Wandern in der Sächsischen Schweiz

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  • Hier ein paar Einblicke von unseren Wandertouren in der Sächsischen Schweiz bzw. im Elbsandsteingebirge. Übernachtet haben wir fast immer auf dem Wohnmobilstellplatz Snežnik in Tschechien. Nur in der letzten Nacht entschieden wir uns für den noch relativ neuen Stellplatz in Lohmen, nahe der Bastei.

    Vorab: Wir haben nicht alles erwandert, weil wir einige Dinge noch vom letzten Mal gut kannten. Dazu zählen zum Beispiel der Uttewalder Grund und die Klassiker Barbarine und das Prebischtor. Dafür gab es viele andere Dinge.


    Tag 1 (6 km / 11.000 Schritte)

    Anreise mit über 600 km Anfahrt. Danach das Fahrzeug abgestellt und erst einmal eine 6 km-Wanderung auf den Snežnik (Schneeberg) gemacht.



    Tag 2 (25 km / 32.000 Schritte)


    Gleich morgens los zu den Tyssaer Wändern (Tschechien). Fast komplett alleine unterwegs gewesen:

    Danach nach Deutschland zum Polenztal. Durch das Polenztal ging es hindurch und hinauf nach Hohnstein. Von dort weiter zur Brandbaude und über 800 Stufen hinab wieder ins Polenztal:



    Dabei ging es auch an der Gautschgrotte vorbei:


    Ausblick von der Brandbaude:


    In der Sächsischen Schweiz wandert man übrigens nicht, man steigt ständig Treppen auf und ab. Hier ein kleiner Teil der 800 Brandstufen:


    Zum Abschluss des Tages erklommen wir noch den Aussichtsturm bei Rathmannsdorf und den kleinen Hügel namens Adamsberg bei Altendorf:


    Von dort schauten wir auch auf die immer wieder präsenten Schrammsteine, die wir später noch erobern würden:


    Und wie eingangs erwähnt, fuhren wir an den Abenden immer wieder zurück nach Snežnik. Je nachdem, wo wir entlang fuhren, kamen wir auch durch Děčín, wo wir unsere Einkäufe erledigten:

  • Tag 3 (20 km / 25.000 Schritte)


    Zunächst standen Teil des Bielatals auf dem Programm. Vieles kannten wir schon, den Felsen namens Johanniswacht jedoch noch nicht:


    Es folgte der Katzfels. Auf der Treppe hinauf zum Gipfel hat man dann diese nette Begegnung:


    Weitere Treppen und Leitern erwarteten uns am Zirkelstein:


    Vom Zirkelstein blickten wir bereits auf unser nächstes Ziel, auf die Kaiserkrone. Im Hintergrund mal wieder die Schrammsteine oberhalb der Elbe:


    Am Fuße der Kaiserkrone befindet sich übrigens dieser Felsen:

    Diesen Felsen erkennt man übrigens auch auf dem berühmten Gemälde "Der Wanderer über dem Nebelmeer" wieder. Caspar David Friedrich hat das Bild aus mehreren Elementen der Sächsischen Schweiz zusammengesetzt. Heute würde man wohl sagen, er hätte gephotoshopt.


    Mit einem Spaziergang an der Elbe, und zwar auf dem Caspar-David-Friedrich-Wanderweg näherten wir uns dem Ende des Tages:


    Den Abschluss machten wir mit einem Rundgang durch die Ortschaft Königstein (die Festung kannten wir schon ausgiebig). Mittlerweile ließ uns das Wetter ein wenig im Stich:



    Tag 4 (9 km / 11.000 Schritte)

    Leider war dies ein Regentag und wir beschränkten uns daher auf kleine Besuche in den Wäldern Tschechiens:


    Inklusive Besuch eines Kreuzwegs:


    Da wir zwei Tage zuvor zwar IM Polenztal waren und AN der Burg Hohnstein, jedoch nicht den Ausblick AUF beides genießen konnten, versuchten wir das an diesem regnerischen Tag von der Hocksteinaussicht nachzuholen. War jetzt auch nicht so schlecht:

  • Tag 5 (14 km / 18.000 Schritte)


    Am nächsten Tag war es zwar noch nicht wieder schön, aber wenigstens weitgehend trocken. Also fuhren wir zum Quirl und blickten von dort rüber zum Pfaffenstein. Die Barbarine am Pfaffenstein kann man aus dieser Perspektive jedoch nicht sehen:


    Danach fuhren wir zum Rauenstein und ... na ja... ihr kennt das schon, Treppen und Leitern:


    Der Ausblick von oben wieder einmal klasse. Links im Bild der Lilienstein und deutlich zu erkennen die Festung Königstein:


    Die Festung Königstein sieht man auch vom Aussichtspunkt am Biedermann-Mausoleum oberhalb der Elbe bei Thürmsdorf:


    Einen kleinen Stopp legten wir in Rathen ein, verzichteten dort aber auf die Überfahrt mit der Personenfähre:


    Wir zogen es lieber vor, mit dem Auto über die Brücke bei Bad Schandau zu fahren und parkten unseren Wagen am Gamrigfelsen. Den Gamrigfelsen erklommen wir in absoluter Einsamkeit. Sehr beachtlich, wenn man bedenkt, dass zwischen dem Bild mit der Fähre und der folgenden Aufnahme keine zwei Stunden Zeit und nur ein Kilometer Distanz liegen. Ach ja, und in der Bildmitte steht unser Kastenwagen:


    Tag 6 (23 km / 30.000 Schritte)

    Wieder Sonne und blauer Himmel. Das wollte genutzt werden. Doch unseren eigentlichen Plan mussten wir spontan umschmeißen. Denn im unteren Teil des Kirnitzschtals gibt es nur eine Handvoll Parkplätze. Schwierig bis unmöglich zu parken. Also fuhren wir im Tal sehr weit nach oben und machten eine ganz andere spontane Wandertour. Zunächst ging es hoch zum Großen Pohlshorn mit dieser Aussicht:


    Dann runter zur Kirnitzsch, rauf zum Zeughaus und durch den Großen Zschand wieder zurück zur Straße. Dort folgten wir dem Tal abwärts bis zum Abzweig zum Kuhstall. Dort ging es natürlich wieder rauf und plötzlich erlebten wir Menschenmassen.

    Am Kuhstall geht man unter dem Felsen hindurch:



    um dann durch die Himmelsleiter (nur Einbahnstraße!) oben auf den Fels zu gelangen:



  • Die Aussicht vom Kuhstall hat mich jetzt aber nicht so umgehauen. Da gibt es in der Sächsischen Schweiz schönere, aber nett war es trotzdem:


    Nach langer Wanderung waren wir wieder zurück am Auto, fuhren durch das Kirnitzschtal wieder hinab und fanden zu später Stunde dann am Beuthenfall doch noch einen Parkplatz. Das nutzten wir für eine weitere kurze Wanderung. Sie führte uns zu den unteren Ende der Häntzschelstiege und der Zwillingsstiege:


    Sieht harmlos aus, aber weiter nach oben gelangt man nicht. Auch hier gilt wieder Einbahnstraßen-Regelung und vor allen Dingen benötigt man für diese beiden Stiegen Kletterausrüstung:

    Es soll aber Leute geben, die diese Stiegen ohne Sicherung durchqueren.


    Tag 7 (16 km / 20.000 Schritte)

    Heut wollten wir endlich auf den markanten Lilienstein. Nach der Parkplatzproblematik am Vortag befürchteten wir hier ein ähnliches Schicksal. Doch weit gefehlt. Hier lief es zum Glück absolut problemlos. Es waren zwar auch ein paar andere Wanderer unterwegs, doch wir empfanden den Lilienstein an diesem Morgen als sehr leer. Hier die Aussicht von oben auf das Basteigebirge:


    Und ein Aussichtspunkt, den man auch einfach mal für sich genießen kann. Sehr angenehm:



    Aber wir blickten an diesem Tag nicht nur vom Lilienstein hinab, sondern auch auf den Lilienstein hin. Und zwar führte unsere nächste Tour hinauf zum Gipfel des Papststeins, von wo aus wir unter anderem in der Ferne den markanten Lilienstein wiedersahen:


    Gleich neben dem Papststein erhebt sich der Gohrisch. Jo, nimmt man dann direkt mal den nächsten Aufstieg:


    Vom Gohrisch aus sieht man auch wieder den Pfaffenstein, dieses Mal aber von der anderen Seite und daher erkennt man auch die Barbarine (links am Tafelberg):


    Der Papststein, den man vorher noch erklommen hat, ist natürlich auch gut zu sehen. Dahinter übrigens mal wieder in der Ferne die Schrammsteine:

  • Am Abend spazierten wir noch am Elbufer in Schmilka entlang und betrachteten mal wieder die Schrammsteine:


    Tag 8 (26 km / 33.000 Schritte)

    Die Schrammsteine waren dann am nächsten Tag unser Ziel. Wir parkten nicht im Kirnitzschtal, sondern am Adamsberg in Altendorf. Das bedeutete, wir mussten zunächst in das Tal hinab, um dann auf der anderen Seite wieder hinauf zu wandern. Dabei näherten wir uns den Schrammsteinen:


    Selbsterklärend:


    So sieht er dann aus, der Wildschützensteig:


    Irgendwann ist man dann halt oben:


    Später besuchten wir noch Stadt Wehlen, wofür wir jedoch auch wieder ins Tal absteigen und später zum Parkplatz wieder aufsteigen mussten. Zum Abschluss des Tages stellten wir unser Wohnmobil auf dem Stellplatz in Lohmen ab und gingen abends noch die gut 2-3 Kilometer zu Fuß zur Bastei:


    Der Grund, warum wir dieses Mal nicht in Tschechien übernachteten, war ganz einfach. Wir wollten am nächsten Morgen die Bastei im Sonnenaufgang erleben.


    Tag 9 (10 km / 13.000 Schritte) und 550 km Heimreise

    Morgens um 4 Uhr ging der Wecker und wir stapften vom Stellplatz über die Basteistraße los zur Bastei:








    Eine rundum gelungene Reise.



    FAZIT

    Was uns gefiel:

    Die Landschaft ist wirklich sehr schön. Sie ist anders und bietet jede Menge Aussichtspunkte. Manche Tafelberge habe ich überschätzt. So zum Beispiel den Lilienstein, vor dem ich wegen seines markanten Aussehens Respekt hatte. Doch der Aufstieg ging dann schneller und einfacher als gedacht. Grundsätzlich geht man ohnehin sehr schnell nach oben, denn auf Leitern hat man nunmal schneller Höhenmeter gemacht als auf sonst üblichen Serpentinenwegen.

    Die vielen Treppen, Stufen und Leitern sind außerdem schon etwas Besonderes. Muss man mögen, muss man können. Wäre jede Wanderregion so, dann wäre es sicherlich langweilig. Aber so ist es halt mal etwas Besonderes.


    Was uns nicht gefiel:

    Das Parken ist, insbesondere für Wohnmobile, auch für kleinere, nicht immer einfach und vor allen Dingen kostspielig. Wir fragten uns zwischenzeitlich, ob die Verantwortlichen in der Region glauben, man habe den Kofferraum voller Münzen. Denn oft konnten die Parkscheinautomaten nur mit Münzen gefüttert werden. Durch die teils hohen Preise kommen da einige Münzen zusammen, die man einschmeißen muss.

    Beispiel Pfaffendorf: Eine Stunde Parken mit dem Pkw 3 Euro, Tagesticket 5 Euro. Für Wohnmobile kostet eine Stunde 5 Euro, das Tagesticket jedoch 10 Euro. Übernachtung aber nicht erlaubt. Von Pfaffendorf geht man üblicherweise zur Barbarine. Das schafft man aber nicht in weniger als einer Stunde. Somit ist man auf das Tagesticket angewiesen. Da waren wir ganz froh, dass wir nicht noch einmal zur Barbarine mussten.

    Beispiel Papststein: Tagesticket für Wohnmobile 6 Euro.

    Beispiel Altendorf: Tagesticket für Wohnmobile 12 Euro. Hier darf zwar auch übernachtet werden, aber wenn man halt nur 5 oder 6 Stunden wandern möchte, dann muss man trotzdem 12 Euro zahlen. Der Pkw-Parkplatz, nur 50 Meter entfernt, ist übrigens kostenlos (soweit ich das sehen konnte). Wenigstens braucht man hier nicht 12 Euro in Münzen zahlen. Das Ticket holt man sich im nahegelegenen Hotel.


    Was uns auffiel:

    Wir fanden es in den Wäldern außergewöhnlich still. Stellenweise hörte man nichts, gar nichts. Kein Vogelgezwitscher; keine Amsel, die neben dem Weg im Laub raschelt; keine Maus am Wegesrand; kein Eichhörnchen, das an der Baumrinde hochklettert. Nichts. Einfach gar nichts. Die Highlights waren ein Eichelhäher und eine Blindschleiche. Das war es aber auch schon. Zugegeben, aus den amerikanischen Nationalparks ist man da ein wenig verwöhnt. Aber selbst hier im Ruhrgebiet hören wir morgens sehr viel Vogelgezwitscher. Und Eichhörnchen sowie Spechte sind bei uns in der Wohnstraße (nahe an zwei Autobahnen) ein Standardanblick. Im Elbsandsteingebirge hatten wir davon wirklich gar nichts. Die frühmorgendliche Tour zur Bastei erinnerte uns schon an irgendwelche düsteren postapokalyptischen Netflix-Serien, weil einfach kein Leben um uns herum zu spüren, sehen, hören war.

  • Hallo Michael, danke für's Mitnehmen in die Sächsische Schweiz! Die Region hatten wir auch schon immer mal geplant, aber dann aus diversen Gründen hat es nie geklappt. Vllt ist das jetzt mal die Anregung für einen Besuch dort.


    Was mich noch interessieren würde: wie sind Euch die Leute begegnet? Der Sachse ist ja im Umgang nicht immer einfach. Und in Tschechien?


    Was die Fauna betrifft, ich könnte mir vorstellen, dass es eine spezifische Sache in der Region dort ist, denn aus unserem Urlaub im Saarland kann ich das so nicht bestätigen. Ich würde sogar sagen, im Gegenteil.


    LG

    Volker

    Volker und Corinna, im Dethleffs Trend A 6977

  • Hallo Volker,


    ich will mal versuchen, deine Fragen zu beantworten.

    Wir hatten ja bewusst versucht, Kontakte zu vermeiden. Wir wollten/mussten wandern und Bilder machen. Daher brauchten wir kaum Kontakte, im Grunde unterhielten wir uns gerade einmal mit vier Personen. Wenn man das überhaupt Unterhaltung nennen kann:


    1. Der bereits im Corona-Thread erwähnte Tankvorgang in Pirna.

    2. Die Anmeldung auf dem Stellplatz in Lohmen. Die Dame war höflich und sachlich aber auch nüchtern - nennen wir es mal so. Es fehlte ein wenig die Herzlichkeit. Aber alles okay.

    3. Meine Frau versuchte durch den Kauf von Kleinigkeiten Geld zu wechseln, damit wir die Parkautomaten füttern konnten. Das klappte weder in einer Bäckerei noch in einer Apotheke. Die Folge war, dass wir nun Hefeteilchen und Hustenbonbons besaßen, aber immer noch kein Kleingeld. In beiden Geschäften verweigerte man ihr schlicht und einfach die Herausgabe von Münzen. Meine Frau kam ziemlich genervt zurück, weil es ihrer Meinung nach ein "Nicht-Wollen" war.

    4. In Tschechien hatten wir nur kurzen Kontakt zum Stellplatzbetreiber. Sehr nett, aber eben auch nur sehr kurz.

    5. Die Kontakte in den tschechischen Supermärkten kann man kaum als solche bezeichnen. Es war halt ein kurzes Hallo/Danke an der Kasse. Gleich so, als würde man bei uns einkaufen.


    Bei der Fauna habe ich überlegt, ob das an der Landwirtschaft liegen könnte? Die Wälder der Sächsischen Schweiz sind ja von viel Landwirtschaft umgeben. Landwirtschaft = Insektensterben = weniger Futter für Vögel? Allerdings passt das nicht zu den Erfahrungen aus dem Münsterland. Dort gibt es auch viel oder sogar noch mehr Landwirtschaft und dennoch ist dort mehr los.

  • Stimmt Michael, das mit den Kontakten war vllt eine doofe Frage, Du hattest ja auch im Corona-Thread schon geschrieben, dass Ihr auf jedwede Kontakt wo möglich verzichtet habt. Es ist auch wirklich eine komische Zeit zum Reisen, da der Teil "Leute" vom Spruch "Land und Leute kennenlernen" dieser Tage einfach nicht stattfindet, oder keinen Spaß macht.

    LG

    Volker

    Volker und Corinna, im Dethleffs Trend A 6977

  • Ne, so eine doofe Frage ist das nicht. Hätte ja sein können. Aber ich musste jetzt echt überlegen, ob es noch mehr gab als die erwähnten Kontakte. Die andere Sache ist die, dass wir auf den Wanderwegen sehr viele Gesprächsfetzen hörten und ich mich dabei sehr, sehr oft fragte, was mit unserem Bildungssystem geschehen ist. Aber das ist ja ein anderes Thema und bezieht sich nicht alleine auf Sachsen.

    Hätte deine Frage gelautet, wie mein Eindruck von den Deutschen war, die ich in irgendeiner Weise vernommen habe, dann hätte ich dir jetzt hier einen Roman geschrieben. Und der hätte kein gutes Licht auf uns Deutsche geworfen ;)

  • Hallo Michael,

    tolle Fotos, danke fürs Mitnehnehmen.

    Ja, die Sachsen sind ein Schlag für sich, genauso wie die Sauerländer, die Hessen, die Westfalen, die Bayern...:)

    Aber es stimmt - in manchen Gegenden Deutschlands ist der Begriff "Diensteistung" noch nicht wirklich angekommen.


    Zum Thema Kleingeld: Die Bäckereien und Metzgereien haben leider immer noch so blöde Preise.

    Die Verkäuferinnen müssen sehen, wie sie zu Wechselgeld kommen, da inzwischen die Banken für eine Rolle 1 Cent-Stücke (0.50 Euro) mal eben 50 Cent Gebühren verlangen und dann die Kasse nicht stimmen würde...


    Wir sammeln Kleingeld das ganze Jahr über - 1 und 2-Euro Stücke, 50 Cent-Stücke und 10 Cent-Stücke werden für Stellplatzgebühr, Duschen oder Wasser immer wieder benötigt. Wenn wir zuviele haben, rollen wir sie in Papier ein. Kleinere Münzen (Kupfer) sammeln wir auch und geben sie gerne beim Bäcker oder Metzger aus - die sind immer ganz happy, wenn sie Kleingeld bekommen können, ohne dafür noch extra bezahlen zu müssen.

    Also da kann ich die Knauserigkeit durchaus etwas nachvollziehen...:)

    Was aber nichts mit der Unfreundlichkeit einiger "Dienstleister" im Verkaufsgewerbe zu tun hat.

    In der ehemaligen DDR war der Kunde oft ein ungebetener Gast, der nur als Störfaktor behandelt wurde, weil er noch die letzten Vorräte aufgekauft hat. Das haben wir zu DDR-Zeiten noch selbst erlebt. Aber es gab auch en paar Ausnahmen. Zum Glück :)

    Gruß
    Helmut und Ilona
    .........................................................................................................................................
    Wenn du mal eine helfende Hand brauchst, beginne die Suche am Ende Deines eigenen Armes


    https://gonzi.hpage.com/

  • Klar, die Unverschämtheit liegt bei den Banken, keine Frage. Aber wenn man als Außenstehender in eine Region kommt, in der beinahe jeder abgelegene Parkplatz nur mit Münzen zu bedienen ist und die Preise nicht bei 50 Cent liegen und man dann von Einheimischen zu hören bekommt, man gebe keine Münzen heraus, dann wird es echt nervig. Wir reden ja hier nicht von 1,50 €, die wir benötigten. 10 Euro hier, 6 Euro dort und 3 Euro am nächsten Parkplatz - und das alles an einem Tag. Da sind gesammelte Münzen schnell weg.

  • Ja, so 80-100 Euro haben wir immer in Kleingeld dabei. Sonst reicht es tatsächlich nicht lange. Nur der Vorrat aus der Geldbörse, so vom Einkaufen, das ist knapp.

    Deutschland ist trotz Corona noch immer nicht bei den Kreditkarten angekommen...:)

    Gruß
    Helmut und Ilona
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  • ich mich dabei sehr, sehr oft fragte, was mit unserem Bildungssystem geschehen ist.


    Hätte deine Frage gelautet, wie mein Eindruck von den Deutschen war, die ich in irgendeiner Weise vernommen habe, dann hätte ich dir jetzt hier einen Roman geschrieben. Und der hätte kein gutes Licht auf uns Deutsche geworfen

    Da bin ich froh, daß ich nicht allein mit diesem Eindruck bin.


    Abgesehen davon seid ihr ordentlich zu Fuß gewesen.8|:) und die Weitblicke sind Belohnung für die Aufstiege.<3

    Ich bin..
    Teilzeit-Engel
    Gelegenheits-Hexe
    Gleitzeit-Teufel
    Vollzeit-Verrückte
    ....aber glücklich!

  • Hallo Michael,


    wie immer tolle Bilder! Und auch sehr schön beschrieben, mein Wohnzimmer. :-)

    Schade finde ich nur, dass es am Ende (fast) mal wieder auf Sachsen- bzw. Ossi-Bashing hinausläuft. Wir waren gerade auf Flusskreuzfahrt. In NRW, in Hessen, im Rheinland.... Wenn ich pauschalisieren würde wollen, dann würde ich jetzt schreiben, dass die Menschen in Straßburg sehr nett waren.


    Ich leben seit 22 Jahren in Sachsen und fühle mich hier sehr wohl. Was vor allem an der Herzlichkeit und Wärme der Menschen liegt. Da ich auch schon in anderen Bundesländern gelebt habe, kann ich direkte Vergleiche ziehen, will aber nicht. Ich weiß nur, dass es überall solche und solche gibt. Überall.


    VG, Dorit

  • Ich lebe seit 22 Jahren in Sachsen und fühle mich hier sehr wohl. Was vor allem an der Herzlichkeit und Wärme der Menschen liegt. Da ich auch schon in anderen Bundesländern gelebt habe, kann ich direkte Vergleiche ziehen, will aber nicht. Ich weiß nur, dass es überall solche und solche gibt. Überall.


    VG, Dorit

    Hallo Dorit — auch ich habe vor drei Jahren bei einem Fahrradurlaub in Sachsen-Anhalt (siehe mein Kalenderblatt vom August :)) nur nette Menschen kennengelernt.


    Schöne Grüße

    Jürgen

  • die Weitblicke sind Belohnung für die Aufstiege

    Definitiv. Und irgendwie war es knuffig, dass man auf Tafelberg A steht und wenig später von Tafelberg B auf A zurückblickt und bereits Tafelberg C im Blick hat. Aber ich fand sie allesamt gut erreichbar und hatte eigentlich mehr Höhenanstieg erwartet. Das gilt besonders für den Lilienstein, ich finde ihn so dermaßen markant. Aber als wir dann oben waren, war es eher ein "ach ja, war gar nicht so schlimm".



    Und auch sehr schön beschrieben, mein Wohnzimmer.

    Danke schön. Und ja, ich habe ein paar Mal gedacht, dass du das jedes Wochenende hast/haben könntest. Ich kenne ja sonst nicht so viele Personen mit deinem Wohnort.


    Schade finde ich nur, dass es am Ende (fast) mal wieder auf Sachsen- bzw. Ossi-Bashing hinausläuft.

    Ne, so soll das gar nicht sein. Ossi-Bashing schon mal gar nicht, die Zeiten sind zum Glück schon lange vorbei. Und Sachsen-Bashing höchstens insofern, wie man über Einzelfälle von Bayern, Westfalen, Ruhrgebietlern, Hamburgern oder Schwaben sprechen würde. Wie du und Helmut schon schrieben: Es gibt überall solche und solche. Und es ist ja auch nichts negatives vorgefallen. Die Sache in der Tankstelle hätte überall sein können (bzw. findet wahrscheinlich jetzt in diesem Moment wieder irgendwo in unserem Land in ähnlicher Weise statt).


    Deutschland ist trotz Corona noch immer nicht bei den Kreditkarten angekommen...

    Den Schuh muss ich mir allerdings auch anziehen. Ich persönlich bevorzuge zwar auch Kartenzahlungen, doch auf unserem Platz bieten wir selbige (noch) nicht an. Wir strecken aber schon unsere Fühler aus, was es für Möglichkeiten gibt.

    Aber wenn ich schon irgendwo bar bezahlen muss, dann auch gerne mit allen erdenklichen Möglichkeiten und eben nicht nur mit Münzen. Bis zu 100 Euro in Münzen habe ich auf keinen Fall im Wagen.

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