Öffentlicher Verkehr in der großen weiten Welt

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  • Moin tosamen —


    was macht man in Zeiten, in denen das Reisen untersagt ist? Man stöbert in seinen Fotoarchiven, und dabei kam mir soeben, wenngleich unpassend zu den derzeitigen Beschränkungen, die Idee zu einem neuen Fotoalbum. Public Transport All Around World, wollte ich es zunächst nennen, doch da meldete sich eine schüchtern-kritische Stimme in mir und fragte: kann man das nicht auch auf Deutsch ausdrücken? And so I did … Also denn, begeben wir uns zum Start des Albums zwanzig Jahre in die Vergangenheit zurück nach


    Lissabon im Februar 2000



    Ich weiß nicht, wie es heute in Lissabon aussieht, und ob es dort in der jüngeren Bevölkerung immer noch üblich ist, sich außen an Straßenbahnen klammernd mitzufahren. Alle Fotos wurden analog auf einem Kodak E 100S Diafilm aufgenommen.


    Mit einem schönen Gruß

    Jürgen

  • Nachdem ich mit dem öffentlichen Nahverkehr in Lissabon, also einer europäischen Hauptstadt, in dieses Thema gestartet war, kramte ich heute mal wieder in meinem Archiv und stieß auf ein fast dreißig Jahre altes Foto aus einer außereuropäischen Hauptstadt:


    Victoria im März 1991




    Wir verbrachten im März 1991 drei Wochen auf Mahé, der Hauptinsel der Seychellen, untergebracht in einem luftigen, überwiegend aus Holz gebauten Bungalow über der Bucht von Baie Lazare. Vor Ort gab es nur einen kleinen Kramladen, und so fuhren wir öfter in die Hauptstadt Victoria. Das Foto, aufgenommen auf einem Kodak PKR 64-Diafilm, entstand am dortigen Busbahnhof.


    Mit einem schönen Gruß

    Jürgen

  • Wie man im Jahr 1835 mit der Bahn fuhr



    Einen schönen guten Morgen — an dem ich mir erlaube, im Thema Öffentlicher Verkehr in der großen weiten Welt an den Verkehr in den alten Zeiten zu erinnern. Die drei Fotos oben habe ich im April 1985 aufgenommen; sie sind also schon 35 Jahre alt, doch der Anlass zu dieser Fahrt lag genau weitere 150 Jahre zurück.


    Im Jahr 1835 fuhr in Deutschland die erste Eisenbahn, und so ließ die Deutsche Bundesbahn, wie sie damals noch hieß, für das 150-jährige Jubiläum im Jahr 1985 von Lehrlingen eines Bahnbetriebswerkes die Lok Adler aus dem Jahr 1835 nachbauen und schickte sie an einem Wochenende im April auf die Reise, nicht wie 150 Jahre zuvor von Nürnberg nach Fürth, sondern im südlichen Münsterland von Haltern am See nach Lippramsdorf.


    Mit einem schönen Gruß

    Jürgen

  • Öffentlicher Verkehr auf Inis Mór



    … und zwar auf der etwa zehn Kilometer langen Hauptverkehrsstraße vom Hafen zum bronzezeitliche Fort Dún Aonghasa an der Nordwestspitze der im Westen Irlands in der Galway Bay liegenden größten Araninsel. Wir selbst waren dort im Juni 2018 auf geliehenen Fahrrädern unterwegs, als uns dieser ‘Pferdebus’ überholte. Das Fort gilt als größte Touristenattraktion der Insel, ist aber total überlaufen. Uns selbst gefällt es am Dún Dúchatair (Schwarzes Fort), an dem sich kaum ein Tourist blicken lässt, viel besser.


    Mit einem schönen Gruß

    Jürgen

  • Taxi fahren auf Ischia



    Das Verkehrsmittel Taxi hatte wir in diesem Fotoalbum bislang noch nicht. Auf der Insel Ischia im Golf von Neapel sind die Straßen oft extrem schmal und steil, und mitunter wundert man sich, dass auf ihnen ein motorisierter Verkehr überhaupt möglich ist. Doch das Taxigewerbe hat sich in der Fahrzeuggröße daran angepasst. Das obige Taxi fotografierte ich im März 2019 auf einem Parkplatz unterhalb des Castello Aragonese am Ischia Ponte.


    Mit einem schönen Gruß in den Sommertag

    Jürgen

  • Busfahren auf Santorini Anno Domini 1987



    Und hier noch ein bisschen ‘Poesie’ zu den Fotos. Im Juni 1987 waren ‘ik un mien Deern’ — eine Woche, nachdem wir geheiratet hatten — für zwei Wochen auf der griechischen Insel Santorin, die damals noch nicht regelmäßig von Kreuzfahrtschiffen angelaufen wurde. Athinios war der einzige Hafen der Insel, an dem nicht ausgebootet werden musste, eine schmale Straße schlängelt sich in engen Kurven die Felswand hinunter. Wenn abends die Fähre aus Kreta anlegte und ihre rucksachbefrachtete Fracht ausspie, quellte der kleine Platz vor der Mole über von Menschen, Taxis und Mietwagen, bei deren Betrachtung wir eines Abends bei einer Flasche auf der Insel angebauten Weins nach dem Vorbild des jiddischen Liedes von den Zehn Brüdern den Santorini-Inselbus-Song ‘dichtete’ :):


    Der Santorini-Inselbus-Song


    Tsen Rent-a-Cars sinne es gewesen,

    Fuhren nach Athinios mit Wein,

    Eins fand die erste Kehre nicht,

    Da sinne es geblieben neun.

    Neun Rent-a-Cars sinne es gewesen,

    Fuhren nach Athinios mit Fracht,

    Eins fand die zweite Kehre nicht,

    Da sinne es geblieben acht.


    Doch wir fahr’n mit dem Inselbus,

    Der Fahrer kennt sich aus.

    Mit unserm grünen Inselbus,

    Da komm’n wir gut nach Haus.

    Oj, oj, oj, oj, oj,

    Oj, oj, oj, oj, oj,

    Mit unserm grünen Inselbus,

    Da komm’n wir gut nach Haus.


    Acht Rent-a-Cars sinne es gewesen,

    Fuhren nach Athinios, ihr Lieben,

    Eins fand die dritte Kehre nicht,

    Da sinne es geblieben sieben.

    Sieben Rent-a-Cars sinne es gewesen,

    Fuhren nach Athinios mit Gepäcks,

    Eins fand die vierte Kehre nicht,

    Da sinne se geblieben sechs.


    Doch wir fahr’n mit dem Inselbus …


    Sechs Rent-a-Cars sinne es gewesen,

    Fuhren nach Athinios ohn’ Strümpf’

    Eins fand die fünfte Kehre nicht,

    Da sinne es geblieben fünf.

    Fünf Rent-a-Cars sinne es gewesen,

    Fuhren nach Athinios mit Bier,

    Eins fand die sechste Kehre nicht,

    Da sinne es geblieben vier.


    Doch wir fahr’n mit dem Inselbus …


    Vier Rent-a-Cars sinne es gewesen,

    Fuhren nach Athinios, good-bye,

    Eins fand die siebte Kehre nicht,

    Da sinne es geblieben drei.

    Drei Rent-a-Cars sinne es gewesen,

    Fuhren nach Athinios, o weih!

    Eins fand die acht Kehre nicht,

    Da sinne es geblieben zwei.


    Doch wir fahr’n mit dem Inselbus …


    Zwei Rent-a-Cars sinne es gewesen,

    Fuhren nach Athinios, o Schreck,

    Eins fand die neunte Kehre nicht,

    War von der Straße weg!

    Ein Rent-a-Car ist es gewesen,

    Fuhr nach Athinios, o Graus,

    Es fand die letzte Kehre nicht,

    Da war das Liedl aus.


    Doch wir fahr’n mit dem Inselbus …


    Mag sein, dass die Orthographie hier und dort mit dem ungeklärten Inselwein in Zusammenhang steht, den unser Wirt Kostas (von dessen fünf Gästezimmern in seiner Taverne im Dorf Akrotiri wir eines gebucht hatten) selbst angebaut hatte.


    Und damit einen schönen Gruß ins Wochenende

    Jürgen

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