Sich von einem Wohnmobil trennen

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  • Jetzt muss ich aber doch mal fragen, auch wenn es sich vielleicht blöd liest. Aber an diejenigen, die schon mal ein Wohnmobil verkauft haben: Hat euch das nicht ein wenig wehmütig gemacht? Es ist ja doch ein wenig mehr als nur ein Auto/Transportmittel. Immerhin hat man darin eine sehr schöne Zeit verbracht und vor allen Dingen ja auch irgendwie "gelebt". Man hat es sich darin gemütlich gemacht, es häuslich eingerichtet und man war extra einkaufen, um dieses oder jenes für genau das Fahrzeug zu besorgen. Genauso ist es uns vor fünf Jahren ergangen, als wir den Wagen kauften und nun sind wir dabei, ihn verkaufsbereit zu machen. Das ist dann schon irgendwie schade, wenn man so drin steht und alles wieder rausräumt. Kennt ihr das?

  • Das erinnert mich an den Abschied von meiner letzten Wohnung. Da habe ich nach dem Ausräumen auch nochmal einen Rundgang gemacht und zum letzten Mal einen wehmütigen Blick vom Balkon geworfen. Und beim Kisten Packen war war das Anfangen auch ders schwerste Schritt. Da mein Umzug noch kein Jahr zurück liegt, kann ich Deine Stimmung also ganz gut nachvollziehen.

  • Danke. Ja, genauso ist es irgendwie auch. Wobei ich bei meinen bisherigen Wohnungen und auch den anderen Wohnmobilen/VW-Bussen irgendwie weniger wehmütig war. Bei der jetzigen Wohnung fände ich einen Auszug aber auch sehr schade. Wir wohnen hier jetzt bald neun Jahre. Ich habe in keiner anderen Wohnung so viel Zeit verbracht. Aber das kann nicht der Grund sein, denn der Abschied von meinem alten Wohnmobil fiel mir leichter - und darin habe ich deutlich mehr Zeit verbracht als in dem jetzigen.


    Hm... liegt es am Alter?


    Vermutlich fände ich es wohl auch weniger schade, wenn schon das neue Fahrzeug vor der Tür stehen würde.

  • hallo Michael
    Wir sind jetzt schon 7 Wochen unterwegs mit unserem Wohnmobil und Juni/Juli bekommen wir unser neues Womo ...... jetzt wo es eines von den letzten Reisen sein wird mit unserem Womo, bin ich schon seit einiger Zeit traurig, da wir es ja abgeben müssen und wir eine unheimlich schöne Zeit damit verbracht haben ...... auch die erste Womozeit für mich usw .....obwohl ich es war die ein neues Womo wollte, wird mir ganz schön komisch und ich weiss die Stunden sind gezählt wo wir noch zusammen reisen werden, im Moment sind wir an der Cote Azur ....... und auf dem Heimweg. Am Wochenende sollten wir zu Hause sein.
    ja, auch ich bin wehmütig an den Gedanken es abgeben zu müssen, aber ich freue mich auch schon aufs neue Womo, was wirklich einige Verbesserungen bringen soll, hoffe ich zumindest ;)
    Das jetzige Womo Jahrgang 2009 hat einiges an Pannen gebracht die nicht sein hätten müssen meinte ich ...... ich war immer ein wenig auf Kriegsfuss mit diesem, aber wir haben so viele schöne Reisestunden verbracht und so für alles entschädigt wurden :)
    so viel Zwiespalt im Moment in mir .... ja so geht es einem, wenn man sich von etwas ganz speziellem wie einem Womo trennt !!!


    mit lieben Grüssen Sanitär

  • Hallo Michael,


    ich glaube die Spannweite ist riesig.


    Für den einen ist es "nur" ein Auto und Fortbewegungmittel mit Komfort - für den anderen Herzblut mit allem was dazu gehört.


    Da ich ja "gefühlte" 100 Jahre Single bin - war für mich jedes Fahrzeug "mein Freund und Kumpel". Ich habe mit keinem Menschen nur annähernd so viel Zeit verbracht wie mit meinen Bullis oder Womos.


    Das prägt - und sitzt dann auch schon tiefer.


    Gruß Reiner

  • Ich vermisse unser Schätzchen schon, wenn es nur ein paar Wochen im "Trocken dock" steht.
    Zugegebenermaßen bin ich ein sentimentaler Mensch 8) . Dazu kommt sicherlich, daß es das erste eigene Wohnmobil ist, wenn auch alt. :pst:  
    Aber mir erging es bei allen Autos so, daß ich traurig war, wenn sich die Wege trennten, vor allem, wenn das Auto treu und stumm seinen Dienst versah. :dream:

    Ich bin..
    Teilzeit-Engel
    Gelegenheits-Hexe
    Gleitzeit-Teufel
    Vollzeit-Verrückte
    ....aber glücklich!

  • Oh @Michael Moll, das glaub ich, dass Du da wehmütig wirst.


    Das ist mir auch bei manchen Autos (nicht Womos, davon träum ich ja derzeit nur) schon so gegangen,
    - mein Chrysler Voyager, wo unsere damals "nur" drei Kinder sowie Campinggepäck Platz hatten, mit dem wir kreuz und quer durch Schweden und Norwegen getuckert sind. Mein doofer (sorry, ich häng ja an ihm, aber in dem Fall ist es angebracht) Mann hat das gute Stücke umgebracht, als wir im Winter in Smaland waren, die Ölleuchte und der zugehörige Warnton anging und - er weiter fuhr, bis nix mehr ging, und dann natürlich auch nix mehr zu retten war... RIP, rollendes Wohnzimmer. :(
    - mein bisher letztes Auto, von dem ich mich letzten Sommer vor dem Abflug trennen musste: ein schlichter VW-Caddy. Diesel *hust*. Mit Automatik. Das war wieder so ein Urlaubsauto, mit dem ging es mit den beiden Lütten kreuz und quer durch Deutschland. Hihi, und letzten Sommer noch nach Jämtland.
    Seufz, mal sehen, wann ich wieder ein eigenes Auto haben werde, bis auf weiteres gibt's nur Mietwagen.


    Guck, da siehst es: der Voyager ist nun schon bald 11 Jahre "tot" und trotzdem denk ich jetzt gerade gerne an das gute Stück zurück und die vielen, tollen Touren, die wir damit gemacht haben, wirbeln durch meinen Kopf. Und das ist dann doch schön. Ganz sicher geht es Dir dann bald bei dem Gedanken an Dein künftiges ExMobil genauso!

    Blog: ombidombi.de


    Do not go gentle into that good night.

    Rage, rage against the dying of the light.

    (Dylan Thomas)

  • @Michael Moll,
    ich kann das durchaus nachvollziehen: Ich heul jetzt noch unserem Mazda hinterher, den wir fast 10 Jahre gefahren sind. Hier trifft wirklich zu: "Bis das der TÜV euch scheidet"; Der Rahmen und die Schweller waren durchgerostet und ich hätte ihn nicht mehr durch den TÜV bekommen. Sonst würde ich ihn sicher jetzt noch fahren.
    Bei einem Wohnmobil ist es sicher noch "schlimmer", da man ja darin wohnt und lebt, zumindest zeitweise.
    Also, ich versteh Dich schon.

    Viele Grüße aus Sachsen,
    Heiko
    ____________________


    Machen ist wie wollen, nur krasser.

  • Ja, Michael, ich kann Deine Gefühle mehr als gut nachempfinden! Ich habe kürzlich meinen heißgeliebten VW-Bus verkauft - es war bereits mein dritter gewesen (zuerst Westfalia Joker, dann zweimal Dehler), aber der letzte war mir schon besonders ans Herz gewachsen! Ich habe ihn 11 Jahre gefahren (knapp 200.000 zu den knapp 200.000, die er beim Kauf schon auf dem Buckel hatte) und sukzessive und kontinuierlich optisch und technisch verbessert und zusammengerechnet mindestens 2 Jahre teils allein, teils zu zweit darin gelebt. Da fällt der Abschied schon schwer, gerade dann, wenn das Teil aufgeräumt und grundgereinigt den potentiellen Käufern präsentiert wird. Aber die Vernunftentscheidung für ein neues Teil war wohl unumgänglich - der Pflege- und Reparaturaufwand sowie die damit verbundenen Kosten waren für mich als frischgebackenen Pensionär mit leider geringen handwerklichen Fähigkeiten nicht mehr tragbar; darüber hinaus waren bei dem 28 Jahre alten T3 manche Eigenschaften wie Benzinverbrauch (12-13 l Super plus!) oder Fahrleistung nicht mehr zeitgemäß bzw. meinen Vorstellungen entsprechend. So habe ich mich also für einen neuen Kastenwagen (Adria Twin 500) entschieden, den ich im August auf dem Caravansalon bestellt und am 1. April abgeholt habe, den ich gerade einfahre und nach meinen Vorstellungen komplettiere. Bei der Auswahl musste dem Umstand Rechnung getragen werden, dass für mich beim Begriff "Wohnmobil" der Schwerpunkt stark auf der zweiten Worthälfte liegt, d. h. ich will viel und lange fahren, und das soll mir dann auch möglichst viel Spaß machen...


    Das neue Gefährt hat natürlich in punkto Technik, Ausstattung und Modernität z. T. Vorteile, aber manches aus dem alten Dehler (der für die damalige Zeit wirklich genial war, ich bedaure sehr, dass es die Firma für Womos nicht mehr gibt) fehlt mir durchaus! Vor allem auch in Bezug auf die Optik tue ich mich schwer, den neuen besser zu finden (ich versuche mal, 2 Fotos zum Vergleich anzuhängen).

  • Danke für eure Ausführungen. Da bin ich ja beruhigt, dass es nicht nur mir so geht. Dachte schon, ihr würdet mich komplett durchgedreht halten.
    Aber wahrscheinlich ist es halt so, dass der Kopf Ja zum Verkauf sagt und der Bauch sagt Nein.


    Bei unserem letzten Verkauf hatten wir ursprünglich falsch entschieden. Und zwar ging es um unseren T3-VW-Bus, den wir sehr mochten, aber eigentlich erst zwei Jahre besaßen. Eines Tages bescheinigte man uns, dass der Motor wohl hinüber wäre und wir beschlossen, für viel Geld einen neuen (überholten) Motor einbauen zu lassen. Das war eine vollkommen überflüssige Ausgabe und eine Entscheidung, die ich heute so nicht mehr treffen würde. Der Wagen war sechs Wochen in der Werkstatt und wir "entwöhnten" uns in der Zeit vom Bus.
    Gleichzeitig hatten wir aber einen Reisetermin und meine Freundin schlug vor, dass wir uns einen Transporter mieten könnten, unsere Campingausrüstung reinschmeißen und eine Woche darin verbringen. Gesagt, getan. Das "Leben" im Transporter war jetzt ganz sicher nicht schön, aber wir waren ohnehin den ganzen Tag über unterwegs und brauchten den Platz nur zum Schlafen. Was uns aber extrem gut gefallen hat, war das Fahren mit dem Wagen. Sechs Gänge, Servolenkung, flottes Fahren, bequemes Sitzen und so weiter - eine ganz andere Welt zum 30 Jahre alten VW-Bus. So kam es dazu, dass der Bus einen neuen Motor erhielt und wir im selben Augenblick entschlossen, uns doch lieber ein moderneres, zeitgemäßes Fahrzeug zu kaufen. In diesem Fall gab es also eigentlich nur Wehmut in dem Moment, als wir erfuhren, dass wir einen neuen Motor bräuchten oder uns trennen müssten. Die spätere Trennung selbst war dann doch eher sachlich.
    Daher mein Einwand, dass es uns wohl leichter fallen würde, wenn wir schon ein neues Womo hätten.


    @johebo Also der neue Wagen sieht doch gar nicht so schlecht aus. Er wirkt irgendwie sportlich.

  • Ein wenig Wehmut gehört doch einfach dazu. Uns ist es so ergangen, als wir unseren ersten Wohnwagen verkauft haben. Aber es war nicht viel Zeit zum Tränen vergießen, da der Wohnwagen innerhalb einer Stunde komlett ausgeräumt werden musste. Um so größer war dann die Freude als man ein neues Gefährt ausgesucht hatte und die Erste Ausfahrt anstand.Dann kam der Wechsel vom Wowa zum Womo, das war eine Riesenfreude!!! Als wir dann unser erstes Womo in Zahlung gegeben haben um das aktuelle Womo zu kaufen war das schon ein mulmiges Gefühl. Man weiß ja was man hat(te). Ist beim Neuen alles so wie man es sich vorgestellt hat?? Aber die Freude über das Neue lässt die Wehmut schnell vergessen.

    Grüße aus dem schwarzen Wald


    Georg und Andrea

  • Ich kann diese Gefühle auch gut nachvollziehen (gut, ich denke, Frauen sind da eh emotionaler :D ).
    Als wir unser letztes Womo zum Verkauf fertig machten (es war unser 1. Womo im Leben), war ich schon traurig. Es ging mir auch so, dass ich es schon vermisste, wenn es nur bei meinem Mann in der Firma für irgendwelche Reparaturen oder Einbauten war.
    Aber es war eine gute Entscheidung - es war abzusehen, dass bald größere Reparaturen fällig werden würden. Auch konnte ich das Fahrzeug nicht wirklich gut fahren, die IVECO-Maschine war schon nicht einfach, zumal ich etwas untergroß bin :rolleyes: und kaum richtig an die Pedale kam und auch die Schaltung schwergängig war. Als es dann zum letzten Mal hier vom Hof fuhr, konnte ich auch ein Tränchen zerdrücken, zumal ein neues weder in Sicht noch in augenblicklicher Planung war. Was sich aber seeehr schnell änderte - ohne Womo, das war einfach nichts, zumal wir mit zwei großen Hunden nicht eben mal so für 3 oder 4 Tage irgendwo hin konnten. Das neue Womo (das ich mir ausgesucht hatte, entgegen den Wünschen meines Mannes :zunge: ) kam dann zum Glück doch schneller als anfangs gedacht (und heute ist er glücklicher damit, als er sich das je vorgestellt hätte - manchmal müssen änner eben zu ihrem Glück gezwungen werden ;) ).

  • gut, ich denke, Frauen sind da eh emotionaler

    Nicht unbedingt. Habe heute die letzte Fahrt mit dem Wagen gemacht. Knapp 100 Kilometer völlig entspannt auf der Autobahn. War schon irgendwie traurig. Aber ich habe mir eben eingeredet, dass es letztendlich doch nur ein Auto ist. Ein Gebrauchsgegenstand, der nunmal auch älter wird und seine Zicken bekommen wird.


    Tja, und dann waren wir beim Händler... *hüstel* und haben eine Bestellung unterzeichnet. :whistling::freu: Die Vorfreude auf das neue Wohnmobil verdrängte damit die "Trauer". Jetzt heißt es nur warten, warten, warten.....lange warten.... sehr lange warten.... Lieferung: März

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