Die Geisterhäuser von Duisburg-Rheinhausen

Es ist Karfreitag, es fällt Schnee und die Bäume tragen noch immer keine Blätter. Sämtliche geplanten Wanderungen und Reisen für dieses Osterwochenende sind im wahrsten Sinne des Wortes auf Eis gelegt. Was liegt da näher, als sich etwas anzuschauen, was irgendwie zu dieser Stimmung passt?

So war ich heute morgen in Duisburg. Genauer gesagt in Duisburg-Rheinhausen. Rheinhausen gehörte bis in die 1970er- Jahre zu Moers, wurde jedoch dann zu Duisburg eingemeindet und erhielt bundesweite Aufmerksamkeit als in den 1980er-Jahren das dortige Krupp-Hüttenwerk geschlossen werden sollte und tausende von Mitarbeitern auf die Straße gingen, um zu demonstrieren.

Allerdings ergebnislos, denn vom einstigen Hüttenwerk, das den Namen Friedrich-Alfred-Hütte, trug, ist heute nichts mehr zu sehen. Was jedoch geblieben ist, sind die Villen der hohen Angestellte der Firma Krupp. Im Halbkreis stehen sie nicht nur unter mächtigen Platanen, sondern auch unter Denkmalschutz und sind seit 40 Jahren unbewohnt.

 

Als Beamtensiedlung Bliersheim sind sie bekannt und regelmäßig werden sie von Gassigehern mit ihren Hunden oder Hobbyfotografen mit ihren Kameras besucht. Um diese ehemalige Wohnsiedlung befand sich viele Jahre nichts außer Brachland, doch mittlerweile sieht man zahlreiche Firmengelände eines Logistikunternehmens, das die Villen umrahmt. Somit wirken die Häuser an einem Feiertag wie heute noch unheimlicher, da im näheren Umkreis kaum ein Mensch zu sehen ist. Im Übrigen kam ich darauf, nach Duisburg zu fahren, weil die Häuser vor einigen Tagen auch Thema in meinem Reiseforum (Reisen durch Geisterstädte) waren.

5 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ganz Unbewohnt sind die nicht wirklich denn die Villa Rheinperle hat sich mittlerweile in der Feierszene rumgesprochen, etliche Events in einer gehobenen Umgebung.
    Ich denke das noch einige andere diesem Beispiel folgen werden und bald viele wieder bewohnt werden denn sie stehen ja auch zum Verkauf an.
    Zumindest wäre es wünschenswert.

    Berry

  2. Hallo, verfügt ein „ehemaliger Bliersheimer“ zufällig noch über ein Foto, auf dem das rote Backsteinhaus auf der Ecke Gaterweg / Bliersheimer Straße (Bliersheiner Str. Nr. 84 ???) abgebildet ist? Es war nicht im Stil der übrigen Villen gebaut, etwas moderner für die damalige Zeit. Das Haus wurde wohl bereits zu Beginn der 60er Jahre abgerissen. Ich wäre für einen Hinweis dankbar! H. G.

  3. Hallo! Ich bin gerade per Zufall auf diese Bilder gestoßen und habe mich riesig darüber gefreut. Mein Opa hat mit seiner Familie eine Zeitlang in einem der Häuser gelebt. Meine Mutter hat somit einen Teil ihrer Kindheit dort verbracht.
    Als ich noch klein war, sind wir immer wieder dorthin gefahren und haben uns die alten Häuser angesehen. Gruselig fand ich sie nie. Ich war und bin immer noch fasziniert von ihrer Schönheit. Vielen Dank für die schönen Aufnahmen und herzliche Grüße, A. Krappmann

    • Hallo, vielen Dank für die netten Worte. Nein, in Wahrheit sind die Häuser natürlich auch nicht gruselig. Es sind eben leer stehende Häuser und da dichtet man natürlich immer gerne etwas zu. Es ist auf jeden Fall interessant, von jemanden etwas zu hören, der die Häuser auch kennt oder gar bewohnt hat.
      Viele Grüße
      Michael

    • Guten Morgen 😉

      Ich arbeite als Fernsehjournalist und mache gerade eine lange Reportage zu unheimlichen Orten und Häusern in Deutschland. Ich habe gelesen, dass Sie früher in einem dieser Häuser gewohnt haben. Wären Sie ggf. zu einem kleinen Interview bereit.

      Sie können mir unter thorsten.sleegers@rtl.de schicken. Ich bin Reporter in der Sendung Punkt 12 bei RTL

      Beste Grüße

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