Jakobsweg von Salzkotten nach Geseke

Etappe 3: Salzkotten – Geseke (11,1 km)

 Einwohner: 24102, Kfz-Kennzeichen: PB, Vorwahl: 05258, Postleitzahl: 33154
Stadtverwaltung Salzkotten, Informations- und Verkehrsbüro, Marktstraße 8, 33154 Salzkotten, Tel. 05258/507118, Fax 05258/50727, stadtverwaltung(at)salzkotten.de,  www.salzkotten.de
Hotel Walz, Paderborner Straße 21, Tel. 05258/988-0, Fax 05258/4849
Hotel Westfälischer Hof, Lange Str. 4, Tel. 05258/9861-0, Fax 05258/9861-40
Hotel Sälzer Hof, Am Stadtgraben 28, Tel. 05258/9863-0, Fax 05258/9863-25
Zur Alten Heide, Gasthof Wiehmeier, Scharmeder Straße 60, 33154 Salzkotten, Tel. 05258/7332, Fax 05258/933998, info(at)wiehmeier.de,  www.wiehmeier.de,  Mo bis So ab 10:00, Mi Ruhetag
St.-Josefs-Krankenhaus, Dr.-Krismann-Straße 12, 33154 Salzkotten, Tel. 05258/100
Apotheke am Salinenhof, Geseker Str. 10, 33154 Salzkotten, Tel. 05258/93232
Lidl, Geseker Straße 30, 33154 Salzkotten
 Aldi, Salinenhof, 33154 Salzkotten

Ein wichtiger Meilenstein für die Entwicklung des östlichen Hellwegraumes war die Erhebung der kleinen Sälzersiedlung Salzkotten zur Stadt im Jahr 1247. Die Stadt des Mittelalters unterschied sich schon äußerlich durch Stadtmauer und -tore von den ländlichen Siedlungen. Sie bleiben im Ort auf der Paderborner Straße. Als erstes erscheint nach 400 m auf der linken Seite die Zufahrt zum Schwimmbad “Sälzer Lagune”. Die Sälzer Lagune ist ein solehaltiges Freibad mit Spaß- und Gesundheitsbereich, Wasserrutsche, Strömungskanal und Massageduschen.

Mai bis September Mo bis Fr 06:00 bis 20:00, Sa, So u. Feiertage 07:00 bis 19:00. Der Eintritt liegt bei € 2,60. Gegenüber dieser Erholungsstätte befindet sich das  Hotel “Walz”.

Weitere 400 m später treffen Sie an der Bushaltestelle “Paderborner Straße” auf das Kloster Salzkotten. Hierbei handelt es sich um das Mutterhaus der Kongregation der Franziskanerinnen in Salzkotten. Gegründet wurde die Kongregation 1860 im sauerländischen Olpe und drei Jahre später nach Salzkotten verlegt. Nachdem sie ursprünglich in einem privaten Anwesen untergebracht war, wurde 1870 der Grundstein zu dem Klosterbau mit Kapelle gelegt. Die ursprüngliche Kapelle wurde im 28.10.1872 konsekriert, doch wurde bald eine Erweiterung nötig. 1901 begann der Bau einer neuen Kirche, die am 08.07.1902 geweiht wurde. Es handelt sich um eine im neugotischen Stil errichtete dreischiffige Halle mit vier Jochen, deren Seitenschiffe mit Emporen überbaut sind. 1957/58 wurde die Kirche durch Vergrößerung der Apsisfenster umgestaltet

 täglich 6:20 bis 12:00, 14:30 bis 18:20, Führungen durch die Einrichtung nach vorheriger Anmeldung.

An der Haltestelle steht übrigens für den Überblick auch eine Informationstafel mit dem Stadtplan von Salzkotten. Die St. Johanneskirche, als typisch westfälische Hallenkirche errichtet, bildet seit 750 Jahren den Mittelpunkt der Stadt Salzkotten. Die Bewohner der neugegründeten Stadt benötigten 13 Jahre für die Errichtung der Kirche, die 1260 eingeweiht wurde. Als Baumaterial wurden unter anderem auch die Kütsteine der umliegenden Solequellen genutzt. Nach den Zerstörungen des dreißigjährigen Krieges (1618 bis 1648) erhielt St. Johannes eine neue Barockausstattung. In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde der Innenraum der Kirche und der Außenbereich vom Kirchengestalter Rikus neu gestaltet.

Kurz darauf knickt die Straße zumindest für den Autoverkehr nach rechts ab. Sie pilgern aber weiter geradeaus in die Einkaufsstraße in der es wieder genügend Möglichkeiten gibt, Ihren Bauch oder Ihren Rucksack zu füllen. Im Anschluss daran sehen Sie bereits auf der rechten Seite einen ca. 15 m hohen Turm. Namentlich handelt es sich um den Westerntorturm, der während der Stadtgründung im 13. Jahrhundert gebaut wurde. Der erste Versuch Salzkotten zu befestigen wurde vom Paderborner Bischof Simon I. zur Lippe 1247 unternommen, scheiterte jedoch am Widerstand des Kölner Erzbischofs Konrad von Hochstaden.

Ein zweiter Versuch Simons sieben Jahre darauf gelang aber dann. Es entstand eine Befestigung mit mehreren Türmen und drei Toren: dem Western- und Ostentor durch die der Hellweg führt sowie das Vielsertor auf der Südseite. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts hatten die Tore allerdings keinerlei Nutzen mehr, da sie den modernen Mitteln der Kriegsführung nichts mehr entgegen zu setzen hatten. Das Ostentor wurde 1802 abgebrochen und auch das Vielsertor bestand zurzeit der ersten Katasteraufnahme 1828 nicht mehr. Teile des Westerntores sind erhalten, da die Trasse des Hellweges verlagert wurde. Auf der linken Straßenseite besteht eine weitere Möglichkeit sein Haupt zu betten. Dort befindet sich das  Hotel “Westfälischer Hof”.

Wenn Sie am Westerntorturm die kleine Brücke über den Bach passieren, sehen Sie die historische Ölmühle, die eine kurze Besichtigung wert ist. Sollten Sie wieder günstig einkaufen möchten, so nutzen Sie die folgenden Möglichkeiten auf der rechten Straßenseite. Nach 200 m erreichen Sie erst Aldi, dann das  Hotel und Restaurant “Poseidon” und abschließend Lidl. 800 m später erreichen Sie den Ortsausgang von Salzkotten. Dort befindet sich auf der rechten Seite das Fast-Food-Restaurant McDonald’s.

Leider müssen Sie abermals direkt an der B1 entlang pilgern, die hier Geseker Straße heißt. Doch dies nur für 900 m, denn in Höhe der Hausnummer 76 erscheint auf der linken Straßenseite ein landwirtschaftlicher Nutzweg, der Sie einen Kilometer von der Bundesstraße weg bringen wird. Erst an der nächsten kleinen Kreuzung biegen Sie wieder rechts ab, um parallel zur B1 entlang zu pilgern. Jetzt haben Sie aber auch erst einmal wieder für einige Kilometer Ruhe vor dieser westfälischen Hauptverkehrsstraße.

Exakt 20 km sind Sie unterwegs, wenn Sie den nun folgenden Bauernhof passieren und an der anschließenden Weggabelung nach links abbiegen. Der Weg macht eine scharfe Linkskurve und führt genau in die Richtung, aus der Sie gerade eben erst gekommen sind. Doch keine Sorge, Sie sind weiterhin auf dem richtigen Wege. Biegen Sie bitte an der nächsten Möglichkeit nach rechts ab. An dieser Kreuzung ist der überregionale Radweg R6 ausgeschildert, dem Sie vorerst für einen halben Kilometer folgen können. Anschließend erreichen Sie eine Weggabelung, die nur zwei Möglichkeiten zulassen, Sie entscheiden sich bitte für den rechten Abzweig. Weitere 1.100 m darauf haben Sie das erste Mal Kontakt zu der Straßenbezeichnung “Hellweg”, denn die folgende Straße trägt den Namen “Tiefer Hellweg”. Damit lässt sich nun auch namentlich erkennen, dass Sie auf der alten Handelsstraße unterwegs sind.

Den Tiefen Hellweg überqueren Sie und pilgern weiter geradeaus. In der Ferne ist bereits die Ortschaft Geseke zu erkennen. Doch es sind noch gut 2 km, die vor Ihnen liegen, um sie zu erreichen. Vorab treffen Sie auf einen Kreisverkehr, der kurz vor Geseke zu einer kleinen Pause mit Sitzgelegenheit vor einer Kapelle einlädt. Alternativ gehen Sie geradeaus nach Geseke.

Michael Moll

Hier schreibt Reisejournalist Michael Moll.

Ich bin Autor von mehr als 120 Reiseführern, unter anderem beim National Geographic, und erstelle Artikel in Fachzeitschriften. Außerdem bin ich Betreiber und Besitzer des Wohnmobilstellplatzes am Barockschloss in Nordkirchen im südlichen Münsterland.

Bundesweit halte ich Multimedia-Präsentationen über verschiedene Reisethemen und zu guter Letzt konnte ich einen Fahrradweltrekord für das Guinnessbuch der Rekorde aufstellen.


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