Hier nimmt er also seinen Anfang, der legendäre Wanderweg namens Rennsteig, der sich einmal über den Höhenzug des Thüringer Waldes entlangzieht und zahlreiche Wanderer anlockt. Vom schlichten Parkplatz aus überquert man zunächst über eine kleine Brücke die Hörsel, die keine hundert Meter entfernt in die Werra mündet. Damit nimmt der Fluss nach über 55 Kilometern hier sein Ende.

Hinweis: Der Inhalt dieses Blog-Artikels stammt aus meinem nicht mehr erhältlichen Reiseführer mit dem Titel „111 Orte im Thüringer Wald die man gesehen haben muss„.
Gleich hinter der Brücke blickt man auf die Gaststätte mit dem klangvollen Namen Tor zum Rennsteig. Aus dem Inneren strömen leckere Düfte nach draußen. Da will man doch glatt erst einmal einkehren, bevor man in die Wanderschuhe schlüpft und dem Rennsteig folgt.
Aller Anfang ist schwer
Gleich hinter dem Gasthaus gelangt man nach rechts in einen Innenhof. Der Duft von frischen Thüringer Klößen weicht dem intensiven Duft von Linden, die den Innenhof prägen. Irgendwo öffnet sich eine Tür, und ein verschlafener, junger Mann wünscht murmelnd einen guten Morgen.

Das Tor zum Rennsteig ist nicht nur Ausgangspunkt für den Fernwanderweg und ein Gasthof, sondern auch eine Pension. Zehn Doppelzimmer, zwei Einzelzimmer, ein Vier-Bettzimmer und eine Ferienwohnung bieten allen erdenklichen Komfort. Vermutlich wünscht man sich am Ende des ersten Rennsteig-Wandertags in eines der gemütlichen Betten zurück.

Der Ausgangspunkt für die Wanderung befindet sich aber noch hinter dem Innenhof. Ein typischer Zwiesel steht am Ufer der Werra und ist mit unzähligen ausgelatschten Wanderschuhen geschmückt. Vermutlich schließt sich hier für emsige Wanderer der Kreis. Kein Wunder, wenn dann so ein idyllischer Rasthof auf einen wartet. Übrigens muss man hier auch nicht nur wandern. Es werden auch Kanus inklusive Schnupperkurs vermietet, in denen man auf der Werra stromabwärts paddeln kann.

Hier schreibt Reisejournalist Michael Moll.
Ich bin Autor von mehr als 120 Reiseführern, unter anderem beim National Geographic, und erstelle Artikel in Fachzeitschriften. Außerdem bin ich Betreiber und Besitzer des Wohnmobilstellplatzes am Barockschloss in Nordkirchen im südlichen Münsterland.
Bundesweit halte ich Multimedia-Präsentationen über verschiedene Reisethemen und zu guter Letzt konnte ich einen Fahrradweltrekord für das Guinnessbuch der Rekorde aufstellen.
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