Reisetipps für Irland

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  • Da in dem anderen Thread Irland noch nicht ausführlich genannt wurde, spalte ich das Thema mal ab und starte für die Sehenswürdigkeiten der Grünen Insel einen eigenständigen Thread.


    Ich habe mich nämlich in den letzten Tagen mit der Vorbereitung etwas näher befasst und auch schon einige Prospekte hier liegen. Mit den Einzelheiten in den Städten bin ich noch nicht durch, sondern nur mit dem Land.
    Meine Wunschliste für eine Reise durch Irland sieht wie folgt aus:


    Anreise in Belfast. Dort neben der eigentlichen Stadtbesichtigung möchte ich auf jeden Fall die neue Titanic-Ausstellung sehen.


    Dann soll es nach Norden zur Küste gehen, wo die Basaltsteine des Giant's Causeway warten.


    Nicht weit davon entfernt befindet sich eine kleine Insel, die durch die Carrick-a-Rede-Hängebrücke mit dem irischen Festland verbunden ist. Die lasse ich mir nicht entgehen. :-)


    Dann möchte ich den Tafelberg Ben Bulben sehen und zu den Klippen von Slieve League.
    Die Karstlandschaft Burren hat mich auch neugierig gemacht und die Cliffs of Moher sind natürlich der Klassiker.
    Schön wäre es auch, wenn ich den Carrauntuohill - also den höchsten Berg Irlands - besteigen könnte.


    Und zum Abschluss kommen noch die Dingle-Halbinsel und der Ring of Kerry.


    Wie gesagt, mit den Städten Limerick, Cork, Kilkenny und Dublin habe ich mich noch nicht näher befasst, stehen aber auch auf dem Plan.


    Und auf einer Karte sieht das vorerst so aus:


    https://maps.google.de/maps/ms…1&spn=10.272947,25.246582

  • Hier ist ein Artikel über die Cliffs of Moher bzw. über einen Wanderweg, der dort entlang führt. Ich bin etwas überrascht. Ist es an den Klippen denn so gefährlich bzw. ist es dort gefährlicher als beispielsweise an den Klippen der Normandie oder an den bis 1.000 Meter tiefen Abgründen in Norwegen?


    Ehrlich gesagt sehe ich nicht die Gefahr, die von den Klippen ausgehen soll.


    Hier der Artikel:


    http://www.spiegel.de/reise/eu…r-in-irland-a-898525.html

  • Das Gestein der Klippen von Moher ist nicht vergleichbar mit den soliden Felsen an Norwegens Küste - da brechen und rutschen immer mal wieder Stücke weg. Dazu kommen höchst unberechenbare Fallwinde. Mich hat ein solcher mal in Schottland fast vom Berg gerissen, und ich habe überhaupt kein Bedürfnis, diese Erfahrung an einer Steilklippe zu wiederholen *grusel*. Ich persönlich würde den neuen Klippenweg daher nicht gehen (bei meinem letzten Besuch in Irland gab es den noch nicht), Personen mit Höhenangst werden ausdrücklich davor gewarnt.
    Als gefährlich eingestuft wird er sicherlich auch, weil viele Touristen den unvorbereitet und schlecht ausgerüstet gehen, es kommt immer wieder mal zu tödlichen Unfällen und Selbstmorden.


  • Das Gestein der Klippen von Moher ist nicht vergleichbar mit den soliden Felsen an Norwegens Küste - da brechen und rutschen immer mal wieder Stücke weg.


    Okay, das sehe ich ein. Aber auf den Bildern, wo man die Wanderer sieht, scheint man sooo nah ja gar nicht am Rand zu laufen. Oder täusche ich mich?


    Optisch sieht das für mich erstmal ähnlich aus wie die Kreidefelsen bei Étretat. Ich lasse mich mal überraschen.


    Personen mit Höhenangst werden ausdrücklich davor gewarnt.


    Wobei solche Warnungen ja oft auch nur deswegen ausgesprochen werden, damit man nachher sagen kann, man hätte es ja gesagt. In dern Weinbergen der Mosel findet man alle naselang so ein Schild, sodass man es irgendwann schon gar nicht mehr ernst nimmt.



    Als gefährlich eingestuft wird er sicherlich auch, weil viele Touristen den unvorbereitet und schlecht ausgerüstet gehen,


    Jo, das Thema Sicherheit auf Wanderwegen habe ich auch mal in meinem Blog angesprochen. Wobei ich dann nicht den Weg (oder irgendeinen Weg) als gefährlich einstufen würde, sondern eher die Unvernunft der Leute.



    Selbstmorden.


    Ne, das habe ich nicht vor. :-)


    Hach, ich bin schon so gespannt. :dream:

  • Die Insulaner sind nicht besonders zimperlich, wenn es um Wanderwege geht, die gehen von gesundem Überlebensinstinkt aus, nicht wie in Deutschland, wo an jeder 50cm Böschung ein Geländer und drei Warnschilder sind. Bei dem Link, den ich eingestellt habe, ist ein Video. Und hier ist noch eins.
    Wie gesagt - ohne mich - und ich tue für ein Foto ziemlich viel :)


  • Die Insulaner sind nicht besonders zimperlich, wenn es um Wanderwege geht, die gehen von gesundem Überlebensinstinkt aus,


    Find ich gut :top:




    Bei dem Link, den ich eingestellt habe, ist ein Video. Und hier ist noch eins.
    Wie gesagt - ohne mich - und ich tue für ein Foto ziemlich viel :)


    Also, nicht falsch verstehen. Ich sehe schon, dass das nicht ganz ungefährlich ist. Und ich nehme das auch nicht auf die leichte Schulter. Ich bin eben nur nicht ganz davon überzeugt, ob es gefährlicher ist als an anderen Orten.

  • Hm, jetzt nachdem ich da war, muss ich sagen, dass ich unter Berücksichtigung der normalen Verhaltensweisen weiter bei meiner Meinung bleibe. Ich halte sie nicht für gefährlicher als die Klippen der Normandie, sondern sogar vergleichbar. Während in der Normandie zugegebenermaßen der Wind nicht ganz so stark bläst, ist der Weg an den Cliffs ja ziemlich abgesichert. Hält man sich links von dieser Absperrung auf, dann kann einem ja nun gar nichts mehr passieren:



    So abgesichert habe ich noch keinen Weg gesehen, der an irgendeinem Abgrund verläuft.


    Klar, zu Unfällen kann es immer wieder kommen. Aber ich glaube, oft ist da auch die Unvernunft ein wichtiger Faktor:


    Oder es ist einfach zu voll und das Gedränge etwas groß. Links auf dem Bild ist übrigens der Eingang zum Besucherzentrum zu erkennen:

  • Und die Besteigung auf den höchsten Berg von Irland, dem Carauntuohil, kann ich auch nur empfehlen. Ich habe gerade einen Blog-Artikel über die Wanderung auf den Carrauntuohil dazu geschrieben. War eine schöne Wanderung.



    Oben angekommen. Weiter geht es nicht.



    Ausblick



    Da wandere ich. Im Hintergrund ist der Berg deutlich zu sehen.


    Hier befindet sich der Berg:
    [map]51.999256,-9.742924[/map]


    Und dann gibt es auch noch den Track für den Carauntuohil zum Download:
    Carauntuohil.gpx

  • Um nochmal auf die Cliffs of Moher zurückzukommen: Kann es vielleicht auch sein, dass unter denen, die tatsächlich dort abstürzen, vielleicht auch eine etwas größere Anzahl von "Freiwilligen" gibt?
    Es gibt ja gewisse Orte, die Suizidgefährdete besonders anziehen. Ich frage deshalb, weil ich vor Ort dieses Schild gesehen habe und das sicherlich nicht ohne Grund dort hängt:



  • Um nochmal auf die Cliffs of Moher zurückzukommen: Kann es vielleicht auch sein, dass unter denen, die tatsächlich dort abstürzen, vielleicht auch eine etwas größere Anzahl von "Freiwilligen" gibt?
    Es gibt ja gewisse Orte, die Suizidgefährdete besonders anziehen. Ich frage deshalb, weil ich vor Ort dieses Schild gesehen habe und das sicherlich nicht ohne Grund dort hängt:


    Da dürfte etwas dran sein. Die wenigen Google-Treffer, die man zu diesem Thema findet, sprechen jedenfalls eine klare Sprache. Zu solchen Themen halten sich viele Medien ja bewusst bedeckt, um möglichst wenige potenzielle Nachahmer auf dumme Gedanken zu bringen.

  • Ui,das Schild hab ich auch gesehen,aber der Zusammenhang erschließt sich mir erst jetzt.
    Uns haben die Sicherheitsvorkehrungen ganz klar von der Kante fern gehalten.Zu tief zum runterfallen.
    Mit den zerklüfteten Burren in der Nähe würd ich dem Gestein dort auch nicht viel Vertrauen entgegen bringen.
    In den Burren cachen ist übrigens auch recht lustig.Wir haben aber tatsächlich den einen Stein gefunden unter dem der Cache lag.

  • Ich will mal wieder ein paar Bilder aus Irland zeigen. Ist ja schon wieder ein bisschen was her.
    Fangen wir doch mal mit dem Ben Bulben an. Das ist dieser markante Berg hier:



    Eigentlich bin ich über den Wikipedia-Artikel auf den Berg gestoßen und wollte ganz gerne da rauf. Nur dummerweise habe ich nicht eine vernünftige Straße gefunden, die zu einem Wanderparkplatz oder ähnlichem führen würde. An der N15 ist der Berg zwar ausgeschildert, doch weit bin ich nicht gekommen, als ich der Beschilderung folgte.


    Also blieb uns eigentlich nur, den Berg aus der Entfernung zu sehen. Er befindet sich hier:


    [map]54.364758,-8.478971[/map]

  • Ein weiterer Reinfall, wenn man es denn so sagen kann, war der Burren-Nationalpark. Normalerweise stelle ich mich nicht so dusselig an. Wenn es denn überhaupt an mir gelegen hatte. Aber wir haben zu zweit lange gesucht, um einen Ausgangspunkt für eine kurze Wanderung durch den Nationalpark zu finden. Als wir auch nur ansatzweise eine Parkmöglichkeit am Rande einer engen Straße fanden und losmarschierten, merkten wir jedoch schnell, dass wir hier lediglich um einen der Hügel herummarschieren würden. Aber wir hatten nicht das Gefühl, mitten im gewünschten Nationalpark zu stehen.



    Burren-Nationalpark



    Eigentlich wollten wir auf diesen Hügel hinauf...



    ...aber dieser Weg führte nur einmal drum herum.



    Also genossen wir einfach so die Aussicht.


    Wirkliche Parkmöglichkeiten scheint es nicht zu geben:
    [map]53.10598,-9.040575[/map]


  • Fangen wir doch mal mit dem Ben Bulben an.
    (...)
    Eigentlich bin ich über den Wikipedia-Artikel auf den Berg gestoßen und wollte ganz gerne da rauf. Nur dummerweise habe ich nicht eine vernünftige Straße gefunden, die zu einem Wanderparkplatz oder ähnlichem führen würde. An der N15 ist der Berg zwar ausgeschildert, doch weit bin ich nicht gekommen, als ich der Beschilderung folgte.


    Also blieb uns eigentlich nur, den Berg aus der Entfernung zu sehen.


    Hmm - Beschilderung ist eine Sache. Die Openstreetmap kennt zumindest einen Weg auf den Ben Bulben:


    [karte]http://www.openstreetmap.org/e…73817427&layer=mapnik[/karte]


    Ansonsten erinnere ich mich auch daran, dass ich in Irland mal mit einem einheimischen Wanderführer unterwegs war, der sich nicht zu schade war, hier und da auch mal querfeldein einen Berg hoch zu laufen. Dabei sollte man natürlich einen gewissen Respekt vor landwirtschaftlich genutzten Flächen zeigen und dort nach Möglichkeit auf vorhandenen (Tier-)Trampelpfaden bleiben. Aber sobald das Land etwas "wilder" wird, habe ich in solchem Gelände auch nur noch wenig Skrupel. Vor allem, wenn kein Baum da ist, der die Sicht versperren würde, so dass man im Grasland ganz gut sieht, wo man entlang gehen kann.


    In einem Nationalpark wie dem Burren sieht das natürlich etwas anders aus. Da sollte man sich vorher mit den "Spielregeln" des Parks auseinandersetzen.

  • Hallo zusammen,


    ich hänge mich mal an diesen Faden. Hat von euch jemand Erfahrungen mit Irland im Zeitraum Februar bis April? Ich weiß vom Wetter her ist das wahrscheinlich die schlechteste Zeit Irland zu besuchen. Aber ich hätte wahrscheinlich dann die Zeit eine eine längere Tour und vielleicht hat ja grade diese Zeit einen besonderes Flair? Weiter würde mich interessieren ob zu den Zeiten man überhaupt Chancen hat ein offenes Bed & Breakfast zu finden.


    Danke

  • Ich komme grad aus Irland - offene B&B oder Hostels sind kein Problem. Auf Touristen ausgelegte Shops oder kleinere Sehenswürdigkeiten könnten allerdings zu sein, die Öffnungszeiten der Touristinformationen sind sicher auf "Winterbetrieb" umgestellt. Das Wetter ist allerdings ganz sicher irisch - ich hatte in den fünf Tagen jetzt alles von Sturm mit Orkanböen über liebliche Sonnenaufgänge und Pulliwetter bis Schneefall auf den Bergkuppen.

  • Wollte mich mal kurz Bedanken für die Antwort. Vor knapp 2 Wochen war ich auf Irland. Ich habe es wirklich nicht bereut zu dieser Jahreszeit nach Irland zu fahren. Es war wirklich toll und das Wetter bot einiges wie zum Beispiel folgendes Bild zeigt:


    [Blockierte Grafik: http://www.auf-kurztrip.de/wp-…210-DSC08162-1024x682.jpg]


    Erste Bilder und Eindrücke habe ich in meinem Blog gepostet: http://www.auf-kurztrip.de/2014/02/irland-im-februar/. Weitere werden in den nächsten Tagen noch folgen.


    Gruß Michael

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