Reiseziel Großbritannien nach dem Brexit...

    • Großbritannien

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    • Reiseziel Großbritannien nach dem Brexit...

      Hallo allerseits!

      Ich möchte mal eine Diskussion anstoßen zum Thema "Reisen nach Großbritannien nach dem Brexit". Wir hatten eigentlich geplant, diesen Sommer wieder mit dem Wohnmobil nach Südengland zu fahren (ggf. auch Wales oder Schottland). 2016 und 2017 waren wir schon dort und es hatte uns richtig gut gefallen. Letztes Jahr Frankreich konnte da nicht ganz mithalten.

      Nun wissen wir ja immer noch nicht, ob die Briten einen geregelten Brexit hinlegen werden, ob es zum ungeordneten Austritt kommt oder ob das alles komplett abgesagt wird. Viel Unsicherheit für die Wirtschaft, aber auch für unsere Reiseplanungen.

      Ich bin da recht pragmatisch und denke mir, die Schweiz kann man ja auch bereisen und die sind auch nicht in der EU, was soll schon passieren außer ein paar mehr Kontrollen und dass man vllt einen Reisepass braucht. Meine Frau hat aber bedenken wegen einer Anti-Ausländer-Stimmung in GB. Irland könnte ebenfalls unruhige Zeiten bevorstehen, würdet oder werdet Ihr trotzdem dorthin reisen?

      Nun meine Frage an Euch: wie seht Ihr das? Habt Ihr (sofern Ihr in GB wart), Stimmung gegen Urlauber aus Deutschland feststellen müssen? Hättet Ihr Bedenken wegen Reiseformalitäten? Oder seid Ihr eher der "Jetzt-erst-recht" Typ?

      LG
      Volker
      Volker und Corinna, im Dethleffs Trend A 6977
    • Moin Volker,

      gestern sagte ich noch zu meiner Frau, gut, dass wir letztes Jahr in England und Irland waren.

      Allerdings bin ich der Meinung, es wird alles nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird.

      Sollten es zu einem einen harten Brexit kommen, kann ich mit vorstellen, dass die Grenzberänge
      chaotisch werden und man mit langen Wartezeiten in den Führhäfen rechen muss.

      Was Irland angeht, hoffe ich, dass es nicht zu Unruhen kommen wird. Obwohl die IRA ja schon
      den "Aufstand" probt.

      Ansonsten glaube ich, dass das Leben, vielleicht in der ersten Zeit mit Einschränkungen,
      weitergeht.

      Man kann es den Menschen nur wünschen......

      Netten Gruß aus dem hohen Norden.
      Gorbi

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Gorbi ()

    • Moin Volker —

      wir waren vor drei Jahren einmal in Südengland, das war noch vor der Brexit-Abstimmung, so dass alles, was ich nun sage, “Glaubenssache” ist. An Stimmung gegen Touristen, egal woher, glaube ich in keiner Weise. Ganz im Gegenteil, Ich bin überzeugt, dass man auf der britischen Insel eher die Sorge hat, dass weniger Touristen kommen. Und sollte man nach einem Brexit einen Reisepass brauchen, wäre das auch kein Problem. Das Einzige, was meiner Meinung nach nervig werden könnte, wären Staus bei der Einreise mit einem eigenen Fahrzeug aufgrund intensiverer Zollkontrollen. Aber auch, als das Königreich noch in der EU war, wollte man in Dover bei uns in den Kofferraum schauen.

      Was Irland betrifft, sehe ich überhaupt kein Problem, abgehen davon, dass bei einer Anreise mit eigenem Fahrzeug über Großbritannien zweimal eine EU-Grenze überschritten wird und es dabei zu längeren Wartenzeiten bei der Abfertigung kommen kann. Das Problem für Frau May liegt ja darin, dass nicht nur (wie es die Bezeichnung ‘Brexit’ nahelegt) Großbritannien aus der EU austritt, sondern das ‘United Kingdom of Great Britan and Northen Ireland’. In dem ganzen Streit, der Frau May in die Bedrouille gebracht hat, geht es ja in erster Linie darum, wie man die offene Grenze zwischen der Republik Irland und Nordirland trotz eines Brexits erhalten kann, denn Grenzkontrollen will im Grunde keiner, auch niemand im Vereinigten Königreich. Dazu habe ich ja schon oft in meinen Irlandnachrichten etwas geschrieben.

      Soweit meine persönliche Einschätzung
      Tschüüs und alles Gute
      Jürgen
      Wenn morgen die Welt untergeht, fahre ich heute noch nach Nordfriesland — dort passiert alles 50 Jahre später | Uns Huus in Tönning | The Irelandman — Täglich Neues aus Irland
    • Gorbi schrieb:

      ... was Irland angeht, hoffe ich, dass es nicht zu Unruhen kommen wird. Obwohl die IRA ja schonden "Aufstand" probt. ...
      Hallo Gorbi —

      mit dem Begriff “IRA” muss man etwas vorsichtig sein. Die IRA, die bis zum Ende der 1990er Jahre für die Gewalt von republikanischer Seite in Irland verantwortlich zeichnete, hat sich nach dem sogenannten Karfreitagsabkommen von internationalen Beobachtern kontrolliert entwaffnet und existiert nicht mehr. Seither haben sich allerdings immer mal wieder dissidente Splittergruppen gebildet und den Begriff "IRA" in ihrem Namen verwendet, so z.B. als Real IRA, Continuity IRA oder jetzt am letzten Wochenende New IRA. Mit der IRA aus dem letzten Jahrhundert hat das aber nichts zu tun.

      Die Sinn Féin, die hinter dieser “alten IRA” stand, ist seither eine rein politische und mittlerweile von zwei Frauen geführte Partei geworden, zur stärksten politischen Partei auf republikanischer Seite in Nordirland, und hat den Vorfall vom letzten Wochenende, den diese sich New IRA nennende Gruppe für sich reklamiert, mit allem Nachdruck verurteilt.

      Einen schönen Gruß
      Jürgen
      Wenn morgen die Welt untergeht, fahre ich heute noch nach Nordfriesland — dort passiert alles 50 Jahre später | Uns Huus in Tönning | The Irelandman — Täglich Neues aus Irland
    • Mein Mann hatte da jetzt kürzlich auch Bedenken angemeldet, ob man nicht unsere Jungfernreise nach Irland vorsichtshalber auf nächstes Jahr verschieben sollte bis man klarer sieht wer, was, wo ,wie gehandelt wird.

      Scheinbar gibt es doch mehr Reisende, die sich da so ihre Gedanken machen.


      Schimmelrieder schrieb:

      Ganz im Gegenteil, Ich bin überzeugt, dass man auf der britischen Insel eher die Sorge hat, dass weniger Touristen kommen.
      Diese Ansicht teile ich auch, da schon bei der Entscheidung zum Brexit etliche Stimmen aus der Bevölkerung laut geworden sind mit der Befürchtung , dass die Touristen das nun übel nehmen könnte.

      Ich denke, es wird auf beiden Seiten Leute geben, die extrem und verärgert reagieren, aber davor ist man in keinem Land gefeit. Wir sind in England vor 20 Jahren schon mehrmals als "Krauts" beschimpft worden. Es ist schwer, das zu ignorieren, aber wenn man das Land bereisen will, muss man sowas ausblenden.

      Gorbi schrieb:

      Allerdings bin ich der Meinung, es wird alles nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird.
      Das ist auch mein Fazit. Es ist ein Unterschied zwischen Politik und Bevölkerung. Trotzdem möchte mein Mann die Reise auf nächstes Jahr verschieben. Das ist ein guter Kompromiss für mich. Und wenn die Einreisebedingungen sich drastisch verschlechtern sollten, auch im Bezug auf unsere Hunde.....so what...es gibt viele schöne Ecken.
      Ich bin..
      Teilzeit-Engel
      Gelegenheits-Hexe
      Gleitzeit-Teufel
      Vollzeit-Verrückte
      ....aber glücklich!
    • Broomcruiser schrieb:

      Mein Mann hatte da jetzt kürzlich auch Bedenken angemeldet, ob man nicht unsere Jungfernreise nach Irland vorsichtshalber auf nächstes Jahr verschieben sollte bis man klarer sieht wer, was, wo ,wie gehandelt wird.
      Moin Broomcruiser —

      wenn man bei der Anreise nach Irland mit dem eigenen Fahrzeug dem Brexit ganz entgehen will, gibt es da auch zwei Fähren von Frankreich direkt nach Irland, womit man die Durchquerung Großbritanniens meidet: Einmal von Cherbourg nach Dublin und einmal von Roscoff nach Cork. Da ändert sich dann gar nichts, auch keine Einreisebestimmungen. Vermutlich ist das jedoch wegen der recht langen Passage nicht gerade preiswert.

      Einen schönen Gruß
      Jürgen
      Wenn morgen die Welt untergeht, fahre ich heute noch nach Nordfriesland — dort passiert alles 50 Jahre später | Uns Huus in Tönning | The Irelandman — Täglich Neues aus Irland
    • VoCoWoMo schrieb:


      Meine Frau hat aber bedenken wegen einer Anti-Ausländer-Stimmung in GB. Irland könnte ebenfalls unruhige Zeiten bevorstehen, würdet oder werdet Ihr trotzdem dorthin reisen?
      Wenn es in Großbritannien im Umfeld des Brexit eine ausländerfeindliche Stimmung gegeben hat oder immer noch gibt, dann bezieht diese sich eher auf Arbeitsmigration, d.h. das auch aus anderen Ländern bekannte Argument "Die nehmen uns die Arbeitsplätze weg". Als Tourist, der keinen Arbeitsplatz und keine Sozialleistungen beansprucht, sondern im Gegenteil Geld ins Land bringt, ist man da nicht in der Schusslinie.

      Ich würde so eine geplante Reise auf jeden Fall durchziehen und dabei ein paar zusätzliche Punkte beachten:
      • Grenzkontrollen werden wahrscheinlich ein Thema sein. Da ist zwischen Ende März (Stichtag Brexit) und dem Sommer noch einige Zeit, dass sich die Prozesse zumindest grundlegend einpendeln können. Da solltet Ihr über diverse Kanäle im Netz eigentlich mitbekommen, worauf Ihr Euch konkret einstellen müsst.
      • Bezüglich Nordirland ist natürlich erhöhte Wachsamkeit gefordert, weil eventuelle Eskalationen hier nicht vorhersehbar sind. Da hilft nur, die Nachrichten zu verfolgen und zusätzlich einen Blick auf die Reisehinweise des Auswärtigen Amts zu werfen. Am Ende seit Ihr mit dem Wohnmobil ja flexibel, und wenn Euch während der Reise Nordirland zu "heiß" wird, dann könnt Ihr ja dem ja ausweichen und dafür die Republik Irland (oder auch England und Wales) intensiver bereisen. Gerade in den ländlicheren Gebieten werdet Ihr dort - abgesehen von Nachrichten - nicht allzu viel direkt mitbekommen.
    • Danke schon mal für Euer Feedback. Ich persönlich gehe auch eher davon aus, dass gerade Touristen mit offenen Armen empfangen werden. Das zeichnete sich auch schon bei unserem letzten Besuch in Südengland ab, wo fast unisono alle, die mit Tourismus im weitesten Sinne zu tun haben, aber auch Bauern, Händler, britische Wohnmobilfahrer über die damals noch halb frische Brexit-Entscheidung geschimpft haben. Ich mache mir auch vor allem Gedanken über die Fährverbindungen. Staus bei den Kontrollen, weniger Verbindungen, Bürokratie usw.

      Was noch nicht zur Sprache kam: es könnte sein, dass es bei einem harten Brexit noch keine Einreisebestimmungen gibt. Mit der Schweiz z.B. gibt es ja entsprechende Abkommen über den Visa-freien Reiseverkehr. Mit GB würde es im Fall eines harten Brexit so was zunächst nicht geben, man bräuchte also ein Visum. Stichwort Geld: wenn die innereuropäischen Regelungen zum Zahlungsverkehr nicht mehr gelten, bekommt man dann am Bankautomaten noch Geld?

      Ich tendiere daher dazu, im Moment noch keine Fähre vorzubuchen, sondern das dann spontan zu entscheiden. Somit können wir jetzt erst mal abwarten, ob der Brexit nicht doch noch verschoben wird, und wenn nicht, wie sich die Lage in Dover entwickelt. Zur Not fahren wir dann eben einfach woanders hin. Das ist ja der große Vorteil beim Urlaub mit dem Wohnmobil. Der Schwarzwald ist auch sehr schön!

      LG
      Volker
      Volker und Corinna, im Dethleffs Trend A 6977
    • Ich bin da auch ziemlich tiefenentspannt. Ich war schon in England, als man noch den Reisepass brauchte :)
      Ich glaube auch nicht, dass die Kontrollen schärfer werden als bisher. In Holland und Frankreich werden Mobile hauptsächlich wegen illegaler Einwanderer untersucht - das wird sicher so bleiben.
      Irland kann man auch von Cherbourgh aus auf dem direkten Weg erreichen. Allerdings ist das ein 24-Stunden Tripp durch die rauhe Irische See. Ich zumindest werde das nicht mehr freiwillig machen. Damals rauchte ich noch und der Raucherbereich war auf Deck10, ganz oben. Die Gischt kam bis da oben hin...

      Ich glaube, es wird Alles so beiben wie es ist, zumindest für private Besucher. Die Industrie wird Wege finden, entspr. Verträge auszuarbeiten. Nur die gutgläubigen Briten, die auf Vorteile nach dem Ausstieg für ihr Land gehofft haben, die werden sich getäuscht fühlen...
      Gruß
      Helmut und Ilona
      .........................................................................................................................................
      Wenn du mal eine helfende Hand brauchst, beginne die Suche am Ende Deines eigenen Armes

      gonzi.de
    • VoCoWoMo schrieb:

      Ich bin da recht pragmatisch und denke mir, die Schweiz kann man ja auch bereisen und die sind auch nicht in der EU, was soll schon passieren außer ein paar mehr Kontrollen und dass man vllt einen Reisepass braucht. Meine Frau hat aber bedenken wegen einer Anti-Ausländer-Stimmung in GB. Irland könnte ebenfalls unruhige Zeiten bevorstehen, würdet oder werdet Ihr trotzdem dorthin reisen?
      Da sehe ich aber schon einen Unterschied zwischen der Schweiz und Britannien. Darum waren wir im Mai 2018 in Schottland, Nordirland und Irland unterwegs. Ich befürchte, dass sich insbesondere in Nordirland die Situation ändern könnte, wie auch der Bombenanschlag neulich schon aufzeigte. Und dann geht es mir ums Prinzip! So wie Britannien derzeit agiert ist es für mich ein No-Go.
      Wir werden im April eine Tour von Nizza bis Sagres machen. Da ist auch ein Tag in Gibraltar geplant, aber beim No-Deal werden wir am Affenfelsen vorbeifahren und einen Tag mehr in Cádiz verbringen und ein Gläschen Cherry auf das Wohl Britanniens genießen. ;)
      Der Weg ist das Ziel
    • Wir haben dieses Jahr einen Termin in Südengland, den wir auf keinen Fall verpassen wollen/dürfen. Daher beäugen wir die Situation natürlich genau. Nach jetzigem Stand erwarten wir keine Probleme. Kritisch könnte es aber werden, wenn es irgendwelche Verschiebungen gibt. Deswegen haben wir schon eingeplant, dass wir uns lieber ein oder zwei Tage vorher auf den Weg machen werden.
      Andererseits werden wir ohne Auto unterwegs sein, sondern mit dem Zug den Ärmelkanal unterqueren. Eigentlich erwarte ich da keine Probleme, weil es ja bereits jetzt schon Personenkontrollen gibt. Aber wir werden sehen.

      Meine Meinung ist übrigens, dass die den Schabernack noch auf den letzten Drücker beenden.

      Und was Nordirland angeht, da wurde ich im letzten Jahr bereits ein wenig überrascht. Als wir mit der Queen Elizabeth nach Belfast fuhren, lag in unserer Kabine zum üblichen Landgang-Programm noch ein Warnhinweis zum Gefährdungspotenzial in Belfast. Das fanden wir doch recht erstaunlich, weil damit eine britische Crew/Reederei vor einer britischen Stadt warnt. Aus touristischer Sicht wirft das meiner Meinung nach kein gutes Licht auf die Stadt. Aber wie auch schon bei unserem letzten Nordirland-Aufenthalt gab es dann letztendlich keine Probleme und auch kein Gefühl der Unsicherheit.
    • Hängt sicher sehr vom Zeitpunkt der Reise ab. Gerade in der ersten Zeit sind mMn Staus zu erwarten. Und davon kann auch der Personenverkehr mittels Bahn betroffen sein, denn bei Engpässen hat sicherlich der Frachtverkehr Vorrang.
      Das waren noch Zeiten, als man von Calais nach Dover mit dem Hovercraft übersetzten konnte. Leider auch schon Geschichte.

      Also im Mai 2018 hatten auch wir weder in Belfast noch in Derry Sicherheitsbedenken. Die Lage könnte sich aber schnell zuspitzen, wie zuletzt in Derry sichtbar. Das Friedensabkommen könnte schnell kippen, wenn die EU-Subventionen nicht mehr fließen und deshalb alte Streitigkeiten aufbrechen. Wir haben auch die "Walls" in Belfast und Derry besucht, sind die Straßen entlang gegangen und stimmte nachdenklich.
      Wäre echt schade, würden die alten Konflikte wieder Oberhand gewinnen, insbesondere für die junge Bevölkerung, die damit wenig am Hut hat.

      Szenen aus Belfast ...
      Der Weg ist das Ziel
    • Gerade eben erhielt ich folgende Pressemitteilung von Visitbritain, die ich hier unverändert hineinkopiere:



      Visit Britain schrieb:

      Rund 70 Prozent der ausländischen Gäste in Großbritannien kommen aus Europa. Für sie wird sich auch nach dem Brexit nichts ändern. Flüge werden unverändert fortgesetzt und EU-Bürger werden bis mindestens 2020 mit ihrem gültigen Personalausweis einreisen können. Reisende, die einen elektronischen Reisepass besitzen, kommen ebenfalls weiterhin schnell und umkompliziert durch den E-Gate Bereich.

      Die britische Regierung hat die Seite "Visiting the UK after Brexit" (www.gov.uk/guidance/visiting-the-uk-after-brexit) veröffentlicht, auf der man weitere ausführliche Informationen zur Einreise findet, u.a. zur Gültigkeit von Führerscheinen, der Einreise mit Haustieren und Roaming-Gebühren. Diese Seite wird laufend aktualisiert.

      Robin Johnson, VisitBritain Direktor Europe: „Europa ist und bleibt ein bedeutender Markt für Großbritannien. Rund 27 Millionen Urlauber aus Europa reisen jährlich zu uns. Wir können Reisenden versichern, dass sich nichts ändern wird, egal was passiert. Unsere freundliche Art die Menschen willkommen zu heißen, bleibt ebenso dieselbe wie die großartige Natur, die zahlreichen Kulturangebote, unser reiches kulturelles Erbe und unsere sehenswerten Städte.

      Von Sportveranstaltungen und Musikfestivals bis zu literarischen Festen - Großbritannien liefert jedes Jahr viele tolle Erlebnisse und 2019 wird keine Ausnahme sein. Hotels, Geschäfte und Besucherattraktionen bieten derzeit ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis, so dass es eine gute Zeit ist, jetzt eine Reise zu buchen.“
      1,7 Millionen Pfund (rund 1,9 Millionen Euro) steckt die britische Tourismusbehörde VisitBritain mit Sitz in London ab April in eine Kampagne für Europa, um Großbritannien als Sommerdestination zu bewerben.

      Unter dem Titel "I Travel for…" sollen Reisende aus europäischen Ländern motiviert werden, nach Großbritannien zu kommen, um atemberaubende Landschaften zu entdecken, andere Kulturen zu erleben, neue Regionen kennen zu lernen, zu entspannen oder einfach mal länger auf der Insel zu bleiben.
      Die Kampagne läuft in den wichtigsten europäischen Quellmärkten Frankreich und Deutschland, aber auch in Italien, den Niederlanden, Skandinavien und Spanien. Inhaltlich stehen die Landschaft Großbritanniens sowie die lebendige Geschichte, Festivals, Musik und kulturelle Veranstaltungen im Zentrum. Zudem helfen Partner wie Fluggesellschaften oder Reiseveranstalter bei der Verbreitung.
      Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige Großbritanniens, steht an dritter Stelle im Dienstleistungssektor des Landes und bedarf keiner Handelsabkommen, um weiter zu florieren. VisitBritain rechnet bis 2020 mit 40 Millionen Besuchern nach Großbritannien – zum ersten Mal soll damit die 40 Millionen Marke erreicht werden.

      Highlights in Großbritannien 2019:
      - 200. Geburtstag von Queen Victoria mit zahlreichen Ausstellungen und Veranstaltungen im ganzen Land
      - Tate Britain: Vincent Van Gogh and Britain, 27. März – 11. August 2019
      - Wales feiert das Themenjahr: Year of Discovery
      - Schottland: Solheim Cup, 13.-15. September; wichtigster Teamgolfevent für weibliche Profis
    • Michael Moll schrieb:

      Gerade eben erhielt ich folgende Pressemitteilung von Visitbritain
      Durchhalteparolen der britischen Tourismusbranche, denn die fürchten zu Recht Einbußen.
      Die in manchen Regionen feindselige Haltung der Medien, Politiker und Bevölkerung gegen die EU hinterlässt meines Erachtens Spuren.
      Habe mir einige der Parlamentsdebatten im Live Stream angesehen und unglaublich, welcher Hass hier vermittelt wird.
      So kommen für uns nur noch die Regionen in Frage, die mehrheitlich pro EU gestimmt haben.
      Insbesondere Schottland! Die tun mir echt Leid, wenn die EU-Regionalförderung ausbleibt.
      So auch der Fährverkehr auf den Hebriden, der von der EU gesponsert wird.
      Der Weg ist das Ziel
    • Globus schrieb:

      Michael Moll schrieb:

      Gerade eben erhielt ich folgende Pressemitteilung von Visitbritain
      Durchhalteparolen der britischen Tourismusbranche
      Oder kurz gesagt: "Keep calm and visit Britain"

      Globus schrieb:

      Die in manchen Regionen feindselige Haltung der Medien, Politiker und Bevölkerung gegen die EU hinterlässt meines Erachtens Spuren.
      Habe mir einige der Parlamentsdebatten im Live Stream angesehen und unglaublich, welcher Hass hier vermittelt wird.
      So kommen für uns nur noch die Regionen in Frage, die mehrheitlich pro EU gestimmt haben.
      Wobei hier auch im Alltag nichts so heiß gegessen wird wie es in der Politik und in der Presse gekocht wird.
      Ich erinnere mich da noch sehr lebhaft an die Jahre, in denen ich in der Schweiz gelebt habe. In dieser Zeit gab es etliche Volksabstimmjungen, in denen sehr deutlich gegen eine weitere Annäherung an die EU gestimmt wurde. Zudem Artikelserien in der Presse mit Titel wie: "Wie viele Deutsche verträgt die Schweiz?" sowie ein erfolgreiches Volksbegehren gegen eine "Masseneinwanderung". Wer sich in dieser Zeit ausschließlich aus der Presse informiert hat, der konnte den Eindruck bekommen, dass das Land bald in eine Pogromstimmung gegen Ausländer verfallen würde.

      Die Wahrheit dahinter war: Als einzelner ausländischer Einwohner bekam man davon gar nichts zu spüren. Die Leute waren so sprichwörtlich freundlich wie eh und je, und wenn man Freunde hatte, dann tat diese politische Stimmung der Freundschaft keinen Abbruch. Und natürlich waren Touristen im ganzen Land weiterhin willkommen. Schließlich nahmen sie keinem Einheimischen den Job weg. Ganz im Gegenteil Touristen bringen Geld ins Land.
    • AlexM schrieb:

      Ich erinnere mich da noch sehr lebhaft an die Jahre, in denen ich in der Schweiz gelebt habe.
      Ich denke aber, dass die Situation in Britannien nicht mit der Schweiz vergleichbar ist.
      Die Schweizer haben das früher mit Pfeil und Apfel geregelt. ^^

      Was wäre diese Welt ohne Wikipedia (ich bin sogar zahlender Sponsor)
      Aber ich finde diese Information und Grafiken bezüglich der Regionen doch sehr interessant ...
      de.wikipedia.org/wiki/Wahlerge…r_Europ%C3%A4ischen_Union

      Mich wundert immer, dass die Hard-Brexit-MP's ständig von "overwhelming result" sprechen.
      Bei 17,4 Mio zu 16,2 Mio finde ich das Ergebnis nicht wirklich "overwhelming".
      Würde so ein weitreichendes Referendum auch nur mit einer 2/3 Mehrheit umsetzen.

      Ich finde es jedenfalls sehr bedauerlich, dass ein Hard-Brexit den Nordirlandkonflikt wieder anfachen wird. X(
      Der Weg ist das Ziel
    • So, dann hätten wir also das Finale von Staffel 1 hinter uns gebracht. Bis zur Staffel 2 im Herbst hat der Brexit also Sommerpause. Außer es wird zwischendurch einen Ableger geben und genau das finde ich ziemlich unbefriedigend. Verstehe ich das richtig, dass die Briten sich nun bis Ende Oktober beraten und ziemlich spontan austreten können? Denkbar wäre also auch ein Austritt zum 3. Juli? Nur so als Beispiel?
      Obwohl, nach den Veranstaltungen der letzten Wochen kann ich mir das kaum vorstellen.