Landschaft, Literatur und Poesie

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  • Landschaft, Literatur & Poesie

    Februar 2022




    Mit dem Kalenderblatt für den Februar 2022 geht es ins Dublin in the Rare Old Time, ins ‘Dublin in der guten alten Zeit’ bevor zu Beginn des 21. Jahrhunderts in Irland der ‘Keltische Tiger’ erwachte, der sich inzwischen auch schon wieder schlafengelegt hat. Das Foto zeigt die legendäre Ha’penny Bridge, doch hier einmal aus einem anderen Blickwinkel, als man sie in unzähligen Reiseführern betrachten kann.


    Der Text stammt aus einem Lied des irischen Liedermachers Pete St. John, der in diesem Jahr 90 Jahre alt wird und in dem er nostalgisch auf das Dublin seiner Kinderjahre zurückblickt.


    Und damit einen guten Start in den Februar

    Jürgen

  • Landschaft, Literatur & Poesie

    März 2022




    Ein weiterer Monat ist vergangen, und wir kommen zum Kalenderblatt des Monats März — und wie man sieht, lassen sich auch Fotos und Texte aus unterschiedlichen Regionen und Jahrhunderten zusammenführen. Das Foto entstand im Jahr 1988 in Tavira im Süden Portugals; der Text ist hundert Jahre älter und einem Klassiker der Weltliteratur entnommen: Jerome K. Jeromes wunderbar humorvoller Geschichte Three Men in a Boat, in der er über die Flussfahrt dreier Freunde auf der Themse im Jahr 1888 berichtete.


    Mit einem schönen Gruß

    Jürgen

  • Landschaft, Literatur & Poesie

    April 2022




    Ein neuer Monat steht vor der Tür, und da ich von morgen an für zirka zehn Tage offline sein werde, kommt heute schon das Kalenderblatt für den April 2022. Der Text stammt aus George Sands Bericht Ein Winter auf Mallorca aus dem Jahr 1842, der allerdings alles andere als ein Loblied auf die Mittelmeerinsel ist. Weder mit dem Wetter noch mit den Menschen kam die gefeierte Autorin aus Paris klar, die hier, statt bewundert zu werden, misstrauisch-kritisch beäugt wurde. Finanziell ausgenutzt und hintergangen fühlte sie sich von den Mallorquinern, für die die geschiedene Frau, die sich mit ihrem Sohn und einem Komponisten als Liebhaber in der ‘Kartause von Valldemossa’ eingemietet hatte und nie zum Sonntagsgottesdienst erschien, dem Sündenbabel Paris entsprungen entsprungen sein musste.


    Doch ich will nun nicht das ganze Buch nacherzählen. Es ist auch heute noch wohlfeil für einen einstelligen Euro-Betrag erhältlich.


    Schöne Grüße

    Jürgen

  • Landschaft, Literatur & Poesie

    Mai 2022




    Und somit sind wir beim Kalenderblatt für den Mai 2022. Das Foto zeigt zwar nicht genau das Moor, das Sir Arthur Conan Doyle 1902 in seinem Roman The Hound of the Baskervilles beschrieb, doch wird es nicht sehr viel anderes ausgesehen haben. Aufgenommen wurde das Foto an der irischen Westküste im Derrygilmlagh Bog bei Clifden, nur wenige hundert Meter von der Stelle entfernt, an der im Jahr 1919 der erste Nonstop-Transatlantikflug der Geschichte mit einer glimpflich abgelaufenen Bruchlandung seinen erfolgreichen Abschluss fand.


    Einen schönen Gruß

    Jürgen

  • Landschaft, Literatur & Poesie

    Juni 2022




    Nun bricht der letzte Monat der ersten Jahreshälfte an, und die Reise geht mit dem Kalenderblatt vom Juni 2022 in den Süden. Der Text stammt von einem deutschen Reisenden, der im Jahr 1935 die griechische Insel Santorin besuchte. So ganz ‘taufrisch’ ist das Foto allerdings auch nicht. Es entstand — wir hatten eine Woche zuvor geheiratet und uns für zwei Wochen in einer kleinen Pension mit wenigen schlichten Zimmern im Dorf Akrotiri eingemietet — im Juni 1987. Das Foto ist damit ein halbes Jahrhundert jünger als der Text, doch konnten wir dem Eindruck des Reisenden aus dem Jahr 1935 durchaus bestätigen. Wie es heute im Zeitalter der Kreuzfahrtschiffe auf der Insel aussieht – vielleicht ist es besser, wenn ich es nicht sehe.


    Schöne Grüße

    Jürgen

  • Landschaft, Literatur & Poesie

    Juli 2022



    Und damit bin ich beim Kalenderblatt für den Monat Juli des Jahres 2022, für das ich ein Foto ausgewählt habe, das ich vor drei Jahrzehnten auf Mahé, der Hauptinsel der Seychellen, aufnahm. Noch viel älter ist der Ursprung des Textes, ein Lied, das aus dem 16. Jahrhundert stammen soll und sich im Repertoire unzähliger Folksänger findet. Ich selbst besitze davon eine Live-Aufnahme mit Pete Seeger, die bei seinem legendären Carnegie-Hall Konzert im Jahr 1963 aufgezeichnet wurde.


    Schöne Grüße

    Jürgen

  • Landschaft, Literatur & Poesie

    August 2022



    „Seit Jahren hatte ich mit dem Gedanken gespielt, mit einem kleinen Boot von England aus in die Ostsee zu segeln ...“, schreibt Edward Frederick Knight im Jahr 1887 zu Beginn seines Segelabenteuers durch das norddeutsche Wattenmeer über die Eider und den im späten 18. Jahrhundert gebauten Eider-Ostsee-Kanal in die Baltische See, wie man die Ostsee bei den Angelsachsen nennt.


    Wer heute an der Nordsee sowie an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste Urlaub macht, findet in seinem Bericht ein faszinierendes historisches Bild, wie es dort vor fast 150 Jahren ausgesehen hat. Neben den oben zitierten „Rosen von Tönning“ (das Foto nahm ich im vergangenen Sommer in Tönnings Fischerstraße auf) zeigte er sich auch sehr beeindruckt von den, ich zitiere, „gebildeten jungen Frauen des hübschen alten Städtchens Tönning“, wo es, so sein Eindruck, Sitte ist, die jungen Mädchen zur Abrundung ihrer Erziehung nach London zu schicken, so dass sie – ganz im Gegensatz zu den Zollbeamten – allesamt die englische Sprache verstehen.


    Mit einem schönen Gruß in den August

    Jürgen

  • Landschaft, Literatur & Poesie

    September 2022



    Inmitten einer typischen Connemara-Landschaft mit Bergen und Seen liegt an einem Hang bei Gort Mór im Westen Irlands ein Cottage, das einst von Pádraig Pearse (1879 – 1916) als Sommerwohnung und Schule genutzt wurde. Unsterblich wurde er im Bewusstsein seiner Landsleute nur durch seinen Tod, denn wäre er nicht auf die Idee verfallen, am Ostermontag des Jahres 1916 vor dem Dubliner Hauptpostamt die Abspaltung Irlands vom Vereinigten Königreich zu verlesen, wäre ihm zwar ein längeres Leben beschieden gewesen, doch würde den Dorfschullehrer und mittelmäßigen Poeten heute kein Mensch mehr kennen und kaum jemand von dem Cottage Notiz nehmen – wenn es denn dort noch stehen würde.


    Der Text stammt aus dem Roman I Cound Read The Sky von Timothy O’Grady. Im Jahr 2000 erschien er in deutscher Übersetzung unter dem Titel Ich lese den Himmel im S. Fischer Verlag.


    Mit einem schönen Gruß in den September

    Jürgen

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