Kirchturm im See

Straßenpässe mit Wohnmobil – Reschenpass

In der kleinen Serie über die Alpenpässe beschreibe ich heute den Reschenpass in Italien und Österreich:

Lage/Allgemeines:

Der Reschenpass ist Grenzpass zwischen Tirol und Südtirol und damit auch zwischen Österreich und Italien.

Höhe:

Laut Beschilderung am Grenzübergang ist der Pass 1.455 Meter hoch.

Maut:

Die Fahrt über den Reschenpass ist mautfrei.

Nordrampe:

Die Nordrampe ist kaum der Rede wert und man hat beim Befahren nicht wirklich den Eindruck, dass man einen Pass überquert. Das mag daran liegen, dass die letzte Ortschaft vor dem Pass bzw. der Grenze zu Italien Nauders ist und bereits 1.350 Meter hoch liegt. Ein Gefälle bzw. eine Steigung ist hier kaum zu spüren.

Südrampe:

Etwas anders sieht es auf der Südrampe aus, aber auch hier hält es sich in Grenzen mit einem Gefälle. Zunächst einmal passiert man gleich hinter dem Pass den Reschensee, der mit dem aus dem Wasser ragenden Kirchturm berühmt ist. Und dann geht es in das Vinschgau hinab. Allerdings nur rund 500 Höhenmeter und die auch noch in weiten Kurven. Es ist ein wenig drollig, weil man das Gefühl hat, in einem weiten abwärts führenden Tal unterwegs zu sein.Hier ist es weder eng noch steil. Insgesamt sind es auch gerade mal sechs bequem zu fahrende Kurven, bis man Mals im Vinschgau erreicht.

Übernachten auf dem Pass:

Viel Platz gibt es auf dem Reschenpass nicht. Auf italienischer Seite gibt es einen kleinen Parkplatz, der aber wenig zum Übernachten einlädt. In Österreich ist man in Tirol, wo das freie Stehen verboten ist. Allerdings gibt es dort auch noch direkt einen Campingplatz.

Angebot auf dem Pass:

Das Angebot auf dem Pass kann man vernachlässigen. Da gibt es nicht viel zu sehen. Etwas südlich des Passes, also auf italienischer Seite hat man jedoch Zugang zu einem Wanderweg hinauf zum Dreiländereck zwischen Italien, Österreich und der Schweiz. Leider habe ich das bisher auch nur von unten gesehen, will aber das Wanderziel auch noch erreichen.
Wenig später folgt dann der bereits erwähnte Reschensee, an dem man nicht ohne Zwischenstopp einfach so vorbei kommt. Denn in unmittelbarer Ufernähe ragt ein Kirchturm aus dem Wasser. Dieser ist ein Überbleibsel des Ortes, der in den Fluten versank, als der See aufgestaut wurde. Ein kleiner Pavillon am Seeufer informiert darüber hinaus über die Umsiedlungsaktion.

Fazit:

Der Reschenpass ist ein wichtiger Pass, weil er eine bedeutende Verkehrsverbindung in Nord-Süd-Richtung ist. Aber er ist überhaupt nicht mit den spektakulären Pässen wie dem Grimselpass oder dem Stilfser Joch vergleichbar. Würde es dort kein Schild und keinen Grenzübergang geben, könnte man den Pass sogar beinahe verpassen (tolles Wortspiel 😉 )

 

3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Na sowas sieht man auch nicht alle Tage, dass ein Kirchturm aus dem Wasser ragt. Aber ich glaube es ist eine tolle Attraktion, vor allem auch mit dem See und der Landschaft

  2. Pingback: 2014 – Mit dem Wohnmobil in die Schweiz | Die Weltenbummler

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