekommenen, mir die Sendung anzuschauen. Aber eine Frage hätte ich zu dieser Gegend:
    Auf Landkarten ist mir direkt neben der sächsischen Schweiz die sogenannte böhmische Schweiz ("České Švýcarsko") aufgefallen. Kennst Du diese Gegend auch? Ist das einfach die Fortsetzung der sächsischen Schweiz auf tschechischer Seite oder ist das nochmal eine ganz andere Landschaft?

  • Ja, dieser Landstrich gehört zusammen. Die Grenze ist nur "nachträglich" von Menschenhand angelegt worden. Man kann Wanderungen und Klettertouren bilateral machen. Start z.B. in Bad Schandau, dann bis tief hinein in die Böhmische Schweiz, über gut ausgeschilderte Wander- und Kletterwege und wieder zurück. In der Böhmischen Schweiz ist es meist noch etwas urtümlicher, da sie nicht ganz so dicht besiedelt ist, wie die deutsche Seite. Aber insgesamt einfach nur schön. Zum Hinknien schön. :-)


    viele Grüße, Dorit

  • Eigentlich war der Plan, morgen bis Samstag mit dem Mobil in die "Sächsische" zu fahren...
    Aufgrund einer blöden Geschichte (Sturz, Steiß geprellt) kann ich zurzeit kaum sitzen bzw. liegen und somit fällt das in Wasser :-(. Und wir hatten uns sooo gefreut, ich hatte schon Wanderungen raus gesucht und sogar eine Wanderkarte gekauft.
    Jetzt lungere ich hier 4 Tage rum und weiß vor Langeweile nicht, was ich machen soll.
    Nachholen werden wir das auf jeden Fall, aber trotzdem...

    Viele Grüße aus Sachsen,
    Heiko
    ____________________


    Machen ist wie wollen, nur krasser.

  • Das sieht ja alles wirklich toll aus! Wunderschöne Bilder. :-) Wir haben gestern einer lieben Freundin einen "Gutschein" für eine Wanderung auf den Papststein geschenkt. http://www.wander-pfade.de/papststein-saechsische-schweiz Sie freut sich sehr. Der Witz ist, sie ist eine Einheimische und wohnt in Sichtweite zur Sächsischen Schweiz. Trotzdem verbringen wir dort gern unsere Zeit.



    Und wer noch nicht genug Bilder gesehen hat. dem sei die Stativkarawane empfohlen. Eine Gruppe junger Fotografen, die sich auf Nachtaufnahmen und Zeitfaffa spezialisiert haben. http://stativkarawane.de/


    Die Jungs gibts auch auf facebook. Und ihre Multimedia-Vorträge sind in Dresden Kult. :-)


    VG, Dorit

  • So, der Bericht über meine Reise in das Elbsandsteingebirge ist nun online.


    Hier die Zusammenfassung mit einigen Bildern, die ich gerade in die Galerie hochlud:




    Nach der Anreise begannen wir gleich mit einem Stadtrundgang durch Dresden, wo wir natürlich die Frauenkirche nicht ausließen.



    Auch die Semperoper gehört natürlich zu den Klassikern in Dresden



    Genauso wie der Zwinger. Allerdings blieb uns nur Zeit, den Zwinger von außen zu besichtigen. Kam uns bei dem schönen Wetter aber ganz gut gelegen.



    Über die Elbe gingen wir von der Dresdener Altstadt in die Neustadt. Dabei fiel uns auf, wie ruhig und leer Dresden eigentlich wirkte. Das überraschte uns ein bisschen.



    In der Dresdener Neustadt bestiegen wir den Turm der Dreikönigskirche...



    .... und konnten unter Anderem bis zur ehemaligen Yenidze-Fabrik schauen, die nur so aussieht, als wäre sie eine Moschee.



    Später fuhren wir dann zum Barockgarten in Großsedlitz, der ganz schön zu besichtigen war.



    Am nächsten Morgen standen wir früh auf und wanderten zunächst einmal ein kurzes Stück durch den Uttewalder Grund. Dieser ist bekannt für einige Gesteinsbrocken, die sich beim Herunterfallen zwischen den Felswänden festklemmten. Durch den Uttewalder Grund verläuft auch der Malerweg.



    Anschließend statteten wir dem Koordinatenstein einen Besuch ab, da einen der 44 Konfluenzpunkte in Deutschland markiert und ich mir vorgenommen habe, im Laufe der Zeit alle zu besuchen.



    Von dort ist es nicht mehr weit zur Burg Stolpen. Die fand ich überraschend groß. Vom Turm hat man eine schöne Aussicht, während sich im Inneren eine Ausstellung über die Mätresse Cosel befindet. In den Verließen unten gibt es noch ein kleines Kino, das über die Baugeschichte erzählt und im Innenhof einen 82 Meter tiefen Brunnen. Die Burg befindet sich zusammen mit der kleinen Ortschaft Stolpen auf einem Basalthügel und hat mir echt gut gefallen.



    Gut, die Bastei ist natürlich bekannt und dementsprechend gut besucht. Leider waren wir zur falschen Uhrzeit dort. Wir hatten uns eigentlich vorgenommen, am nächsten Tag nochmal ganz früh dort hinzufahren, es aber nicht geschafft. Der überwiegende Teil ist übrigens kostenlos. Nur das Betreten der eigentlichen Bastei kostet gerade einmal 2 Euro. Lohnt sich ebenfalls. Von der Bastei kann man übrigens einen schönen Abstieg durch die Schwedenlöcher bis zum Amselfall machen. Darüber schreibe ich später noch etwas.



    Der Blick von der Bastei hinab in das Elbtal



    Bei Bad Schandau fährt die Überlandstraßenbahn durch das Kirnitzschtal bis zu den Lichtenhainer Wasserfällen. Darüber werde ich auch nochmal gesondert etwas schreiben.



    Am Ende des Kirnitzschtals gibt es einen Parkplatz, von dem aus man zur sogenannten Oberen Schleuse wandern kann. Sind vielleicht zwei Kilometer und es geht nur zum Schluss bergab. Auf der Oberen Schleuse kann man das enge Tal mit einem Boot erleben. Gleichzeitig ist der Fluss die Grenze zu Tschechien. Erstaunt war ich allerdings, dass hier nichts los war. Alles war verschlossen und kein Mensch war anzutreffen. Und das um 17 Uhr an einem Freitagnachmittag. Dabei gibt es hier eine kleine Gastronomie und eben auch die Boote. Auch drei Wanderer, die nach uns ankamen, waren etwas irritiert, dass dieser wirklich schöne Abschnitt so ruhig und leer war.



    Den Tag beendeten wir dann in Pirna.



    Hier noch ein Blick von der Elbbrücke auf das von der Sonne angestrahlte Schloss in Pirna.



    Am nächsten Tag begannen wir mit der Besichtigung der Festung Königstein, wo ich die Aussicht aber noch am faszinierendsten fand.



    Gleich in der Nähe geht es zum Bielatal, wo ebenfalls zahlreiche Felsen zu sehen sind. Hier zum Beispiel die Herkulesfelsen. Allerdings sind die Felsen bei schönem Wetter fest in der Hand von Kletterern. Es war also deutlich voller, als man jetzt hier auf dem Bild meinen könnte.



    Die Barbarine ist auch klasse. Sie befindet sich am Ende des Pfaffensteins und kann man nur erreichen, wenn man sich durch wirklich enge Schluchten quetscht. Eine Engstelle konnte man nur passieren, wenn man schräg durchgeht, also eine Schulter nach vorne. Mit einem großen Rucksack wird das schon echt schwierig.



    Tja, und zum Schluss ging es dann noch rüber nach Tschechien, wo in der Böhmischen Schweiz das Trebischtor wartet. Die Wanderung war dann zum Abschluss des Tages noch richtig anstrengend, aber lohnenswert.

  • Wunderschöne Bilder, Michael!!! Und wie ich sehe, hast du auch zwei meiner geheimen Lieblingsplätze entdeckt: Die Drei-Königs-Kirche und die Burg Stolpen. Die Kirche mit ihrem Turm, der quasi gegenüber der Altstadt liegt, mag ich deshalb, weil man von hier einen besseren Rundblick hat, als von der Frauenkirche. Denn wenn man auf der steht, ist man m.E. viel zu direkt in der Pracht drin. Und von der Neustadt sieht man hier oben auch mehr.
    Und die Burg Stolpen gefällt mir auch. Man kann an deren Füßen so wunderbar das Basaltgestein erkennen, auf dem sie erbaut ist und in ihrem Innern gibt es sooo viel zu entdecken. Als ich das erste Mal die Ausstellung über die Gräfin Cosel besucht habe, war ich schockiert, dass sie ihren August zwar um fast dreißig Jahre überlebt hatte, diese dreißig Jahre aber in Gefangenschaft auf eben dieser Burg, fern ab von ihrem geliebten Dresden, verbringen musste. Dabei war sie für die Politik und das Land nach Augusts Tod keine Gefahr mehr. Aber der König hatte es so verfügt und auch dreißig Jahre nach seinem Tod fand keiner der Beamten und Diener den Mut, sie einfach frei zu lassen. Was für ein hoher Preis.


    Tolle Fotos! Ich hoffe, deine Schilderungen locken viele Besucher an. Denn es stimmt, so richtig voll ist es in Dresden eigentlich nur zur Vorweihnachtszeit. Dabei ist die Stadt im Sommer noch viel schöner.


    VG, Dorit

  • Bei Bad Schandau fährt die Überlandstraßenbahn durch das Kirnitzschtal bis zu den Lichtenhainer Wasserfällen. Darüber werde ich auch nochmal gesondert etwas schreiben.

    Dann hattet Ihr wohl etwas mehr Glück als ich. Als ich im letzten Sommer hier die Elbe entlang geradelt bin, war das komplette Kirnitzschtal wegen eines Felssturzes gesperrt. Nicht mal zu Fuß konnte man hier durchkommen (außer natürlich weiter oben am Hang oder so). Auch die Bahn hatte den Betrieb eingestellt.


    Naja, spätestens da habe ich mir gesagt, dass ich irgendwann mal ohne schwer bepacktes Fahrrad zurück kommen muss, um mir die Gegend genauer anzusehen. Zu Fuß hat man hier sicher deutlich mehr von der Landschaft.

  • Felssturzes

    Wow, das wusste ich nicht. Davon war in diesem Jahr nichts mehr zu sehen. Ich war aber ohnehin von den Hochwasserstandsmarken abgelenkt und beeindruckt, um beim Thema Naturgewalten zu bleiben.


    Zu Fuß hat man hier sicher deutlich mehr von der Landschaft.

    Ja, bestimmt. Vom Elbufer aus ist das eher ein "schönes Tal". Das Beeindruckende kann dann gar nicht so richtig rüber kommen. Würde ich mit meinen Moselerfahrungen vergleichen (zuerst nur mit dem VW-Bus im Tal und es als "na ja" betrachtet und zwei Jahre später erwandert und als sehenswert befunden).

  • Wow, das wusste ich nicht. Davon war in diesem Jahr nichts mehr zu sehen. Ich war aber ohnehin von den Hochwasserstandsmarken abgelenkt und beeindruckt, um beim Thema Naturgewalten zu bleiben.

    Ja, natürlich hat man da alles getan, um den Schaden möglichst schnell zu beheben und die Touristenströme wieder fließen zu lassen.
    Ein paar Spuren von dem Felssturz gibt es noch im Netz:
    http://www.dnn-online.de/pirna…mplett-gesperrt-182811609
    http://www.mdr.de/sachsen/dres…urz-kirnitzschtal112.html
    http://www.sz-online.de/sachse…-wieder-frei-2958059.html


    Ja, bestimmt. Vom Elbufer aus ist das eher ein "schönes Tal". Das Beeindruckende kann dann gar nicht so richtig rüber kommen.

    Ja, vom Elberadweg aus ist das nicht nur ein schönes Tal, sondern auch schön voll. Zumindest wenn man an einem Sommerferienwochenende mit bestem Wetter hier vorbei kommt. Zu Fuß kann man sich dann schon eher in die weniger überlaufenen Ecken verkrümeln.


    Hier mal ein Eindruck von der Fähre nach Königsstein:


    Hier die Bastei von unten: Nicht hässlich, aber das Spektakuläre kommt auch nicht wirklich zur Geltung. Und dann hat man eben auch noch die Bahnlinie vor der Nase.

  • Eine kleine Anmerkung am Rande: Michael, ich habe gerade Deinen Blogbeitrag gelesen und zur Kenntnis genommen, dass Ihr zweimal zwischendurch zum Einkaufen nach Děčín gefahren seid - ohne ein Wort über die Stadt zu verlieren. Mir ist diese Stadt als sehr reizvoll in Erinnerung geblieben, auch wenn keines der Fotos, die ich dort gemacht habe, wirklich etwas geworden ist. Zugegeben, wenn man über die Hauptstraße von Norden her reinkommt, fällt einem erstmal nicht viel Besonderes auf. Aber der Blick vom Elbufer auf die Altstadt hat schon etwas. Und die Altstadt selbst und das Schloss sind durchaus sehenswert.
    Also: Falls es Euch nochmal dahin verschlagen sollte und Ihr etwas Zeit im Gepäck habt: Unbedingt anschauen!
    Es sei denn, Du hast die Stadt schon in einem früheren Beitrag irgendwo verarbeitet, den ich bisher nicht gesehen habe...

  • Ja, es stimmt wohl, dass ich Děčín ein wenig unterschlagen habe. Aber es stimmt auch, dass ich das Schloss zumindest kurz sehen konnte, als ich auf der Brücke die Elbe überquerte. Ich habe es aber nur am Rande mitbekommen, weil wir der Beschilderung zu einem größeren Supermarkt folgten und zu dem Zeitpunkt schon sehr müde waren. Wir sind ja am morgen um vier Uhr los und hatten ja schon einiges auch an Besichtigung hinter uns. Da sind wir dann ganz froh, wenn es nicht mehr als nötig ist. Da hätte nebenan auch der Eiffelturm stehen können, ich wollte einfach nur noch die kleinen leckeren tschechischen Gebäckteile haben. Und beim zweiten Mal sah es nach den Wanderungen an dem warmen Tag nicht viel besser aus. :tja:

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